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Valmarana (Genealogie) 234 Vlllmarana fWappen)
sehr jungen Jahren war er bereits Mit-
glied der sooietil. äöi. ti^roti und seit
18l4 Mitglied des Athenäums von
Venedig für die Classe der Literatur,
in deren Sammlungen mehrere seiner
Vorträge, so einer über die italienische
Sprache, ein anderer über die Nützlichkeit
der Studien, wieder ein anderer über die
Vergleichung der Musik mit der Beredt-
samkeit, über theatralische Musik u. s. w.
niedergelegt sind. Ferner war er Mitglied
der ^olläemii^ Olim^ie^ und Präsident
der philharmonischen Gesellschaft in Vi>
cenza. Solche Vorzüge des Geistes und
Herzens, solch gemeinnütziges Walten!
!blieb
auch höchsten Ortes nicht unbeachtet.
Seine Majestär der Kaiser ernannte ihn
zum Kämmerer, dann zum geheimen
Rathe und schmückte ihn überdies mit
dem Orden der eisernen Krone. Graf
Andreas war (seit l0. October 1826)
mit Helene geborenen Gräsin Ven>
dramin-Calergi , Sternkreuz>Ordens'
dame und Dame des kaiserlich mexica»
nischen San Carlosordens, vermalt. Die»
selbe überlebte ihren im Alter von
73 Jahren verblichenen Gatten, dem sie
keine Kinder geboren hatte.
^ur Dencalagie der Vrafen Valmarana. T:e
Valmarana — lnbendei gesagt emc der
wenigen italienischen Ädelsfamilien. welche
wir bis 18ft7 im „Taschenbuch der gräflichen
Häuser" vertreten finden — sind ein uraltcü,
seit dem eilften Jahrhunderte im Gebiete der
Stadt Vicrnza ansässiges Geschlecht. Ihre
Herrschaft Nogara wurde von Kaiser Kar l V.
unterm 30. April 1340 ,^u einer Neichsgraf«
schaft erboben. Seit 1638 erscheinen dicVal-
marana, von denen manche die höchsten
St atswürden bekleideten, im „goldenen
Buche" der Nepubl'k Venedig. Das ursprüng-
liche N-eichägrafend'plom vom 30. April 1340
wcnd von Kaiser Zr^nz am 18. December i8l7. 28. August t8l9. 11. Mär; 182U und
13. Mai i82^ nemrlich bestätigt. Ein Asca:
nius Valmarana erhielt am 31. Jänner
1603 die steirische Landmannschaft. Im sieb.
zehnten Jahrhunderte theilte sich das Haus
in zwei Linien, von welchen die ältere noch
auf dem seit den frühesten Zeiten in ununter<
drochenem Besitze der Familie gebliebenen
Schloß Valmarana bei Vicenza. die jüngere
in Vicenza selbst residirr. Zur Zeit weilen die
beiden Lin'en in letzterer Stadt und in Vene»
dig. Der Familienstand war 1867 folgender:
I. Linie von V-ic en', a.- Graf Joseph
(geb. 23. Juli l8i7). k. k. Hofrath in Pension,
(5hef der Familie, seit l . Juni 1842 uermält
mit Agathe geborenen Cirlw. Auö dieser Ehe
stammen: Johann Baptist <>eb. 22. Te»
ccmber 1843). Ludwig (geb. 22. August
1847), Mar ia Anna (geb. 27. Jänner
j8.il). Auch lebie der Bruder des Grafen
Josepb, Graf Stephan (geb. li). 3ep»
tember l818). vermalt seit 18^0 mii Iulie
von ^uzzamrini (gest. 20. Juni 1854), welche
ihm zwei Kinder: Vrsil ie (geb. 1861) und
Mar ius (geb. im Juni 1834) gebar; ferner
die Mutter des Grafen Joseph, Mar ia
Anna geborene Gräsin Valmarana. Ge»
malin deö Grafen Johann Vaptist Val»
marana (gest. 28. Juli 184«): I I . Linie
von Venedig: Graf Andreas (geb. 2..
nach Anderen 12. Juni 1788. gest. 30. März
18Ll) ssiede S. 233 die Biographie), vermalt
seit io. ^ctoder 1826 mit hclmc geborenen
Gräfin vei^ramm.Cull.'rgl, und zwei Schwestern
des Grafen Andreas: Grafin Laura ver«
malte Marquis ÖlNnln'sl'lN'i, Witwe, und Gräfin
Mar ia Anna vermalte Ilohmin Vaplist
Graf Nalmlnaml von der Vicermner Linie,
Witwe seit 28. Juli 18i6, — Ueber eine (5ontessa
At i l ia V alinarana erschien von (Zhristoforo
Muran i ein „Nloxia (^ di-ov« rag^uüslio
6t:Il2> ^r^iotzk inoi-ts äella. ^-011^2^^ .-V. Vkl-
n^ai'anH (Nn^äün. in 1'ions" (2. I. e 6. sVi-
oeu22.), 8".). — Ueber einen Leonardo
Contc Val marana (gest. 23. Avril 1763)
veröffenil>6)te aber Pictro Bat taggia an-
läßlich der Leichenfeier die Denkschrift: 7,Xci
Loleuui lunsrali c^Iedrini i^'IIa. «.'artli^rals
edieäa. 6i I^i-euxQ ee. psr la, inorrü äbl-
1'üluäl"'." e i'evort-nä".'." I^eouarclo couts
1763, 4«.).
Wappen. Quadrirt. 1 und 4: in Noth acht
schrä^links in Form eines schrägerechmi Val-
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Ullik-Vassimon, Band 49
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Ullik-Vassimon
- Band
- 49
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1883
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 348
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon