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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Weil-Weninger, Band 54
Seite - 172 -
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Seite - 172 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Weil-Weninger, Band 54

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Meis;enbach 172 Wiislenbach (Porträt) dran,^crfüllter Kraftgenius' Waruin ist denn gar keine Rede mehr von dir! Warum gibt man deinrn I'errlich duftenden „Brantk'-anz" nicht mebr ? Tu brüllender fi am inend er Leu, heiligen Zornes voll gegen den, der da-- mals der einzige Gewaltige war auf Erden! Ader auch du inniger süßer Dolmetsch zärt< licher befühle! Endliä) du qottbegc,sterter Varoe des „heiligen Augenblicke", d'.'r viel- leicht selbst dein höchster: bist du denn ver- gessen? Lohn der Berge, warum sammeln dich nicht deine Brüder? — Daß Weißen- dach ein leidenschaftlicher Bewunderer Beet ho ven's war, begreift stch i idre Na- turen waren verwandt, sogar physisch, da der Tiroler ebenso schwerhörig war; Beide waren mannhafc. unumwunden, frei, biderbe Oe» stalten. 1kl4. alö Weißen dach nach Wien kommr, ^lbt man „Fidelio". Eine unbeschreib- liche Sehnsucht erfüllt ihn. den Meister des unsterblichen Werkes persönlich kennen zu lernen. Wie, ?r nach Hause kommt, liegt eine Ginladungskarle Beelboven'6 auf dem Tische. Beethoven selbst war da gewesen. Welä,' ein geheimnißoolles magneiischeö Spiel befreundeter Geister! Des anderen Morgens ward ihm Kuß und Händedruck. Man konnte dann oft mit idnen zu Tisch? sein iin „Nöuusä)en Baiser", in den Zimmern zu ebener (5'rde. Doch flößte es Wehmuth ein, wenn sie Beide so schrien. Genießen konnte man also n!cht reche. Sonderbar.- in einer kleinen Stube, wie im Gasthaus „zur Nose" in der Wollzeile, horte Weißenbach viel besser, sprach er sich viel frischer und leichter. Sonst der stoffreichste, gemüthlichste, lebhaf- teste, liebenswürdigste Gesellschafter Ein blü- hender alternder Mann, stets reinlich und rechc elegant gekleidet. Welch' gelehrter Arzt er^war, wird nicht vergessen werden." Diese Worte bezeugen deutlich, wie Weißcnbach zu seiner Zeit als Arzt und Poet in Ansehen gestanden. )i'. Alois W e i ß e n b a ch.... Beitrage zu dessen Biographie Von Ioh. Evang. Eng l (Salzburg 1876, Oberer, 8"., 33 3.); — Amthor (Ed.). Der Alpenfreund. Bd. IV, 6. Heft. S. 23. — Bote für Tirol und Vorarlberg (Innsbruck, Fol) 1821. S. 34« — Brummer (Iran;). Deutsches Tichter- Lerikon. Biographische uno bibliographische Mittheilungen über Dichter aller Zeiten. Mit besonderer Berücksichtigung der Gegenwart (Eichftatt und Stuttgart 1877. Krüll'sche Buchhandlung, schiu. 4".) Bd. I I , S 48l>. — Kastell: ( I />-. I>i-.) Memoiren meinrü Lebens. Gefundenes und Empfundenes, Er- lebtkü und Erstrebtes (Wien und Prag 1501, Kober. 8".) Bd. H l , S. 24?. — (Honver. sation oblatt ^herausgegeben von Graf« fer) «Wien, gr. 8".) I I I . Jahrg.. 1821. Bd. IV, Nr. 93: „Nekrolog". Von Weid< mann. — Goedcke (Aarl). Grundriß ;ur Geschichte der deutschen Dichtung. Aus den Qw'llen (Dresden 1877. Vhlermann, 8".) Bd. I I I , 3. «>!>4, Nr. 103?. — Gräffer (^ranz). kleine Wiener Meinoiren. Histo- rische Novellen, Genres.'enen, Fresken u. s. w. 'iur Geschichte und (ibarakteristik Wiens und der Wiener in älterer und neuerer Zeit (Wien 1843, Fr. Becl, 8".) I I . Theil. 2. 188. — .^ ehr ein (Joseph). Biographisch« literarisches Lerikon der katholischen deutschen Dichter. Volks' und Jugendschriftsteller im neunzehnten Jahrhunderte (Zürich, Stutt- gart und Würzbura 1871, Leo Wörl, gr. 8".) Bd. I l , S. 248. — Medicinisch-chirur- gische Zeitung (Salzburg) IV. Jahrg., 3. 3li>. — N e u e Freie V r esse (Wiener polit. Blatt) 1866. Nr. 64l im Feuilleton: „Patriotische Concerte in Wien". Von (>5. H(an5lick). — Nottebohm (G.), Beethoviana (Leipzig und Wintcrthur 18ü2). — Qest erreichi sch e Nai ional - Enc y- klopädie. von Gräf fer und (5zikann, Bd. VI, S. <>1. — Q c sterrei ch is cher Zuschauer. Herausgegeben von übers» berg (Wien. 8".) 1837. S. 144:j im „Rück- llick in die Vergangenheit". — Schenrer (Ludwig). Die Schriftsteller Oesterreichs in Neim und Prosa auf dem Gebiete der schönen Literatur auZ der ältesten bis auf die neueste Zeit. Mir biographischen Angaben und Proben aus ihren Werken (Wien 1838, 8".) S. 323. — Sonntagsblatter. Her- ausgegeben von Ludwig Aug. F r a n k l (Wien, 8".) I I . Jahrg. (1843) Nr. 2:». Bei- lage, S. 696: „Zur Charakteristik österrei» chischer Schriftsteller". Von Franz Gräffer, Nr. 32. — Staf f ie r (Johann Jacob). Das deutsche Tirol und Vorarlberg, topo- graphisch mit geschichtlichen Bemerkungen in zwei Bänden (Innsbruck 1847, Fel. Rauch. 8".) Bd. I, S. 378. Portrats. 1) Unterschrift: „Alois Weißen bach". Lithographie und Steindruck von (>'. Bol lmann. Gera, Verlag von Eduard Amthor ebd ; auch in Amtbor's „Alpen«
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Weil-Weninger, Band 54
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Weil-Weninger
Band
54
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1886
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
346
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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