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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Ullik-Vassimon, Band 49
Seite - 282 -
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Seite - 282 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Ullik-Vassimon, Band 49

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N) Karl August 282 Varnhagen^ Karl August kein weiteres Interesse. Die unten ange- gebene Quelle gibt über dieselben Auf» schlüsse. — Zur Zeit stehen zu Oester- reich nur dieBrüder und Freiherren Theo- dor und Alfred von Varnbüler in einiger Beziehung. Ersterer (geb. 29. Sep- tember 1821) ist k. k. Hauptmann a. D. Am 17. Mai 1847 vermalte er sich mit Marie Karoline geborenen Men- hart (geb. 6. Juni 1826) aus Spalato in Dalmatien. Der Hauptmann muß mehrere Jahre in Brasilien gelebt haben, denn von seinen dreizehn Kindern sind daselbst einige geboren und einige ge- storben; sein jüngerer Bruder Alfred (geb. 13. November 1822) ist k. k. Ritt- meister a. D. <5onversationZ-3eri kon der neuesten Zeit und Literatur. I n vier Bänden (Leipzig 4834, F. Ll. Vwckhaus. gr. 8«) Bd. IV, S. 726. Varnhagen von Ense, Karl August (Schriftsteller, geb. zu Dussel« dorf am Rhein 21. Februar 1783, gest. zu Berl in 10. October 1838). Der Sohn eines pfalzbayrischen Medicinal» rathes, widmete er sich anfangs dem Stu» dium der Medicin, verlegte sich aber bald mit allem Eifer auf jenes der Philosophie und alten Literatur und gab, erst achtzehn Jahre alt, mit Adalbeit von Chainisso einen Musenalmanach heraus, welcher für die Jahre 1804,1803 und 1806 erschien. Indessen studirte er zu Hamburg, Halle und Tübingen weiter. Als jedoch 1809 der Krieg zwischen Oesterreich und Frank- reich zum Ausbruche kam, hielt es Varn- hagen, der schon früher einmal in die preußische Armee treten wollte, nicht länger, und er begab sich auf großen Umwegen, um den französischen Spionen zu entgehen, nach Oesterreich, wo er auch in den kaiserlichen Waffendienst trat. Er ! ^ kämpfte die Schlacht bei Aspern^mit und) wurde nach derselben zum Ofsicier im In- fanterie-Regimente Vogelsang befördert. Mit demselben focht er in der Schlacht bei Wagram, von welcher er spater eine meister- hafte Schilderung entwarf, und wurde schwer verwundet nach Wien gebracht. Daselbst mußte er seiner Heilung wegen längere Zeit verweilen und konnte erst im Laufe des Herbstes zu seinem in Ungarn ftationirten Regimente zurückkehren. Nun lernte ihn sein Oberst Fürst Bentheim» Stein furth, welcher in der Schlacht bei Wagram das bereits wankende Regi> ment mit der Fahne in der Hand dem Feinde entgegengeführt hatte, näher kennen. Varnhagen erwarb sich die persönliche Gunst des Fürsten, welcher ihn nach abgeschlossenem Frieden zu seinem Adjutanten und Begleiter auf Reisen erwählte und ihn auck im Jahre 18 l0, als er in einer Mission an Napoleons Hof in Paris sich begab, dahin mitnahm. Diese Momente sind Glanzpunkte in Varnhagen's Memoiren, obschon der« selbe mit seinem Salonstyl an der Gestalt Napoleons die Grenze seiner Por- trätirkunst erreichte. Dann folgte er dem Fürsten nach Prag, wo er mit Stein und Iustus Grüner in Berührung kam. Als- aber 18l2 Oesterreich an dem Feldzuge Frankreichs gegen Rußland Theil nahm, verließ er den österreichischen Dienst und begab sich mit Empfehlungen Metter« nich's nach Berlin. Daselbst entging er nur mit Mühe den französischen Verdäch- tigungen und trat 1813, unter Vorbehalt seiner preußischen Dienstanwartschaft, als Hauptmann in das russische Heer. Als Tettenborn's M.XI . IV, S. 39 u. f.) Adjutant, dessen Feldzüge er 1814 be» schrieb, zog er mit nach der Champagne und nach Paris, wo er seinen Rücktritt in preußische Dienste als Diplomat be« wirkte. 1814 ging er mit Hardenberg auf den Wiener Congreß und wieder an
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Ullik-Vassimon, Band 49
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Ullik-Vassimon
Band
49
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1883
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
348
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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