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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Weil-Weninger, Band 54
Seite - 204 -
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Weittenhiller, Joseph Edler von 294 Weittenhiüer^ Joseph Edler von und gewinnt mit jeder neuen Generation an Bedeutung, Friedrich und sein Bruder und Erbe Joseph Easpar hoben daö väterliche Geschäft immer höher und höher, und Letzterer ist es auch, der in Anerkennung seiner indu» striellen Thätigkeit mit Diplom Kaiser Jo- sephs I I . ääo. Wien 27, März 1789 den erbländischen Adelstand mit dem Ohrenworte Edler von in die Familie brachte. Joseph Caspars Urenkel Joseph, derzeit Präsi» dent des k. k. Wiener LandeSgerichtä in Zivilsachen, erlangte infolge des ihm für aus- gezeichnete Dienstleistung verliehenen Ritter« kreuzes des Leopoldordens mit Diplom vom i«. Jänner 1879 den österreichischen Nittrr stand. To bestehen zur Zeit zwei Linien des Geschlechtes, die ältere der Edlen uon Weit tenhi l ler und die jüngere der Ritter von Weittenhi l ler. Der Stammvater beider ist Joseph Caspar Edler uon Weittenhil ler. Ueber den ganzen heuti- gen Familienstand siehe die Stammtafel, Wappen der Edlen von WeittenlMer. Ein quer getheilter Schild; oben in Gold ein schwarzer einfacher Adler, unten in Schwarz ein aufrecht gestellter guloener Anker, beider« seits ie von einem goldenen Sterne beseitet. Auf dem Schilde erhebt sich ein goldgekrönter Turniechelm. Die Krone desselben trägt einen offenen schwarzen Flug, dem ein goldener Stern eingestellt ist. Helmdecken: beider» seits schwarz«golden. Wappen der Nittcr van Weittenhiller. (Das dem Joseph Ea sp a r l?89 verliehene vermehre) Schild wie im Wappen l?8!) l siehe das voriges. Äuf dem Schilde ruhen .zwei Helme. Die Krone deä rechten zeigt zwischen offenem schwarzen Fluge einen goldenen Stern, aus jener des linken wallen fünf Straußfedern, drei goldene und zwei schwarze, abwechselnd. Helm decken bei beiden Helmen.- ichwar,; mit Gold unterlegt. Weittenhiller, Joseph Edler von (k. k. Rath, geb. zu Wi en am 28. Juli 4787, gest. zu Ober - Döbl ing bei Wien am 3l. Juli 1861). An Sohn Michael Friedrichs ^siehe diesen S. 207^ j und Enkel Joseph Cas- pars ^siehe diesen S. 206^j, widmete er sich nach einer sorgfältigen Erziehung gleichfalls den Großhandlungsgeschästen seines Vaters, welche er in den damals so schwierigen, durch jahrelange, wenig glückliche Kriege verwirrten und geringe Aussicht auf baldige bessere Zukunft bietenden Zeitverhältniffen am 13. Juli 18l 2 übernahm und bis zum Mai 1817 fortführte. Da ihm der Ruf tüchtiger Geschäftskmntniß und eines steißigen Ar- beiters vorausging, wurde er in die da» mals (1816) gegründete privilegirte öster» reichische Nationalbank als erster Cassier berufen und bald darauf zum Cassen- director ernannt. Als solcher hatte er ein? berathende Stimme bei den Direc- tionssitzungen, in welchen er sich als prak- tischer und hellsehender Finanzmann be- wahrte. So ward er denn in alle Ge» sckäfte' und Unternehmungen der Na- tionalbank eingeweiht und mit wichtigen Missionen betraut. Zur Verfolgung eines berüchtigten Banknotenfälschers reifte er, mit einem von der Regierung ausgefer» tigten, auf den Namen „Novak" lauten» den Passe versehen, in Begleitung des in der Wiener Polizeigeschichte vielgenannten Polizeirathes Köpp von Felsen thal sM. XII , S. 233^ nach Hamburg, wo sie ihrer schwierigen Aufgabe mit bestem Erfolge sich entledigten. Mit ah. Ent- schließung vom 13. März 1862 erhielt er in Anerkennung der Verdienste, welche er sich durch seine „langjährige, treue und ersprießliche Dienstleistung um die öfter- reichische Nationalbank und den Staat erworben", taxfrei den Titel eines k. k. Rathes. I n seiner Gesundheit, nament- lich durch den Tod seines älteren Sohnes Friedrich Michael, der am 3. Novem» ber 1834 im blühendsten Mannesalter von der Cholera dahingerafft wurde, tief er> schüttert, schritt er am 17. November 1833 um seine Pensionirung ein, welche denn auch am 7. Jänner 1836 erfolgte. Aus
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Weil-Weninger, Band 54
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Weil-Weninger
Band
54
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1886
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
346
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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