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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Ullik-Vassimon, Band 49
Seite - 296 -
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V»«ik, Emanuel 296 Emanuel wurde zuletzt bei der Correctur der öechi» schen Manuscripte verwendet. Pospisi l war nämlich eben der Erste, der sich mit dem Verlage öechischer Schriften beschäf- tigte, denn bei ihm erschienen die Werke der Matadore der aufkeimenden öechischen Literatur, wie öelakovsk)', Chmela, Chmelensk^, Hanka, Klicpera, Pesina, Tomsa, Zieglei u. A. Unter den Correcturen öechischer Werke erwachte in Väsa der eigene Schaffens- drang, der sich zunächst nur auf eine Uebersetzung beschrankte, die unter dem Titel herauskam: ^V 2 odedo d. i. Basili- kräutlein; Gemälde edler, besonders das Herz ergreifender Vorgänge zum allge» meinen Vergnügen, besonders aber für die Jugend beiderlei Geschlechts (König- gratz1823; wieder 4828). Auch arbeitete er für verschiedene der damals erscheinen- den schöngeistigen öechischen Zeitschriften. Im Jahre 1837 errichtete er zu Chrudim seine eigene Buchhandlung, welche er zwei Jahre später nach öaslau verlegte, wo er während einer nahezu dreißigjährigen Thätigkeit das Geschäft in vollen Auf« schwung brachte und im Alter von 69 Jahren ftarb. I n Pospisil und Väsa erblicken wir nach dem Wieder« aufleben des öechischen Nationalbewußt' seins die Anfänge des öechischen Buch- für den geistlichen Stand bestimmt, besuchte er, zwölf Jahre alt, in Prag die Schule. Aber schon nach einem Jahre kehrte er nach Hause zurück, und nachdem die Gltern den Gedanken, ihren Sohn Geist- licher werden zu lassen, aufgegeben hatten, brachten sie ihn auf die Realschule in Pardubitz; daselbst beendigte er auch den pädagogischen Curs, wirkte dann einige Zeit als Lehrer und übernahm spater eine Erzieherstelle im Hause eines Guts- besitzers. Als aber 1840 seine Mutter starb, entsagte er der Lehrerlaufbahn und trat als Praktikant auf dem Wirth- schaftshofe des Barons Dobrzauski. auf Ouhrov ein. Aus dieser Stellung ging er nach Aufhebung der Patrimomal- gerichte im Jahre 1849 uach Prag, wo er sich an der polytechnischen Anstalt dem landwirtschaftlichen Studium widmete. Aber noch in demselben Jahre wendete er sich wieder dem Lehrfache zu und be- suchte bis 1830 als ordentlicher Hörer die Vorträge für Candidaten des Lehr- amtes in einer Volksschule unter Doctor Amerl ing. Nach abgelegter Prüfung noch einige Zeit in Prag mit Musik beschäftigt, trat er Anfangs October 1850 daselbst als Diurnist in die Dienste des Magistrates ein, in denen er dann auch verblieb. I n der Musik, für welche er immer großes Talent bekundete, war er frühzeitig unterrichtet worden, die höhere Ausbildung in dieser Kunst erhielt er und Verlagshandels, der in dem Ueber< ^ aber in Prag, insbesondere unter der läufer Kober seinen Höhepunkt erreichte. ./«nLmann ^asep^« Historie literü.tu,!'^ äeglc«, d. i. Geschichte der öechischen Literatur (Prag ö schm. 4".). Zweite uon4849, F. W. W. Tomek besorgte Auflage, S. Va§2.k, Emanuel (Lieder compv' nist, geb. zu öivice im Pardubitzer Kreise Böhmens am 23. December 1818). Von seinem Vater, einem Lehrer zu öivice, Leitung des Organisten Joseph Krejöi I M . XI I I , S. 190^>. Er war auf diesem Gebiete auch schöpferisch thätig, nament- lich als Liedercompositeur. Nur sind in Betreff seiner Compositionen und jener Joseph ssiehe den Folgenden^ die Angaben widersprechend. So er- scheinen sowohl in Doucha's I.ovnik^, als auch im .
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Ullik-Vassimon, Band 49
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Ullik-Vassimon
Band
49
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1883
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
348
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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