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Wallner, Anton 293 , Georg
einige Gelegenheitscantaten, eine Oper
m zwei Acten unter dem Titel: „Der
erste Kuß"; fünf mit ungemeinem Beifall
aufgenommene Notturnen auf vier Stim»
men, mit Begleitung der Flöte, des Clari»
nets, des Hornes und Fagots; einen
Canon mit Variationen; ein Adagio und
einen Marsch, componirt im November
1796. Ein großes Notturno auf vier
Stimmen mit Begleitung der vorerwähn»
ten Instrumente ist eigentlich nur eine
Folge von sieben Notturnen, welche eine
ganze Serenade bilden, und von denen
das siebente, ein Marsch, Abschieds-
worte an die Personen enthält, welchen
das Standchen gewidmet war. Von
allen diesen Kompositionen sind aber
einige Jahre nach seinem Tade (1802)
nur «Notturni 2. 4 vooi oon Osind^o"
in Stich erschienen.
Gerber (Ernst Ludwig). Historisch-biogra»
phisches Lerikon der Tonkünstler u. s. w.
(Leipzig 1792. Breitkopf, gr. 8".) Bd. IV,
Sp. 500.
Noch sind folgende Personen des Namens
W a l l n e r bemerkenswerth: 5. Alfred
Wal lner (geb. zu Dobromi l in Galizien
am 12. October l84l»). Er kam 1362 aus dem
Cadeteninstitute zu Eisenstadt in die Wiener»
Neustädter Militärakademie und aus'dieser
am 9. Mai 1866 als Lieutenant minderer
Gebühr zu Gyulai'Infanterie Nr. 33. Mit
dem Regimente rückte er in den Feldzug 1866
gegen die Preußen in Böhmen und fand am
3. Juli bei Königgrätz den ehrenvollen Sol«
datentod für Kaiser und Vaterland-. —
2. Andreas Wal lner siehe Wal lner
Franz T. 292 in den Quellen. — 3. Ein
anderer Anton Wal lncr, der im Anfang
der Dreitziaer-Iahre als Miniatur« und Oel-
maler auf den Wiener Ausstellungen erschien.
So sinden wir von ihm auf der Iahresaus«
stellung 1330 in der k. k. Akademie der
bildenden Künste bei St. Anna in Wien:
„Maria mit dem Jesuskinde und Johannes"
Miniatur nach Andrea del Sar to — und
ein zweites Miniaturbild nach Rubens- —
und in der Iahresausstellung 1834 Bildnisse in Oel, eines davon ein weibliches, eine
Diana. Später stellte er nicht wieder aus.
Weder Nagler. Tschischka. Biehler.
Mül ler und Klunzinger. nock Andere
erwähnen ihn. — 4. Ferdinand Fr .
Wal ln er. ein Componist, welcher um die
Mitte der Sechziger'Iahre in Lemberg lebte,
wo er eine ^I'HlltHiLi« bri!l2.lits «ur äsg
tköniss polouaiL« bei Milikowski als 0x. 12
erscheinen ließ. Seine fiüheren und späteren
Opera sind unbekannt. — 3. Franz Wall»
nerdientel813im kaiserlichen Dragoner«Negi<
mente Nr. t2. damals Riesch.Dragoner, und
machte als Oberlieutenant die Völkerschlacht
bei Leipzig mit. Das Regiment hielt im
heftigsten Geschützfeuer mit wunderbarer
Sündhaftigkeit aus. und Oberlieutenant
Wal lner that sich bei dieser Gelegenheit so
hervor, daß Feldzeugmeister Graf Collo»
redo in seiner Relation ihn deshalb aus»
drücklich belobte. ^Thürheim (Andreas
Graf). Gedenkblätter aus der Kriegsgeschichte
der k. k. österreichisch.ungarischen Armee (Wien
und Teschen 1882. Prochaska, Ler. "8".)
Bd. I I , S. 108, Jahr 1813.) — 6. Ein
anderer Franz WaUner zeichnete sich in
neuerer Zeit im Felde aus. Derselbe diente
1839 als Lieutenant im Infanterie-Regimente
Nr. 47, damals Graf Kinsku, mit welchem
er in Italien stand. Für sein tapfere^Her«
halten in der.,Schlacht^b^ No'tferino am
24. Juni 1859 wurde ihm die allerhöchste
Belobung zutheil. ^Thürheim (Andreas
Graf). Gedenkblätter aus der Kriegsgeschichte
der k. k. österreichisch'Ungarischen Armee (Wien
und Teschen 1882, Prochaöka, 3er.'8°.)
Bd. I, S. 472. Jahr 1839.) — 7. Georg
Wal lner (geb. 1828. gest. in Neichenau
nächst Wien am 20. März 1876) studirte an
der Wiener Universität Medicin, erwarb
sich daselbst aus dieser Wissenschaft die Doc«
torwürde und richtete in der Reichenau nächst
Wien auf der Besitzung der Gebrüder
Waißnir ss. d. S. 133 und 134) um die
Mitte der Fünfzi^er.Iahre das Rudolfsbad,
eine Kaltwasserheilanstalt, ein. deren Leiter
er bis zu seinem Tode blieb. Um das große
Publicum mit den Verhältnissen dieser Anstalt
bekannt zu machen, veröffentlichte er die
Schrift: „Die Kaltwasserheilanstalt Rudolfs»
bad in Reichenau nächst Gloggnitz. Ein
Führer für Curgäste und Fremde. Mit
mehreren Ansichten. Plänen und Karten".
(Wien 1867. Sallmayer und Comp 8"..
S. 6i'>. — 8. Georg Wallner. Unter dem
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Vrčevic-Wallner, Band 52
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Vrčevic-Wallner
- Band
- 52
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1885
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 342
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon