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I. 211 Weirelgärtner, I .
1846: „GMe5 OMgrl" s120 ft.); —
1847: „Gin tMer Nachz" (230 st.)' —
1848: „Stillleben" (80 st.); — 1850:
„Oiroler Schütze und srinr <Vlllhter im itulieni-
schcn Krirge", Aquarell (30 st.), und drei
in Oel gemalte Stillleben: „Ollldfüzan"
(80 fl.); — „Kiebitz" (40 fi.); — „Neb-
Huhn" (40 fl.). I n den Monatsausstel-
(ungen des österreichischen Kunstvereines
1851 im Juli: „Gin Falke mit geiner
Ncute" (80st.); — dann nach vieljähriger
Pause 1864 zwei Bilder, im Mai:
/Guütes Mlk"; — im Juli: „Neberraschte
AelMner" (80 st.); — 1866 im De-
cember: „Stillleben" (90 st.); — 1867
im Jänner: „Birkhuhn und Henne" (90 st.);
— 1869 im November: „Swdirnkupf"
(200ft.); — 1870 im Mai: „Schmuggler"
<500 st.). Auch fĂĽhrte er im Anfang
seiner kĂĽnstlerischen Laufbahn eine Folge
von Blättern mit Blumen nach dem
Blumenmaler A. Lach auf Stein aus.
welche dann von Ioh. Höfelich in
Farben gedruckt wurde. Seine Bilder
sind treffliche Studien nach der Natur.
Der Thiercharakter ist meisterlich wieder-
gegeben, die Zeichnung correct, die Farbe
wahr und kraftig. — Gleichzeitig mit
Eduard hat sich ein I . Weiiel«
gartn er, den wir auch öfter als
F. Weirelgärtner bezeichnet finden,
als Lithograph bemerkbar gemacht und
als solcher mit besonderem GlĂĽck die
trefflichen ThierstĂĽcke von Gau ermann
und Genrebilder von WaldmĂĽl ler
wiedergegeben und die KenntniĂź dieser
wie auch einiger anderer KĂĽnstler im
groĂźen Publicum durch lithographische
Vervielfältigung ihrer Werke vermittelt.
I . Weixelgärtner arbeitete für Pa<
terno's, insbesondere aber fĂĽr 3. T.
Neuma nn's Kunstverlag in Wien; bei
Ersterem erschien von ihm: „Eine Alpe
im Regen", nack F. Gauermann und eine „Mondnacht auf der Alpe", nach
Schwenninger, dann „Die Eisen-
bahn von Payerbach bis zur Spitze
des Semmering in Vogelperspective",
nach einer von Erter nach der Natur
ausgeführten Zeichnung. Viel größer aber
ist die Anzahl seiner fĂĽr den Verlag von
Neu mann lithographirten Blätter, von
denen uns bekannt sind: „Erzherzog
Johann", in ganzer Figur als steirischer
Jäger, ein seinerzeit ebenso seltenes als
vielgesuchtes schönes Blatt; — „Kinder-
lust", eine vor einem Guckkasten grup-
virte Kinderschaar; — „Der erste Aus»
gang", dieses und das vorige nach
Waldmüller; — „Die Försterfamilie",
Mädchen und Knabe von Rehen um-
geben, nach Land seer; — „Die Mit»
tagsruhe der Schnitter", nach Meng-
ler; — „Die Heimkehr von der Wall.
fahrt", zwei sitzende Landmädchen, nach
Ranf t l ; — „Die kleinen Matrosen",
Italienerin mit drei Kindern am Brun»
nen; — „Feldmarschall» Lieutenant
d'A sp re belohnt einen Tapferen in der
Schlacht von Mailand", nach Richter;
— „Die Werbung in einer Dorfschänke",
nach Schindler; — .,Der Vorposten
im Winter 1348", nach Treml; —
„Der von einer Cavalleriepatwuille
untersuchte Spion", nach Benza; —
„Die an einer verfallenden Mauer
lauernde Streifpatrouille"; — „Die ge-
zwungene Attaque" ; — „Der auf
einem ausrangirten Militärpferde reitende
Stutzer wird von den Reihen einer stĂĽr-
menden CavallerieabtheiluĂĽg gegen seinen
Willen mitgerissen; — „Der Ruheplatz",
Thierstück nach Landseer; — „Die
Schildwache", zwei Hunde nach dem»
selben; — „Der Auswanderer", Esel
auf dem Eis; — „Der beendete Trieb";
— „Am Gmundenersee" ; — „Die
Pferdeschwemme"; — „Ave Maria";
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Weil-Weninger, Band 54
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Weil-Weninger
- Band
- 54
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1886
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 346
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon