Seite - 238 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Ullik-Vassimon, Band 49
Bild der Seite - 238 -
Text der Seite - 238 -
Mlyi 238
der Theologie. 1860 erlangte er die'
Priesterweihe, 1864 an der Wiener Hock- ^
schule die theologische Doctorwürde. Im !
letztgenannten Jahre wurde er Spiritual
im Seminar zu Görz, 1870 Professor an
der theologischen Diöcesan - Lehranstalt!
dieser Stadt. 1863 entsendete ihn der
Landgemeindenbezirk Gradisca in das
Abgeordnetenhaus des österreichischen
Reicbsrathes. Für die Session 1880 ge-
langte er wieder in das Abgeordneten'
haus, in welkem er sich der Rechtspartei
angeschlossen hat. Valussi redigirt in
Görz das ,.Teo siel I^toi-illc^, eine
lateinische Zeitschrift für die Diöcese.
Parträt. Holzschnitt ohne Angabe des
Zeichners und Xnl?grapben auf dem Gruppen- ^ ^hh. ^ " l j ^ ^ . ) ' ,
bilde in der bei Zamaräki in Wien der« ^ ^ ^ . ^ , ^ ^ ^ ^ ,^ .',
ausgegebenen „Neuen Illustrirten Zeitung", ^
l88l. Nr. 4 6. Ungarlandeä..., drei Theile (Buda 179ß
bis 1798, 80., Theil I 702 S., Theil II
736 S., Theil I I I 688 S.), ein alpha»
betisches topographisches Lerikon Ungarns.
Auch sonst war er noch als Schriftsteller
thalig, und sind von ihm nachstehende
Werke zu verzeichnen: >^1
^ ^ , i.
Der gewöhnliche und der Briefschreiber
u. s. w. (Kaschau 1789, 80.); — ^sseck
«' ^ls^/lHs/i ^6z.'e/<3s7'6^, d. i. Rede über
die nationale Erziehung (Pesth 1791,
3>2.ll)t, Andreas (ungariscker Sp racb-
forscber und Topograph, geb. zu
Miskolcz in der Borsoder Gespanschaft
am 30. November 1764, gest. zu Pesth
am 2. December 18l)1). Er studirte in
seiner Vaterstadt, dann in Pesth, nebenbei
mit besonderer Vorliebe Sprachwissen»
scbaft und Topographie betreibend. 1790
erhielt er die Professur der ungarischen
Sprache und Literatur an der königlichen
Universität in Pesth, an welcher er bis zu
seinem in den scbönsten Jahren erfolgten
Tode wirkte. Man rühmt ihm besonders
se!ne Bemühungen um die Ausbildung
und Verbreitung seiner Muttersprache
naäv Als Schriftsteller vollendete er ein
für seine Zeit, in welcher die geographische
Kenntniß über Ungarn noch stark im
Argen lag, sehr verdienstliches Werk, be°
titelt: „Ornutiliniril.
rischr Fftlüchr prüktiäch ^n lrhren und
^ , nebZt rinrr hirsn rin^rrichtctün Pi
lr" (o. O. 1792, 8<'.); —
, d. i. Besä r^eibung des ?-,'c^ >>" s?08tini 1793, Z"."!, eine Bear-
beitung des seinerzeit vielgebrauchten
„großen Trichters der lateinischen Gram-
matik" von Fr. Muzel ius (ursprünglich
Muze l l , gest. 11. Jänner 1753)' —
?-ö?-/<F s/H?.'^?/^, d. i. Kurzer Leit-
faden zur Erlernung der ungarischen
Sprache auf eine sehr leichte und faßliche
Art (Pesth 1793). Auch übersehte er
Christoph Martin Wieland's in Zürich
1757 erschienenes Buch: „Empfindungen
eines Christen" ins Ungarische unter dem
Titel: „Ksres^tän)- ^i-xokän^äZei"
(Kaschau 1781, 8".). Aus seiner ver>
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Ullik-Vassimon, Band 49
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Ullik-Vassimon
- Band
- 49
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1883
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 348
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon