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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Weil-Weninger, Band 54
Seite - 180 -
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Weißenwlllf, Christoph 180 Meißenwolf) Andren 6 Ungnad aber entkaln nur durch List. sZauncr (Judas Tkaddäus). Chronik von Salzburg (Salzburg i«<)3) Bd. V, S. «7 uno 65.^ l — 2. Anton (geb. zu Prag 16. Juli, nach Anderen schon Juni 177»), gest. zu Mlrickskirchen am 3. Juni 18W). Gin Sohn des Grafon Guidodald aus dcssm Ebe mit Iosepha Freiin Salza auf He! dersdorf, trat er im Mai 1781 zur militärischen Ausbildung in die Wiener'Neu- städter Akademie, aus welcher er i:n Juni 1787 a!b Fähnrich zu Preußm-Inf.'mime Nr. 24 ausgemustert wurde. Sparer kam er als Hauptmann zu Z;taray Infanterie Nr. 33 und rückte in diesem Regimente zum ^delst« lieutrnant vor. In der Scklacht bei Aspern (21. und 22. Mai l8(w), vor welcher er zum Obersten und Commandanten des Infanterie, Negimcnts Graf Oyulay Nr. 60 ernannt worden war, kämpfte er an der Spitze des« selbrn mit ausgezeichneter Tapferkeit, trug aber eine todtliche Verwundung davon, der! er nach einigen Tagen erlag. ^Lettner von > Leitnercrcu (Th. Ios.). beschichte der! Wiener «Neustädter Militär-Älademie (Her' j mannstadt it^2, Theodor Steindaußer. 8".) ! S. 477. — Thürheim (Andreas Grafi. Oe- , ^ dmtblatter aus der Kriegsgeichichte der k. k. österreichischen Armee (Nien und Teschen! 18d»o. ^.Prochaska. Ler.^8".) Bd. I, 2. 428.^ l — H. Arnold focht 955 in der denkwürdigen Schlacdc auf dem Lechfeldc unweit Augsburg wider die Ungarn und fand nebst seinem Kriegsherrn (5onrao dem Weisen. Herzog von Frankm. dni Hcldencod auf der Wahl« statt. — 4. Christoph, ein Sohn I o« hannö (I.) auS dessen Ehe mit Anna von Fraucnderg Orafin l?on Haag, machte sich besonders 14^l und l«2 bemerkbar. Tondolbarer Weise ist er in der Hüdner'- i schen Ttamnnafel nicht ersichlltch, während ! sein Brudcr Johann auf derseldm nicht, fehlt. Äm Lrbastianöia^e l4^it brach er mit seinem Gefolge von Naldcnstein, einer den Nngnadü gehörigen Burg im Kärnthner» lande, auf und reiste in die Heidenschaft bis zu dem Duinbrunn(?), wo er von dem be- rükmten preußischen Ritter Peter von Taffel von l^hordua .zum Rittcr geschlagen wurde. Später ging ^ nach Pormgal, wo er bei dem Könige um die Hand der Prinzessin Eleonore für Kaiser Friedrich I I I . mit qünstig'.'m Erfolge warb. Er wobnte den nun folgenden Festen bei und gab auch der Braut, alü sie am 2ö. Ociober I4ol das Schiff be- stieg, welches sie zu dem in Nom sie erwar« tenden Bräutigam bringen sollte, das Ge> leite. Als das Schiff am 2. Februar 1432 in Pisa landete, wurde Eleonore von einer glänzenden Gesandtschaft, bei welcher auch Christophs Bruder Johann (II.) sich befand, empfangen. Zur Fastenzeit traf sie in Siena ein. wohin ihr der Kaiser entgegen- gekommen war. Nun begab sie sich mit idm nach Nom, wo nach wenigen Tagen die Ver- mälung erfolgte. Als nach der am 21. März stattgefundenen Krönung des Kaisers Fried' rich I I I . und Eleonorens durch Papst Nicolaus V. Ersterer 300 Edlen den Nitterschlag ertheilte, befand sich außer dem Bruder des Kaisers, dem Erzherzoge Albrecht, auch Christoph von I lngnad unter den» selben. Nun begab sich Friedrich mit seinem Gefolge nach Neapel, und bei dem dort ab- gehaltenen Stechen (Turnier) gewann Chri- stoph den ersten Preis. In der Folge trat dieser zum Protestantismus über und wanderte wegen der über denselben verhängten Verfol- gungen nach Württemberg aus, wo mit seinem Sobne Simeon seine Linie erlosch. Der bekannte Historiker Iodok Stü lz fand im Schloßarchiv zu Tteiereck bei Linz wichtige, die Familie Nngnad betreffende Documente, unter anderen einen Freigeleitschein an den edlen Ritter Christoph Ungnad (uooilii; aa strsnuuL niileä) zur ungehinderten Neise in den Landen Mahometo von Oranada, ausgehend vom genannten Chalifen. datirt: Granada 11. Juni 1473. Ob dieser Geleit» schein unserem Christoph angehört, lassen wir dahin gestellt sein. Drr Zeit nach ist es immerhin möglich, ^Carinthia (Klagen» furter Unterhaltungsblatt, 4".) 1862, Nr. 171, S. 134: „Waldcnstein. Eine Skizze von Rudolf Waizer". — Der 'Aufmerksame (Gratzer Nnterhaltungsblatt) 1837. Nr. 43. 5. 720 unter den Miscellen.- „Aus den Mit' theilungen des Geschichtschreibeis Iodok Ttülz".) — 3. Eonrad, älterer Bruder Heinrichs des ersten Ungnad, lebte in der ersten Hälfte des dreizehnten Jahrhun- derts. Auch er zog mit Kaiser Friedrich I I . ins heilige Land und erstieg bei der Erobe- rung von Damascus der Erste die Mauern. Infolge dessen erhielt er die Erlaubniß, in sein Wappen eine silberne Mauer mit drei Zinnen aufzunehmen.' Mit seiner Gemalin, einer von lippowitz, pflanzte er sein Geschlecht fort. — 6. David (I.) Ungnad(gest. 22. November 1600). Ein Sohn des Andreas, genoß er
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Weil-Weninger, Band 54
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Weil-Weninger
Band
54
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1886
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
346
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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