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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Weil-Weninger, Band 54
Seite - 205 -
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Meittenhiller, Joseph Edler von 203 Weittenhiüer, Joseph Ritter von diesem Anlasse wurde ihm mit ah. Ent- schließung vom 20. Jänner 1836 in neuerlicher Anerkennung „seiner eifrigen und ersprießlichen Mitwirkung bei den von der österreichischen Nationalbank für die Finanzverwaltung besorgten Geschah ten" das goldene Verdienstkreuz mit der Krone verliehen. Joseph von Weit- tenhiller war ein großer Freund der Musik, ein ausgezeichneter Kenner der italienischen Sprache und Literatur, über- haupt für alles Scböne und Edle empfänglich. Ein persönlicher Freund Ferdinand Raimund's ^Bd. XXIV, S. 234^, mit dem er oft in seinem Hause verkehrte, wo sie dann manchen Plan zu den poetischen Volksstücken des Dichters besprachen, zeigte er sich als ein be- geisterter Verehrer des Theaters. Seine bedeutenden Sammlungen von älteren Theaterstücken, Operntexten, dramatischen Almanachen, Ankündigungen sämmlicher Theater Wiens seit ungefähr 1783, Druckschriften über Theaterziistände und dergleichen, darunter viele Unica, waren in Kunstkreisen wohl bekannt und brach» ten ihn auch in freundschaftliche Bezie» hungen zu vielen interessanten Persön- lichkeiten dieser Zeit, so zu dem Oberst- kämmerer Grafen Moriz Dietr i ch st e i n, durch dessen Intervention auch nach dem Tode Weittenhil ler's — und zwar auf dessen ausdrückliche Anordnung — diese einzigen Sammlungen der Hof' theaterbibliothek geschenkweise einver» leibt wurden, wofür die Witwe mittelst Zuschrift des k. k. Oberstkämmereramtes vom 29. März 1862 ein schönes mit Türkisen besetztes Collier als ein Zeichen des kaiserlichen Dankes erhielt. Aus der am 6. Jänner 1816 geschlossenen Ehe W'eittenhiller's mit D o r o t h e a Wi ldauer (geb. zu Wien 7. December 1791, gest. daselbst 18. Mai 1874) entsprossen vier Kinder: zwei Söhne, der bereits oben erwähnte, 1834 ver- storbene Friedrich Michael und Io« seph s^iehe denselben S. 203 j^ und zwei Töchter, Rosa und Doro thea . Geschichte der österreichischen Nütionaldank. — Wiener Zeitung. Nr. «9 vom 20. März 1832 und Nr. 2U vom 24. Jän- ner 1836. Porträt. Unterschrift.- „Weithenbiller" (5ie). Kriehuder (lithogr.) 1836. Gedruckt tni I, Stoufs in Wien (Fol.). Weittenhiller, Joseph Ritter von (k. k. Landesgerichtspräsident, geb. zu Wien 16. April 1823). Ein Sohn Josephs und Urenkel Joseph Caspars, trat er nach beendeten juri» dischen Studien am 7. April 1846 als niederöfterreichischerLandrechtsauscultant in den Staatsdienst ein. Am 13. Mai 1849 wurde er dem Justizministerium znr Dienstleistung zugetheilt und am 30. Jänner 1832 zum k. k. Iustiz-Mini- sterialconcipisten ernannt. Am 8. October 1832 als Landesgerichtsrath nach Ofen versetzt, sah er sich infolge überraschend schneller Aneignung der ungarischen Sprache schon am 30. Mai 1836 — also nach der kurzen Dienstzeit von nur zehn Jahren — zum Oberlandesgerichts« rathe in Pesth befordert. Bald darauf, am 2. November 1836, trat er die Stelle des Comitatsgerichtspräsidenten in Stuhl» weißenburg an. Es folgten nun Jahre des anstrengendsten und schwierigsten Dienstes, was schon aus dem Umstände erhellt, daß im Stuhlweißenburger Comi- täte infolge des großen Näuberunwesens zu jener Zeit das Standrecht permanent publicirt war. Bei der durchgreifenden Veränderung im ungarischen Iustizwesen wurde Weittenhil ler als deutscher, wiewohl perfect ungarisch sprechender Beamter am 2. April 1861 in
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Weil-Weninger, Band 54
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Weil-Weninger
Band
54
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1886
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
346
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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