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bisher angeführten selbständig erschienenen
Schriften veröffentlichte Padre Vascott i
mehrere seine Heimat betreffende kirchen-!
geschichtliche Mittheilungen im Journal ^
^I^'I^ti'ia.") und zwar: ^äoppressionO >
!
^^ailsia" ^1830, Nr. 22^; — „k'oil.-!
äi 8. <Dlii^ ra, in Aoi-iLia." sebd.^' —
(^oi-^I^" »830, Nr. 29); —
Nr. 23^. Kostanjeuice — wo die Ueber-
reste des französischen Exkönigs Karl X.
beigesetzt sind — liebte er über Alles und
pflegte in seiner Begeisterung für diesen
Ort oft auszurufen,: ,,Vsiiir6 a
3t0350, 00M6 8U0i (iirsi, 0N6
KoNll O non. veder 11 I^H^a" (Uach
Görz gehen und Kostanjeuice nicht sehen,
ist so viel, als nach Rom gehen und den
Papst nicht sehen. Die Bestattung Vas-
cotti's, dessen Tod tief betrauert wurde,
war eine ungemein feierliche. Hladnik
dock nicht der bekannte r'rainifcde
Botaniker Fran; Hladnik — hat den
Hingang des edlen Priesters in einem
slovenischen Sonette beklagt, welches in
der Zeitung ^AZodn^l. D^nica," 1860
zum Abdruck gelangte.
(Laibach. 4«.) XIII. Jahrg. 186U. Nr. 40: '
,,O"erIi(.'Ä na, ^rod. Ooetu ivlaro Vaäoottiru.
Vlläek, Anton (Schriftsteller, geb.
zu Freiheitsau (Haj) inOesterreichisch-
Scklesien am 11. November 1829). Von
1842 bis 1848 besuchte er das Gymna-
sium, 1849 den ersten philosophischen
Jahrgang (damals Logik genannt) in
Olmütz, 1830 den zweiten (Rhetorik) in
Prag, wo er an der Universität sodann dem Studium der Philosophie und Phi>
lologie unter I . I . Hanu» sBd. VII ,
S. 339^ und Üelakovsk)' M . I I ,
S. 313^ sich widmete. Als Letzterer nach
Breslau übersiedelte, setzte Vagek seine
Studien für sich selbst in Prag fort. 1836
und 1837 bildete er sich in Wien zu
seinem Berufe heran und legte daselbst
auch im letztgenannten Jahre seine Lehr»
amtsprüfung aus dem Lateinischen und
Griechischen und im nächstfolgenden aus
dem öechischen ab. 1887—1838 wirkte
er als Supplent am Gymnasium zu
Troppau, noch 1838 wurde er wirklicher
Professor am Gymnasium zu Iglau, kam
in gleicher Eigenschaft später nach Kaschau
in Ungarn und 1860 wieder nach
Troppau, wo er öechische, lateinische und
griechische Sprache und Literatur lehrte.
Zuletzt als Professor an das k. k. Ober-
gymnasium mit öechischer Unterrichts-
spräche in Brunn versetzt, ist er daselbst
in dieser Stellung noch zur Stunde
thätig. I n Schlesien, während seiner
Dienstzeit in Troppau, beschäftigte er sich
neben seinem lehramtlichen Berufe mit
der Propaganda für öechische Sprache
und Literatur, um welche sich damals die
Schlesier, insbesondere die Troppauer,
gar nicht oder doch nur wenig kümmerten.
Und weil er eben das öechische so schlecht
bestellt fand in dem vorwiegend deutschen
Kronlande, in dem der öechisch-nationale
Gedanke weder ein Bedürfniß noch über-
haupt erwacht war, begann er, als 1860
das October-Diplom, mit welchem die
Saat des nationalen Haders in die Halme
schoß, ins Leben trat, seine Vorbereitun-
gen zur Üechisirung der Schlesier, indem
er auf seine eigene Rechnung das Wochen»
blatt: „OpHvskF dezsänili^ d. i.
Troppauer Unterhaltungsblatt, heraus-
gab, welches er später in ein politisches
Journal umänderte. I n der Redaction
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Ullik-Vassimon, Band 49
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Ullik-Vassimon
- Band
- 49
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1883
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 348
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon