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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Ullik-Vassimon, Band 49
Seite - 260 -
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Vanosfi 260 Vantini Vllnossi, Anton (gelehrter Jesuit, geb. zu Raab am 30. Juni 4683, gest. ;uRom am 11. April 1737). Ein Sohn italienischer Eltern, die sich in Ungarn niedergelassen hatten, trat er, fünfzehn Jahre alt, in den Orden der Gesellschaft Jesu, in welchem er nach abgelegten Gelübden die philosophische und theo- logische Doktorwürde erlangte. Im Lehr» amte verwendet, unterrichtete er zu Tyrnau in der Dichtkunst, dann zu Wien in dieser und der Redekunst vier Jahre hindurä^. Nun wurde er dem Novizen» meister des Wiener Collegiums als Gehilfe beigegeben, trug aber zugleich ein Jahr lang Moraltheologie vor und kam dann als Novizenmeister nach Trentschin, wo er neun Jahre in dieser Eigenschaft ver- blieb. Hierauf leitete er als Rector acht Jahre das Pazmanische Collegium in Wien, vier Jahre, 1737—174l), die Uni- versität in Gratz und sieben Jahre das Collegium und Probationshaus in Wien. Von dem Ordensgeneral nach Rom be» rufen, um ihm für die deutsche Provinz zu Rathe zu sein, wirkte er in dieser wichtigen Stellung bis zu seinem im Alter von 74 Jahren erfolgten Tode. Im Druck sind von ibm erschienen: F. «/." ftdä. 1724 (id. 1724, rvp. 56 1719, " sid. 1720, ^as" ftd. 1720, (I'^rilii.via.s 1746; früher schon 1724 und später wieder «I^ui-ini 1731, 8".). Vannett i galt zu seiner Zeit als eine der Zierden seines Ordens und legte mit großem Scharfblicke eine seltene Ge> wandtheit in Leitung der Ordensange» legenheiten an den Tag. scri^liL oäiiis uotorum (Viennas 1776, .^ .. I^ oo^ ve, 8 .^) I'oinui, I I I , F. 4«6. — 18^3, 4°.) V. 78. Van Ewietcn, siehe: Twieten Frei- Herr van, Gerhard und Gottfried Mand XLI, S. 37 u. f.^j. Vantini, Rudolph (Architekt, geb. zu Brescia 1792, gest. daselbst am 17. November 1836). Von seinem Vater, dem Maler Dominik Vant in i , erhielt er den ersten Unterricht im Zeichnen, für welches er großes Talent offenbarte. Aber neben der Kunst betrieb er mit allem Eifer die Studien, insbesondere jenes der Mathematik, und erlangte, erst achtzehn Jahre alt, 1810 zu Pavia das Diplom eines In^e^nkre-.^roliitstto. Nun wid» mete er sich ganz seiner Kunst, der Archi- tectur, und war in derselben sowohl theo« retisch, indem er geschätzte Abhandlungen
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Ullik-Vassimon, Band 49
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Ullik-Vassimon
Band
49
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1883
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
348
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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