Web-Books
im Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Lexika
Wurzbach-Lexikon
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Ullik-Vassimon, Band 49
Seite - 277 -
  • Benutzer
  • Version
    • Vollversion
    • Textversion
  • Sprache
    • Deutsch
    • English - Englisch

Seite - 277 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Ullik-Vassimon, Band 49

Bild der Seite - 277 -

Bild der Seite - 277 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Ullik-Vassimon, Band 49

Text der Seite - 277 -

Varicourt) Regina Philibcrta 277 Varicourt, Johann Lambert ihn die adelige Gesellschaft „zum Distelzwang" als Mitglied und Stubengenojsen an. König Mar I I . von Bayern erklärte aber durch ah. Signat ä6o. 10. December 1832, daß dieses Bürgerrecht dem bayrischen Indigmat keinen Eintrag thue. Die früheren Besitzungen der Familie sind in Folge von Erbtheilung u. s. W. meist veräußert worden. Von jenen in Frankreich war Cret an der Rhone Eigen» Ihum des k. k. österreichischen Majors Fried- rich s^iehe die Zebensskizze S. 272^ welcher sich in Ungarn — Marmaros'Szigeth — an» kaufte und niederließ, aber sein ganzes Ver» mögen verlor; ein älterer Bruder Franz Lambert ist Besitzer deä Rittergutes Dürrn. ried mit Wasmutbhausen in Unterfranken. Außerdem besteht in der Familie ein Geld» fideicommiß (Familienkiste) in Bern. Einige besonders denkwürdige Sproßen der Familie Varicaurt. 1. Charles Jacques war um die Mitte des vorigen Jahrhunderts Parlamentsadvocat zu Paris und besorgte eine neue und vermehrte Auflage des Werkes: „tDoilkotion 6o 6sei2iou5 relativt-iz ä, Iu,Mris. xru.äsncs xar tsu Hl. Dsu i^^ i - t " (1768), drei Bände in 4". — 2. Daniel CSsar (geb. 1690, gest. 1773) diente in der Jugend als Officier im französischen Heere während des spanischen Erbfolgekrieges, widmete sich aber spater der Rechtswissenschaft und bekleidete bei dem Obergerichte der Landschaft Ger die Stelle eines OouLöillsi- und 5>rocu.rour clu, Roi. — 3. Sein älterer Sohn Stephan Vdaria (geb. 1726. gest, 1780) trat jung in die königliche Leibgarde, machte die Feldzüge 1744—1748 und 1761, 1762 mit und starb als Oberstlieutenant der Caoallerie und Ritter des Ordens vom h. Geist. — 4. Deö Vorigen Tochter Regina Phil iberta, uon Vol« taire als deiis st bonns gefeiert, vermalte sich 1777 unter des Dichters Ausvicien mit dessen Freunde, dem als Dichter und Mit« glied der Nationalversammlung bekannten reichen Marquis de Bi l let te, den vielleicht nur sein früher erfolgter Tod vor dem Schick» sale der Girondisten bewahrte, denn er starb, uon Marat und Robes Pierre heftig an< gegriffen, am 9. Juli 17dö natürlichen Todes. Nach Voltaire's Hinscheiden hatte Vil< lette den Besitz von Ferney, wo Vol ta i re viele Jahre gelebt, an sich gebracht. Er schrieb lyrische Gedichte. Tragödien und mehrere Opern. Ausführlicheres über ihn erfährt man aus I . M. Querard'ö «1.2 I^noe litr^- raii-b" (^g.i-15, Oiäot, 8°) toni. X (1834) S. 20«-208. - 3. Franz (geb. 1760. gest, 1789), ein Sohn des Stephan Maria, hielt als 321-66 äu co^L bei dem Ueberfalle der königlichen Familie zu Versailles in der Nacht vom 3. zum 6. October 1789 die Wache vor den Gemächern der Königin Mar ia An toi nette, konnte diese noch rechtzeitig von der Gefahr, welche sie bedrohte, in Kennt niß setzen und wurde von der eindringenden Bande auf seinem Posten niedergestoßen und ermordet. — 6. Peter Mar inus (geb. 1733. gest. 1822). des Vorigen Bruder, starb als Bischof von Orleans und Administrator des Bisthums Blois. — 7. Johann 3am- bert (geb. 1766. gest. 21. April 1846). ein jüngerer Bruder der beiden Vorigen, ist der Ahn» Herr der heutigen bayrischen und ungarischen Linie. Anfänglich diente er im Heere der aus» gewanderten Prinzen,- nach dem unglücklichen Feldzuge in der Champagne trat er in Militär« dienste des Cantons Bern, machte als Major im Generalstabe und Generaladjutant des Oberbefehlshabers Grafen von Erlach die Schlacht am Grauholze — 3. März 1798 — mit, in welcher er lebensgefährlich verwundet und nur mit Mühe aus den Händen der nach« setzenden Feinde und der eigenen revoltirenden Soldaten, die nach Verlust der Schlacht ihren General ermordeten, gerettet wurde. Nun trat er in englische Dienste, in welchen er vielfach zu militärischen und diplomatischen Sendungen und Geschäften, besonders am Rhein und in Oesterreich, dann bei den verbündeten 'Armeen (z. B. bei der Suwarow's) verwendet ward. Am 31. Juli 1801 verließ er mit Pension und dem Grade eines Oberstlieutenants des Gene» ralstabes die englischen Dienste und trat in jene des Kurfürsten von Main;, und zwar als Oberstlieutenant eines Infanterie »Regi» ments. Er blieb in dieser Stelle auch, als der Kurfürst von Mainz, damals Karl Freiherr uon Dalberg, Fürst «Primas und Groß» herzog von Frankfurt wurde. 1805, nach Stiftung des Rheinbundes, legte er seine Militärcharge nieder, um nicht unter Navo« leons Fahnen kämpfen zu müssen. Doch blieb er in Diensten des Großherzogs als dienst» thuender Kammerherr und Virechofmarschall. nach Auflösung des Großherzogthmns als wirklicher Geheimrath. Staatscommissär und Repräsentant des Souverains im Fuldaer Lande, dann als Schloßhauptmann sammt» licher Residenzen und Schlösser des Groß- herzoghums Frankfurt. Wie er von der
zurück zum  Buch Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Ullik-Vassimon, Band 49"
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Ullik-Vassimon, Band 49
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Ullik-Vassimon
Band
49
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1883
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
348
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
Web-Books
Bibliothek
Datenschutz
Impressum
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich