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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Vrčevic-Wallner, Band 52
Seite - 270 -
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Seite - 270 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Vrčevic-Wallner, Band 52

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Mallis, Pattiz Olidier 270 is) Patch Olivier theidigt wurde, sondern auch weil es durch seine günstige Lage einen großen Theil der übrigenWerke beherrschte. Des Grafen Gesuch ward angenommen. Nun com> mandirte als eigentlicher Chef General- major Freiherr von Am ad ei jene Co> lonne. Doch hatte Wall is, da er das Terrain der Festung sehr genau kannte, von dem Feldmarschall 3o udon die Er> laubniß erhalten,den Angriffsplan zu ent- werfen. Die zum Angriffe, welcher in der Nacht stattsinden sollte, bestimmte Truppe bestand aus zwei Grenadier,, und vier Musketier-Bataillonen. Graf Wal l is theilte nun die sechs Bataillone in vier Colonnen, deren erste er selbst gegen das Fort führte, die zweite unter Major Gra- fen Truch seß griff die Verbindungslinie zur Rechten, die dritte, an deren Spitze Major Patkul stand, jene zur Linken, die vierte, commandirt vom GrafenD o m« basle, die Galgenredoute an. Die allem Anscheine nach von dem Angriff benach» richtigten preußischen Bataillone standen schon seit der fünften Nachmittagsstunde in Bereitschaft und empfingen die Stül> inenden mit einem mörderischen Kartät- scheu» und Musketenfeiler. Viermal wichen die Bataillone der ersten Colonne mit außerordentlichem Verluste von den Pallisaden des bedeckten Weges bis hin» ter die Wolfsgruben zurück. Immer wie- der ordnete sie ihr tapferer Führer und eiferte sie endlich zum fünften Sturme an, indem er sich wieder selbst an die Spitze stellte und Allen voran in den be- deckten Weg sprang. VierGrenadier-Com» pagnien der ersten Colonne waren schon bei dem ersten Sturme dahin gedrungen und hatten sich auch tapfer behauptet, aber dem concentrirten feindlichen Feuer ganz ungedeckt preisgegeben, schmolzen sie so zusammen und fanden sich durch die Anstrengung des l.angen Kampfes so erschöpft, daß sie die Ersteigung nicht aus- zuführten vermochten. Hinter den stür- menden Colonnen stand ein Bataillon London-Infanterie als Reserve. Zu diesem eilte nun Graf Wall is und mit den Worten: „Kinder, erinnert Euch, daß unser Regiment den Namen Loudon führt", feuerte er es zum Angriff an, und die Loudoner folgten todesmuthig ihrem Heldenführer. Zwei auf dem Wege vorgefundene Leitern wurden von den Officieren erfaßt und der Mannschaft voran bis zum bedeckten Wege getragen. Auf diesen beiden Leitern stiegen nun die Loudoner, unbeirrt durch den Hagel von Kugeln, der rechts und links einschlug, auf die Enveloppe, dann in den Hauptgraben und zuletzt auf die Brustwehr des inneren Werkes und drangen mit solchem Ungestüm vor, daß die Preußen, so wackeren Widerstand sie auch leisteten, zuletzt doch um Pardon bitten und ihre zehn Fahnen nebst den Kanonen des Forts den heldenkühnen Stürmern als Siegeszeichen überlassen mußten. Etwas abweichend, vornehmlich in den Namen der Führer der Sturmco« lonnen, berichtet darüber Julius Eckardt in seinem Werke: „Ruffische und baltische Charakterbilder aus Geschichte und Lite» ratur (Leipzig 4876). Diese auch sonst interessante Stelle lautet: „Schweidnitz war nicht nur ein wichtiger, sondern auch starker Platz und zählte 3900 Mann Besatzung. Die Angreifer, welche in vier Colonnen unter Führung des Generals Giannini, dann der Oberste O'Don- nell, GrafWall is, Kaldwell, Fink, Rumel und De Vins vorrückten und um </z3 Uhr Morgens aufBefehl des den Angriff leitenden Generals Amadei zum Sturm schritten, wurden mit furchtbarem Geschütz» und Kleingewehrfeuer empfan' gen und konnten nur Schritt um Schritt
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Vrčevic-Wallner, Band 52
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Vrčevic-Wallner
Band
52
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1885
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
342
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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