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Weil), Karl
„Halbseide". Novellen (1881) und „Nipp«
sacken", humoristische Gedichte (1881). Auch
übersetzte er aus dem Ungarischen Einiges
von Maurus Ioka i , so den Roman „Zonen
des Geistes" und die Dichtung „Götterdurg".
^Deutscher Li teraturkalender auf das
Jahr 1884. Herausgegeben von Ios. Kürsch-
ner. Sechster Jahrg. (Berlin und Stuttgart.
W. Spemann. 32".) V I . Jahrg., T 284.) —
19. I . H. Weiß. ein israelitischer Schrift'
steller der Gegenwart, der in Wien lebt und
bisher folgende Schriften durch den Druck
veröffenttichle: „Mechilta. der älteste hala>
chische und hagatische Commenta.r zum
2. Buche Mosis. Kritisch bearbeitet und com«
mcntirt nebst einer Einleitung über die histo'
rische Entwicklung der Halacha und Hagada
in den ältesten Zeiten" (Wien 1>6^. Herzfeld
und Bauer, gr 8"., 112 S.); — „Nezach
Israel (Sieg Israels). Eine Vertheidigung
für den Nabbiner Lazar Horwitz über die
gerichtliche Beeidigung bezüglich der Gerichts«
Verhandlung des Preßprocesses Kuranda
coini-a. Brunn er" (ebd. 1866, Knöpflmacher,
8".): -- „Zur Geschichte der jüdischen Tra»
dition, I. Theil: Von den ältesten Zeiten bis
zur Zerstörung des zweiten Tempels" (Wien
1871, Herzfeld und Bauer, gr. 8°). —
29. Kar l Weiß (geb. zu Mödling bei
Nicn 12, Februar 1844. nach Anderen schon
am 4. October 1842. gefallen in Dalmatien
am 21. October 1869). Ü'r trat I8o8 zur
militärischen Ausbildung in die Wiener«Neu-
städter Akademie, aber schon -im Juli 18^9
wieder aus derselben. Noch im nämlichen
Jahre diente er als l>'adet beim 10. Jäger«
bataillon. 1860 als solcher beim 27. Jäger«
lataillon, in welchem er Ende April dieses
Jahres zum Lieutenant minderer Gebübr
vorrückte. Anfangs Juni 1866 kam er zum
rombinirten A6. Jägerbalaillon. wurde noch
im nämlichen Monat Lieutenant höherer G?«
bühr und nahm an dem Feldzuge. 1866 in
Italien Theil. In der Schlacht bei (^ 'ustozza
am 24. Juni gerieth cr in feindliche Ge-
fangenschaft, aus welcher er nach Abschluß
des Friedens zurückkehrte. Für sein in diesem
Feldzuge bewiesenes tapferes Verhalten erhielt
cr am 4. November 1866 das Militär«
Verdienstkreuz. Am 1. September 1866 wurde
er wieder beim 27. Iägerbataillon eingetheilt
und mit dem Depolcadrecommando des«
selben betraut. Während das Bataillon zu
Mauer bei Wien stationirte. befand er sich
in Gratz. Als es d,-:nn im Herbste 1869 nach Weiß, K.irl
Budua in Dalmatien translocirt wurde, bat
er um Enthebung von seinem Posten, um
mit seiner Truppe nach Dalmaticn zu mar«
schiren, wo dieselbe zur Bekämpfung des im
Süden ausgedrochenm Aufstandes in Vrr<
Wendung kam. Bei der Uederrumpelung des
Forts Stcmjeuic durch die Insurgenten ani
21. Ottober 1869 fand Lieutenant Weiß den
ehrenvollen Toldatentod. sSv obo da (Jod.).
Die Zöglinge der Wiener'Nrustädier Militär^
akademie u. s. w. (Wien 1870. Geitler,
schm. 4".) Sp. 1029; Nlick diesem geb. ani
12. Februar 1844. — O e st e rr ei ch i sch e
Wehrze i t ung (Wien, gr, 4«.) 186U.
Nr. 221: „Die Opfer des dalmatinischen
Aufstandes"; nach dieser geb. am 4. October
1842.^ — 21. Kar l Weiß. gegnwärtig
Oberlieutenant im 20. Feldsäger - Bataillon,
tam mit demselben znm Truppeneorps.
welches zur Bekämpfung des 1881/82 in
der Herregovina. in Süd-Bosnien und Süd»
Dalmatien ausgrbrochrnen 'Aufstandes beor>
dert wurde. Als die Insurrektion mit der
Ermordung des Gendarimrieposten-^omnian»
danten von Hatrlj am 4. und Aufhebung
dieses Postens am 11. Jänner 1882 anch
innerhalb des Bezirkes Bilek begann und die
Anstalten zum energischen Vorgehen gegen
die Insurgenten, welche bereits manche Vor»
theile errungen hatten, getroffen wurden,
commandine Oberlieutenant We iß die
A, <Hompagn!e. Am 19. Iänncr mit einem
und einem halben Zuge zum Schutze unserer
rechten Flanke in die Einsattelung zwischen
Vardar und Ogra^- entsendet, wurde er schon
beim Ausstiege durch eine etwa 4li Mann
starke Insurgcntenbande vom Ogra«.- her
heftig beschossen; n'chts desto weniger drang
cr mit seinen Leuten entschlossen vor und
erwiderte mit einigm wirksamen Schwärm«
salvcn das Feuer der Insurgenten, worauf
diese sich eilig auf Doll.j..' Vrbica zurück-
zogen. Bald aber sah cr sich mir seiner
schwachen Abtheilung einer weit überlegenen
Insucgentenschaar gegenübergestellt, welä>e
ihn mit lebhaftem Feuer empfing. Er rückte
jedoch mutbia vor, da erst, wenn die öst«
lichen Emfassmig5l)öhen von den Unserm ge»
nommen waren, ein Vordringen unserer
Hauvtcolonne möglich ward. So beschloß er
denn. trotz seiner numerischen Schwäche den
Ort anzugreifen, eröffnete e^n heftiges und
sehr wirksames Schwarmfeuer und ging, als
cr die darüber im Haufen der Insurgenten
entstandene Verwirrung gewahr wurde, sofort
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Weil-Weninger, Band 54
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Weil-Weninger
- Band
- 54
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1886
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 346
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon