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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Weil-Weninger, Band 54
Seite - 207 -
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Meittenhiller, Joseph Caspar 207 Meittenhiller, Moriz Maria Franz mant entworfenen Plane 700.000 Ouadratklafter Morastes in fruchtbare Wiesengründe — allerdings auf Kosten seines Vermögens —umwandelte. Wei> tenhil ler errichtete zur Erleichterung seiner Handelsverbindungen nach Italien und dem Oriente ein Haus in Trieft, erkaufte daselbst die ganz verfallenen Ter> rains der nicoletinischen Wachsbleiche, welche er bedeutend erweiterte und wieder in einen so blühenden Stand zu setzen wußte, daß beispielsweise 1788 mehr als 1000 Centner Wachs allein in das Aus- land, und zwar auf eigenen Seeschiffen verfrachtet wurden. Mittels einer vom Fürstbischöfe Franz zu Lavant in dessen Residenz zu St. Andra im Lavant« thale am 20. August 1776 ausgefertigten Urkunde widmete er sein auf dem Haupt- platze zu Völkermarkt gelegenes Familien- haus (heute Kaserne) zu einer Stiftung für arme Bürgersleute dieser Stadt. Nach. der StiftungsurkunDe hat der Magistrat von Völkermarkt alljährlich am letzten October und letzten April 40 fl. an arme und bresthafte Bürgersleute, unter Vor» wissen des jeweiligen Propstes der PropUl- und Stadtkirche daselbst, zu vertheilen, doch „soll keinem' Armen wemger als 6 st. gereicht werden, maßen untHr diesem Quanto fast Niemandem geblolfen ist". Alle angeführten Stiftun- ge/n der beiden Brüder Friedrich und Uoseph Caspar stehen gegenwartig l?1886) noch in Kraft und Uebung. Dnfolge seiner vielen Verdienste um /Handel und Industrie in den k. k. Erb- landen wurde Letzterer von Kaiser I o- seph I I . ää.0. Wien, 27. März 1789 in den erblandischen Adelstand mit dem Ehrenworte „Edler von" erhoben. In eben diesem Jahre übergab er seinem Sohne Michael Friedrich seine viel- fachen Geschäfte und zog sich ins Privat» leben zurück. Joseph Caspar war vermalt mit Katharina geborenen Pruckberger, welche aber schon sieben Jahre nach der Geburt ihres einzigen Kindes, Michael Friedrich, bald nach 1764, starb. — Michael Friedrich (geb. zu Laibach 20. September 1737, gest. zu Wien 7. Juni 18l8) leitete anfangs hauptsächlich die Unternehmungen in Trieft, wo er auch das Amt eines Depu- tiiten des Handelsstandes bekleidete. 1793 verkaufte er das Handlungshaus zu Iaibach, 1810 jenes zu Trieft. Von da übersiedelte er nach Wien, um sich nur noch auf die Führung seines mittlerweile daselbst gegründeten Großhandlungs- Hauses zu beschranken. Michael Fried, rich war vermalt mit Anna Maria Barbara geborenen Faber sgeb. zu Wien 28. October 1738, gest. daselbst 18. September 1831), welcher The eilf Kinder entsprossen, von denen aber nur Joseph ssehe diesen S. 204^ den Stamm fortpflanzte. Adelstandsdiplom vom 27. März l?89. — Geschichte Krains von der ältesten Zeit bis auf das Jahr !8l3. Von August Dimitz (Iaibach 4876. Jg. von Kleinmaler und Frrd, Bamberg) IV. Theil, S. l79. l84 und 229. — Neise von Venedig über Trieft :c. (Frank' futt und Leipzig 1793) S. 47. — Her« mann'6 Reise durch Oesterreich (Wien l78l) 2. Bändchen. S. 426. Porträt. Brustbild in Oel. im Besitze der Familie. Weittenhiller, Moriz Maria Franz Edler von sHera ldiker, geb. zu Ober» Doblingbei Wien 8. September 1847). Ein Sohn Friedrich Michaels und Enkel Josephs. Nach dem frühen Tode seines 'Vaters, der ihn für den Militär» stand bestimmt hatte, unterblieb sein kurz zuvor beschlossener Eintritt in die Cadetenschule zu Hainburg. Sein schon
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Weil-Weninger, Band 54
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Weil-Weninger
Band
54
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1886
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
346
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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