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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Ullik-Vassimon, Band 49
Seite - 264 -
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Seite - 264 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Ullik-Vassimon, Band 49

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Mrady, Gustav 264 1849. 2000 Nummern mit biographischem Signalement (Brüssel und Leipzig 1864, Kießling. kl. 8".) S. 71. Nr. 1804 und 1805.) — 2. Anton Varadi . ein ungarischer Poet und Literaturhistoriker der Gegenwart. Von ihm erschienen im Jahre 1877 „Gedichte", welche die Fachkritik wenngleich als schwer« fällig in der Form und nüchtern im Vor« trage, doch immerhin als beachtenswert!) be- zeichnet, da sie insbesondere einige stimmungs- voll ausgeführte Bilder aus dem Bereiche christlich, religiöser Vorstellungen enthalten. Ferner brachte dieser Dichter auch eine Tra« gödie: „Iskarioth" zur Aufführung, welche neben großen Gebrechen doch ein schönes Talent ausweist und in Folge einer essect« vollen Inscenirung öfter gegebm und immer gern gesehen wurde. Endlich findet sich von ihm in dem von Abafi (Pseudonym für Aigner) herausgegebenen ^iF^eiö", d. i. Der Beobachter. Monatsschrift für Literatur« geschichte, im Jahrgange 1877, Heft 3, die Abhandlung: „Ueber die Ursachen des Auf< blühens des Volköschauspielä" abgedruckt. — 3. Donat Värady, siehc: Szakmäry Donat Väraoy sBd. XLI, S. 134).— 4. Franz Vuradi oder Värady (geb. zu Belönneä in Ungarn) lebte um die Mitte des achtzehnten Jahrhunderts und war Domänen« uerwalter des siebenbürgischen Fürsten Michael Apafi. Er gab ein Andacktöbuch in magya< rischer Sprache unter dem Titcl: „ Is^ i ei^bs icldoc5ät2ll6o lelici äläosktok...", d. i. Das vor Gott dargebrachte geistliche Opfer (Klausenburg 1743) heraus; nach Ho« ränyi ist dasselbe im Jahre 1743, nach Daniel ik aber 1670 im Druck erschienen. ^o7-«n?/i ^.?SH.^. Hleiuoi-ia Huu 32.1-0 i-uiu et ?i-aviN2i2,1iurü Lcriptis eäitiä nowruin, (VieuiiQs 1??6, .^.. I^ oc^vL, 8".) I012. I I I , x. 487. — Alag^ai- ii-ak Dunib l ik ^02365, d. i. Ungarische Schrift« steller. Sammlung von Lebensbeschreibungen. Von Jacob F e r en>.-z y und Joseph Daniel ik (Pesth 1846. Gustav Emich. 5".). Zweiter (den ersten ergänzender) Theil. S. 360.) — 3. Ueber einen zweiten Franz Vara d y ent« dält ^ I ^var L^in^^ct i^v^öu^vs", d. i. Jahrbuch d« ungarischen Schauspielkunst. 1873, S. 69, einen Nekrolog, den sich Herausgeber dieses LerikonS nicht verschaffen konnte. — 6/ Gustav V<lrady ist ein zeitgenössischer ungarischer Poet, der bisher Dramatisches und Lyrisches im Druck erscheinen licß. und zwar.- ^DtolLo ^.ipää. Treüeti tärtsii. OlHing, 6 lcivon.", d. i. Der letzte .^.rpäd. Original« Drama in sechs Aufzügen (Pesth 1863. Mor. Nilrh, 8".); — „Xältbinsn^Oi", d. i. Gedichte (Särospatak 1863, kl. 8",) und „Xölteins. 2^6^", d. i. Gedichte (Pesth 1864. 8<>.): ob diese und die vorige Sammlung zwei uer« schieden« sind. kann ich nicht bestimmen, die gleiche Seitenzahl beider (160 S.) läßt auf eine schließen. — 7. Ignaz V^radv erscheint 1862 als Erfinder eines Heilmittels gegen die orientalische Viehseuche. Im Jahre 1860 wurde von Seite Oesterreichs und Hol« lands ein ansehnlicher Preis für die Erfindung eines solchen Mittels ausgeschrieben. Um die« selbe Zeit hatte IgnaZ Värady die in Baroth von der Seuche befallenen Rinder mic einem von ihm erfundenen Heilmittel mit glänzendem Erfolge behandelt. Später wandte er es in H-rromszek mit gleich günstigem Erfolge an, und wurde derselbe oon Gemeinde Vorstehern, Commissären. Aerzten und Guts« besitzern als authentisch bewiesen. Nun richtete die Häroms;l'ker Jurisdiktion an das unga- rische Gubcrnium die Bitte, daß der aus- geschriebene Preis dem Erfinder zuerkannt werden möge, und unterstützte diese Forderung mit den Gründen, daß die Ninderpest noch an vielen Orten wüthe und die baldig? Bekanntgabe des V:iradn'schen Geheim« mittels der Land» und Volkswirtschaft nur zu großem Nutzen gereichen könne. — 8. Johann Värady (geb. 1781, gest. zu Csalloköz-Elöpatonn am 3. Juni 1848) war Tafelrichter im Neograder Comitate und zu« gleich Archivar in der freiherrlichen Familie Ba la ssa. Später als Neclmungäführer pen< sionirt, zog er sich auf sein eigenes Gut Csal- loköz-Elöpatony zurück und starb auch daselbst. 67 Jahre alt. Im Druck erschien von it>m: öääok", d. i. Von den alten ungarischen Standarten (Preßburg 1830). Denselben Gegenstand behandelte fünfzehn Jahre vor ihm der Neutraer Districtssecretär Michael Pir inger in dem zweibändigen Werke: „Ungarns Vanderien und deren gesehmäßige Kriegsoerfassung überhaupt" (Wien 1810). Värady stellt sich in seiner Arbeit als ein Schüler Stephan H 0 r v a t h's sVd. IX, S. 324) dar, den er jedoch in Uebertrei- bung weit überbietet. renäi tädiälckai, d. i. Die Familien Un- garns mit Wappen und Stammtafeln (Pesth
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Ullik-Vassimon, Band 49
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Ullik-Vassimon
Band
49
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1883
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
348
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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