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Vass, Samuel 292 Samuel
LUco-Iirei-arü (I^5lini) 1842, Bo. I, S. 374:
„Nekrolog". — ^ eisn kor. ?o1itikl^i es
täi-ZHL eist ^Qe^IciQpHkäi.^a, d. i. Die Gegen«
wart. Politische und gesellschaftliche Encyklo«
pädie (Pesth 1858. Gustav Heckenast, gr. 8".) ! M Californien
S. 192. — Fei'^ ^ec>^.). lliiitolia.
l«.6, 40.) p. l.o und .68. - !
vsi (Pesth) Bd. VI (184(1—1842). S. 141: !
„Toldy's (damals noch Franz Schedel's) Ge<
däch^wde.aufV^
1844), ^ . 149. Von Ludwig B l t t n i c z . standes vorderhand an eine Rückkehr in
die Heimat nicht denken und begab sich
daher 1830 nach Amerika. 1831 soll er
mit zwei Landsleuten,
-«-! ^rp^d Haraszti und Urnay, eine
°' ^ großartige Goldscheidefabrik errichtet und
! aus derselben ein bedeutendes Vermögen
! gewonnen haben, aber durch Urnay
! wieder darum gebracht worden sein.
berühmte Publicist Julius Fröbel,
'! der mit Robert Blum 1848 nach
^ Wien ging und nach dem Falle der
' Vass, Samuel Graf Mitgl ied der! Stadt vom Kriegsgerichte gleichfalls zum
ungarischen Magnatentafel, geb. um ! Tode verurtheilt, aber, glücklicher als sein
4813).. Ein Sproß der alten siebenbür-! Gefährte, begnadigt wurde, fand bei dem
gischen Familie Vass-Czegei, welche ^ californischen Unternehmen des Grafen
ihre Stammregister bis in den Anfang Vass als Handlanger sein Brod. Im
des dreizehnten Jahrhunderts zurückführt Jahre 1834 kehrte der Graf nach Sieben-
und zur Stunde noch in mehreren Linien, bürgen, 1833 aber wieder nach San
blüht. Er ist ein Sohn des k. k. Käm-! Francisco zurück. Bei dem Umschwünge
merers Grafen Emmerich (gest. 1834) ! der Ereignisse in Oesterreich nach dem
aus dessen Ehe mit Rosa geborenen Freiin unglücklichen Feldzuge 1839 in Italien
Iosika, die sich später, nachdem ihr trieb es ihn heim, und er betheiligte sich
Gemal in den geistlichen Stand getreten, ! an der politischen Bewegung seines in
in welchem er 1841 eine Domherrenstelle > den swws ^uo antu 1848 zurückversetzten
zuWaitzenbekleidete, mit Adam Grafen ! Vaterlandes. Als mit dem Einladung^
Kendöffy ehelich verband. Graf Sa- schreiben slittsr^o reales) vom 14. Fe<
muel, der eine sorgfaltige Erziehung
erhielt, gewann nach gründlicher Aus»
bildung in den Wissenschaften denselben
einen solchen Geschmack ab, daß er ihnen,
vornehmlich im Gebiete antiquarischer
Forschung thätig, treu blieb, ohne jedoch
mit den Ergebnissen seiner Studien vor
das Publicum zu treten. Noch ziemlich
jung, wurde er in jener Zeit, da das Do-
bokaer Comitat noch bestand, von dem»
selben zum Abgeordneten gewählt. An bruar 1861 die Stände und Vertreter
Ungarns auf den 2. April dieses Jahres
in die königliche Freistadt Ofen zu einem
allgemeinen Landtage einberufen wurden,
nahm auch Graf Samuel Vass seinen
Platz auf der Grafenbank der Magnaten«
tafel ein und sprach in der siebenten
Sitzung des Oberhauses — 19. Juni
4861 — für die Adresse. ^Vergleiche
zum Verständnisse der Sachlage die Bio-
graphie des Abgeordneten Paul Iam-
der Erhebung der Ungarn in den Jahren bor Bd. X, S. 60^>. Seine Worte ver«
l848 und 1849 betheiligte er sich inso< hallten wohl nach der berühmten Rede
weit, als er sich 1849 in geheimer Mis-
sion nach Bukarest und Constantinopel des nachfolgenden Sprechers, des Ober-
gespans des Tornaer Comitates, Karl
schicken ließ. Unter solchen Umständen ! Raa>lyi. Nach einigen geographischen
konnte er nach Bewältigung des Auf- und antiquarischen Abschweifungen, die
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Ullik-Vassimon, Band 49
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Ullik-Vassimon
- Band
- 49
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1883
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 348
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon