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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Weil-Weninger, Band 54
Seite - 182 -
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Meißenwolf) Heinrich 182 Meißenwolf, Johann (III.) 9. September 17^9, gest. 7. October 1788). Etn Sohn drö Generals der Cavailene Gnidodald Grafen von Weißenwolf aus dessen Ehe mit Iosepha Freiin Salza auf Heidersd orf, erhielt er die erste Er- ziehung nn Mternhause und kam dann als Edelknabe an den Hof des Kurfürsten M a' r imi l ian zu Köln am Rhein, wo er seine Studien fortsetzte. Nach seiner Rückkehr trat er bei den oberösterreichischen Landständen in den praktischen Dienst. I n kurzer Zeit als wirklicher Kreiscommissar nach Lambach ver- setzt, that er sich trotz seiner Jugend durch Nm° sicht nu Dienste so hervor, daß er zugleich als Steuerregulirungsl.-ommissar im dortigen Kreisamte angestellt wurde. 1783 ernannte Kaiser Joseph I I . den damals Sechsund- zwanzigjährigen zum wirklichen Kreishaupt« mann des Brucker Kreises in Steiermark mit dem Titel eines innerösterreichischrn Guber« nialrathes. Graf Guidobald ward ein! Liebling des Wonarchen, der ihn als Ge» l sandten nach Paris senden wollte, welche Gnade er aber nicht annahm. Nur kurze Zeit, drel Jahre, dauerte seine Wirksamkeit in seinein Amte. Aber sein Andenken erhielt sich durch seine fördernde Thätigkeit, welche das Schulwesen hob und überall die Spuren seines humanen Gastes trug. Ein früher Tod entriß dem Staate einen Diener, der in dessen Dienste zu großen Erwartungen be- rechtigte. „Zieht von den Iahrm des alten Zeitverschwenders", heißt es in einem dem Verblichenen gewidmeten Nachrufe, „jede seiner thörichten und bösen Thaten ab: er stirbt als Kind. Zählt Zu den Jahren des jungen Zeitwuchcrers jede seiner weisen und guten Thaten hinzu: er stirbt als Greis. Aber traurig! Noch lebt jener! Schon stirbt dieser!" Mit dem Greise ist der junge Graf Weißenwolf gemeint. sKunitsch (Mi- chael). Biographien merkwürdiger Männer der österreichischen Monarchie (Gratz 1803. Tanzer, kl. 8".) Bändchcn I, S. 8t.) — 10. Heinrich, der in der ersten Hälfte des dreizehnten Jahrhunderts lebte, ist der Ur- heber des Namens Ungnad. den die Fa» milie lange statt des ursprünglichen Ge» schlechtsnamens führte, und dessen sie in Ver- bindung mit dem letzteren sich noch heute bedient. Ein Lohn Günthers und Enkel Theodor ichs, erhielt er 1228 von Kaiser Friedrich I I . , mit dem er nach Rom zog, daselbst den Ritterschlag. In seine Heimat zurückgekehrt, gab ihm der Kärnthner Herzog den Auftrag, die Burg Schachtenstein, von welcher aus der Ritter Turp in seine Raub« züge unternahm und die ganze Gegend un- sicher machte, zu zerstören. Heinrich ging ans Werk und ohne das Flehen der von dem gefiüchteten Turp in allein in der Burg zurückgelassenen Gattin zu berücksichtigen, brach er das Schloß. Nun hatte Turpin's Gattin Heinrich Weißenwolf, den Zer- störer ihrer Burg, einen Mann un Gnade — odne Gnade — genannt, und diesen Bei- namen 1lngnad fügte H einrich seinem Namen als Ehrentitel bei, den noch sämmt- liche Glieder des Geschlechtes Weißenwolf bis zur Stunde führen, nur mit dem Unter« schiede, daß in den früheren Jahrhunderten Nngnad als Familienname galt, während sich heute das Geschlecht des Namens Weißen- wolf als Rufnamens bedient. Heinrich war in den Jahren 1220 und 1227 ins ge< lobte Land gezogen. — t l . Helmhard Christoph (geb. l<.3ö. gest. 20. Februar 1702). Ein Sohn deb Grafen Dav id (II.) aus dessen Ehe mit Mar ia Elisabeth Gräfin Jörger Freiin oon Tol let , wurde er 16?ö Landeshauptmann in Oesterreich ob der EnnS und gab diese Stellung, nachdem er sie 13 Jahre versehen hatte, 16«« auf. Der Kaiser ernannte ihn zu seinem geheimen Nathe und verlieh ihm das golornc Vließ. Der Graf war zuerst mit Varia 5lislN,na Fe- bronia geborenen Gräsin Altljlum vermalt, nach deren 1<>6ä erfolgtem Tode mit Francism Venigna Fürstin ftc>rzia; und als auch diese 1«90 starb, wahlsc er Naria Chcrcha Gräsin Qngljeim zur dritten Gemalin, welche ihn überlebte und mit Otto Ehrenreich Grafen Traun sich vermalte, als dessen gleichfalls dritte Gcmalin sie die Stammmutter der noch heute lebenden Grafen Traun wurde. Aus allen drei Ehen hatte Graf Weißcnwolf Kinder, welche aus der Stammtafel ersichtlich sind. — 12. Johann ssiehe die besondere Biographie S. 177), — i:t. Johann (III.) (Hans) (geb. 1493. gest. 27. December 1364). Ein Sohn Ioha n n s (II.) aus dessrn Ehe mit Margaretba Lochner, brachte er seine Jugendzeit am Hofe Kaiser Mari» mi l ians I. zu. dessen ritterliche Tugenden ihm ein glänzendes Beispiel boten, dem er nachzustreben suchte. Er wurde Landeshaupt« mann in Steier und kämpfte als solcher 1332 bei Linz gegen die Türken mit glücklichem Erfolge; weniger glücklich 1537 in Ungarn. 1540 wurde rr von Kaiser Ferdinand zum
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Weil-Weninger, Band 54
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Weil-Weninger
Band
54
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1886
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
346
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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