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Weiß, Joseph Meiß, Julian
mcr kanisch-,'5 Freiwilligencmps bildete, trat !
auch Wci5 'in November l8l>4 in kaiserlich j
merikanische Dienste, rückte in denselben Ende !
Mai 1863 zum Lieutenant höherer Gebühr!
und noch im September desselben Jahres^
ilün Oberlieutenant vor. In den nun zum i
Schutze des Kaiserreichs gegen die beimischen ,
Rebellen stattfindenden Kämpfen zeichnete er!
fick zu wiederholten Malen aus. So erkämpfte !
er sich für sein hervorragend tapferes Ver«
halten bei Tecuicuilco am lt. Ottober 18<;3
die bwncene Militär-Verdienstinedaillc, dann
für seine bei Aauadulce am 2, März 186t>
bewicscilc Tapferkeit das Ritterkreuz des
Guadeloupeordens. Als nach der tragischen
Katastrophe in Meriko Jene. die dem Kaiser
dahin gefolgt waren, in ihre Heimat zurück'
kehrten, trat auch Weiß conventionsmäßig
alö Lieutenant minderer Gebühr bei seinem
früheren Negimente Nr. 70 wieder ein und
kam für längere Zeit im militär-geographi.
schen Institute zu Wien in Verwendung.
Doch sagte ihm dicS auf die Dauer nicht zu,
er quimrie seinen Dienst und widmete sich
alü Sänger der Bühne. Im Jahre I8?i) war !
er Ä)iitglied des Theaters cwlia 8cl»,la in
Mail.'.i'.d Seine feineren Schicksale kennen ^
wir nicht. — 13. Joseph Weiß. ein geo- ^
metrischer Zeichner in Salzburg, der zu Be« z
aii^n d>'s laufcnoen Jahrhunderts folgende
wichtige Punkte des Salzburger Gebietes
aufnahln: „Die Muhr im Lungau uon
St. Michael abwärts"; — „Die Talzach
von den 5>fen biv Kuchel mit der anliegen-
den Gegeno", in 4 Sectionen l8l>2, diese
Vllbeit führte W e i ß in Gemeinschaft mit
?<'.'. Pichler aus. der damalü k. k. Revier«
fester in <er Lidaun. k. k. Landgericht Thal«
.^ill. war; — „Das Ziegenstadel-, Bier- und
We^tnioov im Oer^än Laufm" ^uö; —
„Die Eschbachfreie im Gericht Timnonin^";
— drn „^inetin^ersilz"; — „Das Mitter«
moos im Techol)". Gericht Wagins,; — den
„Kulbingerfilz (auch Kolniingerfil; genannt)",
Gericht Tittmoniü^; — das „Pfas'fin^er'
Nöttl'", „Raulenfteiner-", „Tratt-", „Falker>".
„Hipfelsainer«", „Bühel-", „Tettenhaliscr«" und
„Fröschlmooä"; — den „Ufortinncrsilz" und
daö „Ibnerweitmooü". In den Zwanziger--
Jahren war W ei ß auf einer Graf B u c q u o y'-
schen Heirschaft in Böhmen anbellt. l^K och-
Hiernfeld (Joseph Ernst Ritter o.). Histo-
risch'stclatLokonomische Notizen über 2traßen<
und Wasserbau in Tal;dura und Berchres«
^dcn (Salzburg !8N, ü",) 3. li»^. l'»8. 1W/I — l«. Joseph Weiß. Maler und Graveur
zu Salzburg im ersten Viertel des laufenden
Jahrhunderts. Bezüglich seiner Malerkunst
wird in Pi l lwein 's unten bezeichnetem
Werke nur von seinem Transparente be«
richtet, welches bei der zur Huldiqung des
Kaisers Franz I. in Salzburg am l^.Iuni
181« statiaefundenen Illumination am Auf-
gange des Capucinerberges vor der Linzer«
gasse zwischen den zwei Eingangsbögen zu
sehen war. P i l l w e i n beschreibt dieses
Transparent ausführt ck und erwähnt ferner,
daß Weiß auch Petschaften stach. ^Pill«
wein (Äenedict). Biographische Schilderun»
gen oder Lerikon salzburgischer theils verstor»
bencr, theils lebender Künstler, auch solcher,
welch? Kunstwerke für Salzburg lieferten
(Salzburg i«2i. Mayr'sche Buchhandlung,
kl. 8^.) S. 253.) — <?. Joseph Weiß von
Finken au, den wir auch. wie in des Grafen
Thürheim „Gedenkblattern", als Weiß
von Funken au verzeichnet finden, ist wahr«
scheinlich der Vater des Hauptmannö Ferdi-
nand W e i ß von F i n k e n a u ^ 2. l49. Nr. 4) .
Als Oberst des Inf.mterie-Negimentä Vogel-
sang Nr. 4? that er sich in der Schlacht bei
Aspern am 2l. und 22. Mai 1809 so hervor,
daß er in der Relation neben seinem Regiments«
inhaber Feldmarschall » Lieutenant Vogel«
san g unter den Ausgezeichneten genannt und
am folgenden Tage. am 23, Mai. in Würdt°
gung seines Verhaltens zum Generalmajor
befördert ward. In der Folge wurde er
Feldmarschall,'Lieutenant und Festungscom-
lttündant von Komorn. Seine Erhebung in
den österreichischen Adelstand war schon 1803
mit Verleihung des Prädikates von Fin»
kenau erfolgt. Später erhielt er den Frei--
herrntitel. ^3 h ü r h e i m (Andreas Graf).
Ocdenkblätter auü der Kriegsgeschichte der
k. k. österreichischen Armee (Wien und Teschen
1882. Prochaska. gr. 8".) Bd. I, S. 314,
Jahr 18U9.) — 18. Ju l ian WeiH (geb. zu
Telueöuär am 1. November 1838). Gegen
den Willen seines Vaiero, der ihn für den
Handelsstand bestimmte, »nachte er seine, Stu.
dien in Temeüu^r, Wien und Bndapcsth.
188i) widmete er sich der Journalistik und
kehrte alü Mitarbeiter einer Zeitschrift in
seine Vaterstadt zurück. Von da begab er sich
nach Wien und uon dort im Auftrage der
„Wiener allgemeinen Zeitnng" als ihr Ver-
treter nach Budapesth, wo er zur Zeit lebt.
Auf schöngeistigem Felde als Schriftsteller
thätig, gab er bisher im Druck heraus:
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Weil-Weninger, Band 54
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Weil-Weninger
- Band
- 54
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1886
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 346
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon