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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Weil-Weninger, Band 54
Seite - 167 -
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Meißenbach 167 Wcißenbach M i i n c h u u n M a u t l l l i d l i n . E i n e p r o ^ Frsählung" s1882). Auch ist er in dem von Karl Emil Franzos herausgegebenen „Deutschen Dichterbuch aus Oesterreich" (Leipzig 1883, Hreitkopf und Härtel, schm. 4^'.) mit einigen poetischen Bei- trägen vertreten. D eutsäi e r L i teratur«^ a lend er für dao Jahr 1884. Herallög!.'gl'be!i uon Ios. Kü r sch ner (Berlin und Ttttttüatt. W. Spcmann. 32<>) VI . Iahrg,. 3. 284. Neißenbach, Alois A r z t und Sch r i f t s t e l l e r , geb. zu T e l f s im Oberinnthale Tirols am l. März 1766, gest. in Salzburg am 26. Oo tuber 1821). Der Sohn schlichter Bauers- leute, erhielt er seine erste Erziehung in Klöstern, kam dann auf das Gymnasium in Innsbruck und bezog, nachdem er sich für die Chirurgie als Lebensberuf ent- schieden hatte, die medicinisch'chirurgische Iosephsakademie zu Wien, aus welcher er, 22 Jahre alt, als Unterarzt in die kaiserliche Armee eintrat. I n dieser Eigenschaft machte er den Türkenkrieg und die französischen Feldzüge bis 1799 mit, wohnte 1789 den Belagerungen von Schabacz, Berbir, Belgrad, dann den Gefechten und Schlachten bei Valen- ! ciennes l?93, Mastticht 1794, Noui ' 1799 bei und rückte darauf zum k. k. Feldarzte vor. Die Erinnerung an diese Zeiten war fürWeißenb a ch immer eine erhebende, und er sprach es offen aus: „Mit Vater Laudon bin ich ausgezogen, mit dem Heros, auf den zu wetten ist, daß es, wenn Gott die Flamme seines Lebens und seiner Kräfte hätte in die erste Periode des Revolutionskrieges hin» einleuchten lassen (Laudon -f 179(1), nicht.zum Brande von Moskau gekom» men wäre." Als Kurfürst Erzherzog Ferd.inand, damals Regent von Salz» bürg, mit Entschließung vom 2. Juli 1894 das bis dahin in seiner Landes- hauptstadt bestandene Medicinalcolle- gium zu einem Medicinalrathe erhob und zu gleicher Zeit die Errichtung einer medi- cinischen Facultät an der Hocbschule da- selbst anordnete, erhielt Weißen bach den Ruf zur Uebernahme der Lehrkanzel für theoretische und praktische Chirurgie und chirurgische Klinik im St. Johannes' spital und für Thierarzeneikunst. Zugleich erbot er sich zu Privatvorlesungen über Augenkrankheiten. 1803 und 1806 wirkte er aus freiein Antriebe als Schutz- vockenimvfarzt, und ist er erster lind zugleich letzter Dekan der medicinischeii Facultät unter kurfürstlicher, seit lO.März 1806 kaiserlich königlicher Regierung. Als diese darauf mit Kundmachung vom 13. August 1807 d!e Salzburger Hoch- schule, nicht aber die medicinische Facul- tät in ihrem Bestände bestätigte und letz- tere in ein großes chirurgisches Studium umwandelte, erhielt Weißenbach an demselben die Lehrkanzel für praktische (Chirurgie und chirurgische Klinik iin St. Iohcmnesspital. 18W kam Salzburg an Bayern, dieses hob am 23. November l810 die Universität auf, zog ihr Ver- mögen, über 300.000'fl., ein und errich- tete statt ihrer ein Lyceum; infolge dessen trat an Stelle des medionisch-chirurgi- schen Studiums mit <4 September l8i l eine landärztliche Schule für den Nnterdonau-, Salzach- und Innkreis, und Weißen bach wurde zum Professor der Zoonomie, Anthropologie, theoreti- schen und praktischen Chirurgie und zugleich zum Director der Schule er- nannt ; die ärztliche Besorgung des St. Iohannesspitals ging aber unter seiner Leitung an Dr. Ios. von Lasser über. Nach der abermaligen Einverlei- bung Salzburgs, in Oesterreich, welche am 1, Mai i8itj erfolgte, kam an die Stelle
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Weil-Weninger, Band 54
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Weil-Weninger
Band
54
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1886
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
346
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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