Seite - 265 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Ullik-Vassimon, Band 49
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Mrady, Matthias 263 Värady, Samuel
1860. Moriz Räth. 8".) Bd. XI I , S. 43) —
9. Eines Joseph V^rady gedenkt auch die
bei Adam Vnrady ^S. 263. Nr. 11 ange>
gebene K ertb eny'sche Schrift als eines un<
garischen Flüchtlings, der 1849 in der Türkei
weilte. Dort ließ sich Värady von Nico«
laus Gilal de Gyula sBd. V, 2. 44)
zu revolutionären Zwecken verwenden, und
von diesem nach Siebenbürgen entsendet,
wurde er dasclbst erkannt, verhaftet und auf-
gehängt. — 10. Von einem Joseph V",
rady entbäli der „I^rotescänL k^pes 112,1,-
tär", d. i. Protestantischer Bilder-Kalender
(Pesth) Bd XI I , 4866, S. 49 einen Nekro<
log. Mir gelang es nicht, denselbm zur Ein-
sicht zn erhalten. — 11. Qadislaus V ü-
rady (gest, zu Neusohl 1794). Im Jahre
1727 zu Tymau in den Orden der Gesell' !
schaft Jesu aufgenommen, wurde er später
Präfect im ^onoict daselbst und kurz vor!
Aufhebung scincs Ordens Prediger und Dpe« !
rarins zu V^surhelu. ^lach Aufhebung deä» >
selben trat er ;ur Saculargeistlichkeit über!
und erhielt die Pfarre zu Neusohl, auf welchrr !
er auch im bohm Alter siarb. Von ibm!
erschien im Drucke: ,,1'd.EI.irum tiäuiitaliL i
:um, .^uranio 1^. V. .^.n ä!>2.ii8 / HeeieLiaa^
1780, I?oi.). — 11. ssni zweiter Ladislaus >
Vlirady (geb. 186Ü, gest. in Siebenbürgen ^
am 19. Februar 1860) war ein hoffnungs- i
roller scbr bogadter ungarischer Poet, d?r ^
un:er seinem eigenen Namen, wie unter den!
Pseudonmuen Phaon und Vt ar t in Kere< i
kes, mehrere, seiner Dichtungen veröffentlicht^
dat. Er starb, crst 27 Iabrc alt. und wurde j
sein früher Tod allgemein betrauert. I n j
große Neichs'Biloerkalender, 1861. I, S. 33?, !
ist Ladis laus V.irady's Nekrolog ent« !
halten. — 13. Iouise Vnrady, ».'ine unga< !
rische Schriftstellerin, trat in den Fünfziger» >
Iadr^n mit einem größeren novellistischen
Werke: .,Xüi>xiv ,'lotc", d. i. Irauenherzen'
lcben. 2 Bände (P?sth 1837) auf. ließ aber
spater keine Arbeiten ihrer Fcder mehr er«
scheinen. — 14. Mat th ias V^iradu. im
siebzehnten Iat'wunderc lebend, studirte zu
Franeker Ar;enoikunde und erlangte da-
selbst auch die medicinisckc Doktorwürde, bei
welcher Gelegenheit er die ^Oiüäei-tI.tic» in-
1669, 4".) durch den Druck veröffentlichte.
Nach seiner Heimkehr aus fremden Ländern bekleidete er in Siebenbürgen die Stelle eines
Predigers ^u Kezdi'Vasärheln (oder Neuniarkt)
und gab heraus in lateinischer Sprache die
Schrift „I)s voti5> und in magyarischer:
d. i. HiminlischeZ Windlichr oder die strahlende
Fackel. Ein großer Widersacher der Katdo«
liken, eiferte er inöb»sondere gegen dil Pro-
cessionen und die M?sse. sÄ^-ün.'/l s'.^,/«^.^.
^Ic-inaria, HuuFaroi-uin cü ?i'0vinc-iaNnln
scriotiä ^äitis uotoi-um ^osonii 1777, i>".,
Bd. I I I , l^. 487. — I'i?H^,?'5/,ii ^si^/i.>'.
Lnacincti». mc-äieorum Hungariae kl I'i^u-
L^Ivauiae diogi-a^liia. (Vittunad! 1778 el
L6<^ü., 1>a,ttuei'll, 8^.) tl.'6ntuii2, 11'^^ ^rä I I ,
!>. 4l)ö. — V u6.3.1) e äti ä2<?inl e, d. i.
Budapcstber Reuue (gr. 8".) Bd. IV, 18^8.
S. 209.^ — 13. Moriz Väraoo. ein ^ei'-
grnössischer Geschichtsforscher, von welchem in
7>I^ N2^)'2r ^lu^enm" 1836, Bd. I, S. 24t»
der Anfsatz: ,,.^ . u^zvä^^doni eü äog'^Viiri
iipotälvok tört^netedol a. XV. Lsäsadda,«.^
erschienen ist, und ebenda S. 341: ,,.^ . naz/-
Ko2>,'> <>!clevel«k". U '^ber den Verfasser fthlen
uns alle näberen Angaben, doch vermuthen
wir, daß er am (5ollegium der Piar'sten in
Klausenburg das Amt dcs jeweiligen Ncttorö
bekleidete, der zugleich Tirettor deö ^rdens-.
Obergmunasiumä und aus dem Prw'terstande
gewählter Rath deü dirigilenden Sena:oö de5
siebenbürgischm rönüsch ° kaidolischen Staiuü
ist. — 1»;. Ein Tamnel V:i >, a d i r-catt'.-
cir:e zu Beginn des laufenden Iabrbunocrtö
als Doccor der Medicin uno Geburtö^ilfe ^1
^larosväsärhely. Von ihm erschien im Druck:
elöaäaLa", d. i. Die Kuhpocken odcr knrze
Darstellung der naturgemäßen... Impfung
u. s. w. Mit Abbildungen (W'.cn 180!i.
Schrömbl, 8°.); auch übersehe er d.iä Werk
des berü^mien Wiener Augcnarucö Georg
Joseph Beer: „Pflege gesunder und ge-
schwächter Augen" ins Magyarische, unter
dem Titcl: ^(^anäviLe^'L Q2 l^^üöegeö <-6
gvengü ä^eniLkrü 65 a.i-1-a vak> o^iat-Iä erc."
(Wien 1803, 8".). — 17. Ein zweirer Samuel
Värad i. gleichfalls Doctor der Medicin und
Geburtshilfe, lebte in der ersten Hälfte des
laufenden Jahrhunderts als Stadtarzt zu
Nagy-Enyed. Im Dnick gab er beraus: ,^rn.-
äitllL 2 selvem l>2 e^Li-la ten>'<?Lxte2i-6 ,^
d. i. Unterweisung von der Zucht des Seiden,
rvurmes und Maulbcerbaumrs (NagwEnned
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Ullik-Vassimon, Band 49
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Ullik-Vassimon
- Band
- 49
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1883
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 348
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon