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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Weil-Weninger, Band 54
Seite - 158 -
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Weißbuch, Franz 138 Weißbuch, Franz lelttwillige Verfügung seinen bumanen Tinn, indem rr dic ansehnliche Tumme von 30.000 ft. ^ur Errichtung einer Gewerbe- schule in Asch als Legat bestimmte. — 3l. Ein Oberstlieutenant von Weiß im Ingenieurcorps stand 1729 bei dem Schiffs» bau zu Porto Rö in Istrien in Verwendung und gerieth dort mit dem nun der beson- deren Gunst des Kaisers getragenen Admiral Deich mann in Mißhelliakeiten. welche zu des Letzteren Vortheil beigelegt wurden. l734 finden wir Weiß an der Spitze einer Ab' thcilunö von Ingenieurofsicieron, mit welchen er im Auftrage d>s Feldmarschall'Lieutenants Fran; Paul Grafen Wa l l i s , der von 1727 — 173? als Gouverneur in Siebenbürgen bestellt war. eine neue große Landkarte dieses Landes aufnahm. Weiß starb zu Gratz im November 17^8 als (Hef des Oenircorps. ^Europäische Fama. Theil 322. S. 811. — Neue Zeitung von gelehrten Sachen des Jahres 1734. S. 396.) Weißbuch, Franz (Chemiker und Arzt , geb. in Mähren 1736, gest. zu Brunn 1826). Ueber den ersten Lebens- und Bildungsgang dieses seiner» zeit tüchtigen Chemikers liegen wenig Angaben vor. Die Sage läßt ihn den natürlichen Sohn eines fürstlichen Vaters und berufen zu einem reichen Majorats» Herrn sein. I n Wirklichkeit blieb er arm. Nachdem er die medicinischen Studien beendet und daraus die Doctorwürde erlangt hatte, trat er — ob als Arzt oder als Chemiker, in welch letzterer Eigenschaft er besonders hervortritt, ist uns nicht bekannt — in die Dienste eines Grafen Dietrich stein, der in Mähren begütert war. Als 1789 der Landrath Emanuel Dietmar von T r.a u- benburg in Gemeinschaft mit dem Brünner evangelischen Prediger V. H< Riecke, dem Fabricanten Hopf und Ignaz von Mehoffer das „Mährische Magazin" gründete, welches durch Bei- träge zur Geschichte und Statistik, zur Naturgeschichte und Literatur u. s. w. Mährens dieses Land aus dem geistigen Schlummer, in welchem es lag, auf. rütteln sollte—was aber nicht gelang, da die Zeitschrift wegen Mangels an Abon- nenten mit dem 3. Hefte zu erscheinen aufhörte — arbeitete auch Dr. Weiß» bach an dem „Magazin" mit, in welchem er 1787 bekannt gab, daß er in der Ge> gend um Walchov auf der Herrschaft Boskowitz in einer Tiefe von 22 Klaftern ganze Lager bituminösen Holzes oder Holzkohle entdeckt habe, deren Gebrauch zur Bereitung des Alauns er ebenso anrieth. als die größere Verwendung der guten mährischen Steinkohle und des Torfes und die ausgedehntere Ge- winnung des mährischen Alauns, dessen Güte sich jener des Kremser und sächsi- schen gleichbringen lasse. Er gab dann auch wohl den meisten Anstoß dazu, daß Graf Dietrichstein den in alten Alaunwerken bei Walchov vorkommen» den Schwefelkies zur Alaunsiederei ver- wenden und aus den Ueberresten der Alaunerde künstlichen Vitriol erzeugen ließ. Zu Zdiorna, einer zur Herrschaft Aoskowih gehörigen Ortschaft, leitete er die Glashütte. Gr destillirte dort nicht in kupfernen, sondern in gläsernen Ge- schirren 27 verschiedene Gattungen Ro» soglio und 8 Gattungen Liqueur von vollkommenstem Fruchtgeschmack und «Geruch, von welchen viele tausend Fla- schen nach den Erbländern, sowie auch nach Polen abgesetzt wurden. Ferner er> zeugte er sieben Gattungen concentrirter Säuren, von denen die Essigsäuren so stark waren, daß man aus einer Bou» teille durch Verdünnung mit reinem Wasser vier Eimer Essig erhalten konnte. Auch sonst machte er sich in Zdiorna nütz- lich, indem er nicht nur durch diese Fabri- cate den Gebirgsbewohnern Atbeit ver- schaffte, sondern als Arzt den Armen auch umsonst Arzeneien gab und Hilfe
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Weil-Weninger, Band 54
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Weil-Weninger
Band
54
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1886
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
346
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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