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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Ullik-Vassimon, Band 49
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. Georg verderblicher. Ein Geschütz nach dem anderen sah sich dieselbe genöthigt, aus dem Gefechte zu ziehen, so daß sie endlich durch eine frische Batterie ersetzt werden mußte. Aber Väsär- hely's Feurr wirkte auch auf diese ebenso verderblich wie auf die erstere. Dies hob den Muth der Mannschaft unserer Geschütze. Jeder Vormeister bemühte sich, es Väsilrhely gleich zu thun. und so wurde denn schon nach fünf Lagen auch die neue französische Batterie zum Schweigen gebracht. Aber der Gegner einwickelte immer mehr Artillerie und ließ bereits leine Infanterie zu Sturmcolonnen sich formiren. Der tapfere Vormeister, die Nichtigkeit seines Schusses kennend, brachte nun Ladung auf Ladung mit ooller Sicherheit und verheerender Wirkung in die französischen Üolonnen und riß breile Lücken in die Reihen der stürmenden Zuaven. Da wurde er von einem Geschoß schwer an der rechten Schulter getroffen. Aber mit antiker Seelenruhe unter» drückte er seinen Schmerz, ermähnte die kämpf« fähigen Kameraden zu Muth und Ausdauer und behauptete bis zum letzten Augenblicke seinen Platz, den er erst verließ, als Befehl gegeben ward, das Geschütz aus dem Feuer zu führen. Leider sind wir übcr das weitere Geschick dieses Helden nicht unterrichtet. ^Lor< beern, gesammelt uon den Soldaten des kaiserlichen österreichischen Heeres im Feldzuge 1839. Nach officiellen Quellen (Wien 1863) Heft 2, S. 39^. — 2. Franz Väsärhelyi» Bäba, im achtzehnten Jahrhunderte lebend, begab sich, nachdem er die unteren Schulen in EnyeD besucht hatte, zur weiteren Aus« bildung nach Frankfurt an del Oder. Daselbst übertrug er des berühmten reformirten Theo< logen Campegius Vitr ingaWerk über das geistliche Leben ins Magyarische unter dem Titel: „I^IKi slst 22 as: ^.2 Fr ^5115 2.N 1FK2 Kit iiitai I)6oltatott «L ö i, Ilka (Helene) lövid leirnsg," (I'ra.neolui'ti 1722, 8".). Ver» fasser des Originals ist nicht Campegius Vi t r inga der Vater (geb. 1639. gest. 1722), sondern dessen Sohn gleichen Vornamens (geb. 1693. gest. 1723). ^i"'cinz,l' l^e2iu«> 516- inoi-ik UnuFKroruni et ^i-ovincialluiu sei-i- M5 eüitis notoi-uin etc. (?oLouii 1777, .^. I^oene, 8".) tarn. II I , p. 488.^ — ä. Georg Väsiirhelyi (geb. Zu Maros- Väsärhely in Siebenbürgen 136<, gest. zu Klausenburg am 18. October 16^3). Im Jahre <53i trat er in den Orden der Gesellschaft Jesu, in welchem er zunächst sein Bestreben dahin richtete, im Missionswerke Verwendung zu finden. Und so wurde er denn in der Folge uon seinen Oberen, der Erste aus der Missions« anstalt zu Also-Lenduiir. nach dem unter tür» kischer Botmäßigkeit seufzenden Fünfkirchen entsendet, um dort die von dem Moslem geknechteten Christen in ihrer Gefangenschaft zu trösten und aufzurichten. Nach mehrjähriger Thätigkeit in seinem Missionswerke daselbst folgre er einem Rufe des mit den Türken verbündeten Siebenbürger Fürsten Gabriel Beihlen nach Oyulafejsrvär. um die Leitung des dortigen Jesuitencollegiums zu übernehmen und zugleich das Predigtamt auszuüben. In letzterem wirkte er zwanzig Jahre, bis zu seinem Tode. Im D uck gab Väsärhelyi heraus: „I^eti'i Oani8il 3. »I. Iv6r<.'82UL!ii Peter (Hanisius von der Gesellschaft Jesu kurzer Inbegriff der christlichen Wissenschaft (Wien 1604; neue Auflage 1617. M, Formica, 12".), diese Schrift enthält überdies einen Kalender, den ersten in Ungarn erschienenen, eine Chronologie der römischen Päpste und Kaiser und eine solche der Könige Ungarns uon 373 bis 1609; — „T^iiodunv tsvol^ ä k^rä.ese i^'o rövili keroütun^'i lel6l<erok", d. i. Kurze christliche Antworten auf einige verworrene Fragen (cbd. 1613; neue Auflage Episteln der durch das ganze Jahr von der Kirche bestimmten Sonn» und Feiertage und Betrachtungen darüber (ebd. 1618), neben der an den »luäsx ouriko Sigmund Grafen Forgäch gerichteten Widmung wieder ein Kalender; — «^2 kindkli nNa.w2.lc nösy U.WI56 6olz;air6i valo int<.'36lc", d. i. Mah» nungen über die vier letzten Dinge des mensch» lichen Thieres (16..), — und n^ewpis 1'a- n^äs n6z;>' lcön^vo", d. i. Die uier Bücher des Thomas a Kempis (Klausenburg — ) , wenn ich nicht irre. die erste magyarische Ueberschung dieses herrlichen Buches, ^ o - st I'l-ovittQilllium. 5ci-i^ )ti8 eäitls notolum (Visnna.6 1776, ^.. I^oevs. 8".) tom. I I I , l>. 489. — stasFs?' ^0 (VI6QN26 1835, 4°.) V. 376.1 " 4. I l ka (Helene), eine Tochter des 1833—1833 als Vicegespan des Araber Comitates fungirenden Johann Väsärhelyi aus dessen Ehe mit
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Ullik-Vassimon, Band 49
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Ullik-Vassimon
Band
49
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1883
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
348
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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