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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Weil-Weninger, Band 54
Seite - 168 -
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Wrißcnbach 468 Weisienbach der bayrischen landärztlichen Schule im ^ September 1818 diesmal eine niedere z medicinisch-chirurgische Lehranstalt, an ! der ihm wieder das Lehramt der prakti- schen Chirurgie nebst der chirurgischen Klinik zugewiesen wurde, in welcher Stellung er nun bis an sein Lebensende blieb. Damit ist die amtliche Laufbahn Weißenbach's abgethan, doch gibt es über ihn noch Erheblicheres zu bericb ten Als sich im Decmber 1850 aus zwei bis dahin in Salzburg bestandenen Vereinen, dem „Leseinstitute" und der „Musicalischen Gesellschaft", ein Verein bildete, welcher den Namen „Museum" annahm, zahlte er zu den Gründungs- mitgliedern, wurde dann 1820 zum Vor- stande gewählt und blieb es, bis er sich zunehmender Krankheit wegen im Monat Juni 182 t von den Geschäften sowohl seines Berufes als d^s Museums zurück- zog; nur wenige Monate später ward er vom Tode ereilt. I n die Zeit seiner lehr- amtlichen Wirksamkeit fällt eine Reise nach Wien, welche er im Herbste 1814 antrat, und bei welcher Gelegenheit er Beethoven kennen lernte, und eine zweite nach Tirol, als dieses Land im Mai 1816 dem Baiser Franz die Erb- huldigung leistete. Beide Reisen — siehe weiter unten seine literarischen Arbeiten — hat er beschrieben. Sein Wirken als Arzt und Bürger anerkannten Bayern, wie Oesterreich. Vom König von Bayern Mar Joseph erhielt er in Würdigung der in den Jahren 1803 und 1806 in den Militärspitälern zu Salzburg, als auch 1809 durch Behandlung verwun> deter Ofsiciere der bayrischen Armee erworbenen Verdienste am 26. März 1811 die goldene ssivil-Vcrdienftmedaille, von Kaiser Franz aber 1816 den Titel eines k. k. Rathes. Seine literarische Thätigkeit sondert sich in eine fachwifsen- sckaftliche als Arzt und in eine poetisch- schöngeistige als Dichter und Schrift- steller. Die erstere umfaßt nur wenige Arbeiten, so hielt er 1804 bei Ueber- nahme seines Lehramtes an der medicini- schen Facultät der Salzburger Hochschule den Programmvortrag: „Ueber Theo- vhrastus Paracelsus von Hohenheim"', dann veröffentlichte er aus dem Italien!' schen des Pisaner Arztes Dr. Caj. Pal^ loni die „Medicinischen Bemerkungen über das herrschende Fieber in Livorno" (Salzburg 1803, Mayr); — ferner die „'Gillgraphiächr Flmzr «IN Z. Iah. HartrnKeil. Dr. örr Äi'zrneiliiiZZcnällinkt. . . nnt> Nrata- mrdicu5 in Falchnrg" (Salzburg 1808) und trug in der ^uln. ^c^ä^Q'üoa, die unge- druckt gebliebene Abhandlung über Kre- tinen vor. Ungleich reicher aber sind seine theilö selbständig, theils in Almanachen und Journalen gedruckten schöngeistigen Beiträge, wie er denn, obgleich er wie andere ältere österreichische Poeten, deren Andenken auch erst neuerlich nach aus- giebigerBenützung meines Lexikons, natür- lich ohne Angabe der Quelle, aufgefrischt wird, gleichfalls verschollen, doch Haupt- sächlich als Poet in nähere Betrach- tung zu ziehen ist. Diese schöngeistigen Arbeiten Weißenbach's sind in chrono» logischer Folge: „Va2 Mettrtc Tirol" (1797), ein Gedicht, anläßlich des An- griffs, den Ioubert 17!)7 versuchte, und der vom Landsturm bei Spinges und Aicha in blutigster Weise zurück- geworfen wurde s^tehe meinen Artikel im Lexikon: „Das Mädchen von Spinges" Bd. XXXVI, S. 177^j; — „L'irlll5 Dank" (Wien 1799, Gastler), Seiner Majestät dem Kaiser Franz gewidmet; — „Das Lied von Tirol. 18l)l",.in Hormayr's „Archiv", VII . Jahrg. (1817) S. 243; — „Eine Huldigung. Dramatischer Pralag. ÄargeZtrllt ant' dem kaiserlichen anch Kaiserlich
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Weil-Weninger, Band 54
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Weil-Weninger
Band
54
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1886
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
346
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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