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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Weil-Weninger, Band 54
Seite - 153 -
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Weil), Karl „Halbseide". Novellen (1881) und „Nipp« sacken", humoristische Gedichte (1881). Auch übersetzte er aus dem Ungarischen Einiges von Maurus Ioka i , so den Roman „Zonen des Geistes" und die Dichtung „Götterdurg". ^Deutscher Li teraturkalender auf das Jahr 1884. Herausgegeben von Ios. Kürsch- ner. Sechster Jahrg. (Berlin und Stuttgart. W. Spemann. 32".) V I . Jahrg., T 284.) — 19. I . H. Weiß. ein israelitischer Schrift' steller der Gegenwart, der in Wien lebt und bisher folgende Schriften durch den Druck veröffenttichle: „Mechilta. der älteste hala> chische und hagatische Commenta.r zum 2. Buche Mosis. Kritisch bearbeitet und com« mcntirt nebst einer Einleitung über die histo' rische Entwicklung der Halacha und Hagada in den ältesten Zeiten" (Wien 1>6^. Herzfeld und Bauer, gr 8"., 112 S.); — „Nezach Israel (Sieg Israels). Eine Vertheidigung für den Nabbiner Lazar Horwitz über die gerichtliche Beeidigung bezüglich der Gerichts« Verhandlung des Preßprocesses Kuranda coini-a. Brunn er" (ebd. 1866, Knöpflmacher, 8".): -- „Zur Geschichte der jüdischen Tra» dition, I. Theil: Von den ältesten Zeiten bis zur Zerstörung des zweiten Tempels" (Wien 1871, Herzfeld und Bauer, gr. 8°). — 29. Kar l Weiß (geb. zu Mödling bei Nicn 12, Februar 1844. nach Anderen schon am 4. October 1842. gefallen in Dalmatien am 21. October 1869). Ü'r trat I8o8 zur militärischen Ausbildung in die Wiener«Neu- städter Akademie, aber schon -im Juli 18^9 wieder aus derselben. Noch im nämlichen Jahre diente er als l>'adet beim 10. Jäger« bataillon. 1860 als solcher beim 27. Jäger« lataillon, in welchem er Ende April dieses Jahres zum Lieutenant minderer Gebübr vorrückte. Anfangs Juni 1866 kam er zum rombinirten A6. Jägerbalaillon. wurde noch im nämlichen Monat Lieutenant höherer G?« bühr und nahm an dem Feldzuge. 1866 in Italien Theil. In der Schlacht bei (^ 'ustozza am 24. Juni gerieth cr in feindliche Ge- fangenschaft, aus welcher er nach Abschluß des Friedens zurückkehrte. Für sein in diesem Feldzuge bewiesenes tapferes Verhalten erhielt cr am 4. November 1866 das Militär« Verdienstkreuz. Am 1. September 1866 wurde er wieder beim 27. Iägerbataillon eingetheilt und mit dem Depolcadrecommando des« selben betraut. Während das Bataillon zu Mauer bei Wien stationirte. befand er sich in Gratz. Als es d,-:nn im Herbste 1869 nach Weiß, K.irl Budua in Dalmatien translocirt wurde, bat er um Enthebung von seinem Posten, um mit seiner Truppe nach Dalmaticn zu mar« schiren, wo dieselbe zur Bekämpfung des im Süden ausgedrochenm Aufstandes in Vrr< Wendung kam. Bei der Uederrumpelung des Forts Stcmjeuic durch die Insurgenten ani 21. Ottober 1869 fand Lieutenant Weiß den ehrenvollen Toldatentod. sSv obo da (Jod.). Die Zöglinge der Wiener'Nrustädier Militär^ akademie u. s. w. (Wien 1870. Geitler, schm. 4".) Sp. 1029; Nlick diesem geb. ani 12. Februar 1844. — O e st e rr ei ch i sch e Wehrze i t ung (Wien, gr, 4«.) 186U. Nr. 221: „Die Opfer des dalmatinischen Aufstandes"; nach dieser geb. am 4. October 1842.^ — 21. Kar l Weiß. gegnwärtig Oberlieutenant im 20. Feldsäger - Bataillon, tam mit demselben znm Truppeneorps. welches zur Bekämpfung des 1881/82 in der Herregovina. in Süd-Bosnien und Süd» Dalmatien ausgrbrochrnen 'Aufstandes beor> dert wurde. Als die Insurrektion mit der Ermordung des Gendarimrieposten-^omnian» danten von Hatrlj am 4. und Aufhebung dieses Postens am 11. Jänner 1882 anch innerhalb des Bezirkes Bilek begann und die Anstalten zum energischen Vorgehen gegen die Insurgenten, welche bereits manche Vor» theile errungen hatten, getroffen wurden, commandine Oberlieutenant We iß die A, <Hompagn!e. Am 19. Iänncr mit einem und einem halben Zuge zum Schutze unserer rechten Flanke in die Einsattelung zwischen Vardar und Ogra^- entsendet, wurde er schon beim Ausstiege durch eine etwa 4li Mann starke Insurgcntenbande vom Ogra«.- her heftig beschossen; n'chts desto weniger drang cr mit seinen Leuten entschlossen vor und erwiderte mit einigm wirksamen Schwärm« salvcn das Feuer der Insurgenten, worauf diese sich eilig auf Doll.j..' Vrbica zurück- zogen. Bald aber sah cr sich mir seiner schwachen Abtheilung einer weit überlegenen Insucgentenschaar gegenübergestellt, welä>e ihn mit lebhaftem Feuer empfing. Er rückte jedoch mutbia vor, da erst, wenn die öst« lichen Emfassmig5l)öhen von den Unserm ge» nommen waren, ein Vordringen unserer Hauvtcolonne möglich ward. So beschloß er denn. trotz seiner numerischen Schwäche den Ort anzugreifen, eröffnete e^n heftiges und sehr wirksames Schwarmfeuer und ging, als cr die darüber im Haufen der Insurgenten entstandene Verwirrung gewahr wurde, sofort
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Weil-Weninger, Band 54
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Weil-Weninger
Band
54
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1886
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
346
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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