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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Weil-Weninger, Band 54
Seite - 149 -
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Seite - 149 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Weil-Weninger, Band 54

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ist, Ferdinand 149 iß) Gabriel neien und ärztlicher Pstege, mit Kleidung. Büchern, Schulrequisiten u. d. m. ununter- brochen unterstützt und seit vier Jahren keine Beiträge zu diesem Zwecke mehr eingehoben wurden, in meiner Verwahrung ein Fond, bestehend auö Staatsschuldverschreibungen im Nennwertd von 4700 ft. Conuentionsmünze und 36 ft. ^ kr. Wiener Währung." Nach der Bestimmung des Stifters sind nun von den Interessen dieses Capitals auf Stipendien für arme fleißige und gesittete Studirende jährlich i;<) st., für die vom Gymnasiald.'l'l'cwr Kral gegründete Unterstützungöbibliothek, aus wel' cherarme Gymnasiasten mit den nöthigen Zehr- und Hilföbüchern versehen werden, jährlich 50 ft. und der Rest für ärztliche Pstege, Arzeneien und sonstige Unterstützungen armer Schüler, die Fundserträgnißüderschüsse aber zu einer neuen Auflage des Gebetbuches und zur Vermehrung der Zahl, dann zur Erhö- hung des Betrages der Stipendien auf 36 fl. zu verwenden. Die Stiftung trat noch im Jahre 4856 zu Ledzeiten des Stifters, der darüber selbst verfügte, ins Leben. sNotizen» blatt der historisch-statistischen Section dcr k. k. mährisch'schlejlschen Gesellschaft zur Be- förderung des Ackerbaues, der Natur^ und Landeskunde. Redigirc von Christian Ritter d'Eluert (Brunn. 4".) Jahrg. 1837. Nr. 10. S. 80: „Neiß'sche Stiftungen am Gymua» siuin zu Bnmn.^ — 4. Ferdinand Weiß von Finkenau Freiherr (geb. zu Prag am 17. Juni 178!>. gest. zu Preßburg am 3. No< vember 185';), dessen Vater Joseph k. k. Feld- marschall-Lieutenant und seinerzeit Festungs- commandant von Komorn war. trat im Mai 179« zur militärischen Ausbildung in die Wiener-Neustädtcr Al'adcun'e. aus welcher er am 1. September 1808 als Fähnrich zu Vogelsang-Infanterie Nr. 47 ausgemustert ward. Im Negimcnte rückte er 1809 zum Lieutenant und wenige Monate später zum Oberlieutenant vor. I in Februar 1810 zu Nerven-Infanterie Nr. 4,9 übersetzt, tam er von da im März 1814 als ^apitainlicute« nant zu Gyulai-Infanterie Nr. 6». in w?l< cheni Regimrnte er im März 1821 wirklicher Hauptmcmn wurde. Aus demselben im Juli 1831 als Major zu Bakonyi - Infanterie Nr. 33 befördert, trat er in dieser Eigenschaft ein Jahr danach in Penston. Weiß nahm an den Feldzügen 18l)9 bis 1813 Theil, wurde in der Schlacht bei Aspern für ausgezeich« netes Verhalten von Erzherzog Kar l beför- dert und kämpfte auch rühmlich in der Schlacht bei Leipzig. Bald nach seiner Be< fürderung zum Major erkrankte er an einer Lähmung, welche in kurzer Zeit seine Ver- setzung in den Ruhestand zur Folge datte. Alle nach seiner Genesung ultternommenencn Schritte zur Erlangung der Wiederanstellung scheiterten an dem damaligen Grundsätze, daß, wer einmal als Realinvalid erklärt worden, nicht mehr als diensttauglich ange- sehen werden könne, ob er genesen sei oder nicht. Dieser Vorgang erbitterte den ehr» geizigen Kri^ismattl?, der sich nun in sick selbst zurückzog und die unfreiwillige Muhe zu kriegsgeschicktlichrn Arbeiten verwendete, welche sich in seinem Nachlasse vorfanden und unter Anderem auä) die Biographie des Feld- Zeugmeisters Grafen Kinsky und icne seines eigenen Vaters enthalten; ferner eine detail- lirte „Beschreibung der Schlacht bei Aspern" und „Aufzeichnungen eines österreichischen Tsfieiers in Paris". Was mit diesen Arbeiten geschehen, ist uns nicht bekannt. M i l i t ä r« Zeitung (Wien. 4") 1833. Nr. 1!3: „N?. krolog".) Siede üuch I o sep hWeiß von Fin» kenau S. 152. Nr, 17. — 3. Franz Weiß, Pianofabrikant, der im eisten Viertel unseres Jahrhunderts lebte und am 17, Februar 1826 ein zweijähriges Privilegium auf die Elsin» düng eines neuen aufrechtstehenden Piano» forte erhielt, das die Gestalt einer auf einem Säulenfüße ruhenden Apolloleier batte und das er Apol l i r ikon nannte. Unter den Vorzügen, welche dieses Instrument besaß, sei nur der Vorrichtung gedacht, durch welche das Versagen des Tones vermieden wurde. Vielleicht ist dieser Pianofabrikant Weiß derselbe, dessen Ernst Ludwig Gerber in seinem neuen „Lerikon der Tonkünstler" »Vd. IV, Sp. 539) gedenkt. — 6. Franz Michael Constantin Weiß. Weltpriester in Wien. hat sich durch eine Studenten« stiftung, datirr Wien voin 28. Trptember 17»!4. selbst ein schönes Denkmal gesetzt. Die« selbe betragt jährlich 4s fi., jedoch kann ein Stiftling nicht länger als fünf Iadre in ihrem Genusse bleiben. Dcn Bmefü-iaten bei St. Peter steht das Präsentationsrecht zu. lMeusau (Anton Neichsritter v.). Geschichte der Stiftungen, Erziehungs« und Unterrichts« anstalten in Wien von dcn ältesten Zeiten bis auf gegenwärtiges Jahr (Wien 1803, 8".) S. 423.) — 7. Gabriel Weiß (geb. zu Veszprim in Ungarn 1800. Todesjahr unbe« kannt). Ein Sohn mittelloser jüdischer Eliern. besuchte er die Nonualschule, seines Gcburts«
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Weil-Weninger, Band 54
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Weil-Weninger
Band
54
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1886
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
346
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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