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Melden, Franz Ludwig 2l4 Melden^ Franz Ludwig
<'2o!?. Iac. Heinrich). Die lebenden Schrift'
steller Mährens (Brunn l812 Traßler. 8".)
3. lix, u. f. — d'Elvert (Christian). Histo^
riscke Literaturqeschichte von Mähren und
5>sterreickisck-Schlesien (Brunn t8")0. Roh-
rer'o Witwe, l,",) Seite !62, 16t',, 213, 280
— Tcrsclbe, Geschichte des Bücher« und
Steindruckes, des Buchhandels, der Bücher«
ccnsur und der periodischen Literatur u. s. w.,
auch unter dem Titel.- „Beiträge zur Ge-
schichte und Statistik Mährens und Oesterrei'
chisch« Schlesiens" I. Bd. (Brunn l8ö4. Rodrer.
gr. ^.) S. 302.
WeldtN, Franz Ludwig Freiherr von
(k. k. Feldzeugmeister und Com-
mandeur des Maria Theresien-Drdens,
geb. zu Laupheim in Württemberg im
Juni 1782, gest. zu Gratz 7. August
1833). Sem Geburtsdatum läßt sich
ohne Einsicht in den Taufschein nicht mit
Bestimmtheit angeben, denn man sind et
den l0., dann wieder den 1t5. und den
20. Juni als solches verzeichnet. Der
Sproß einer uralten schwäbischen Fa»
milie, über welche die Quellen S. 22 l
berichten, ist er von acht Geschwistern der
zweitgeborene Sohn des Freiherrn Kar l
Albrecht aus dessen erster Ehe mit
Iosepha geborenen Freiin Speth von
Zwie falten. Sein Vater war kaiser-
licher Rath und der freien Reichsritter-
schaft in Schwaben Ritterrath. Ludwig
trat in das heimische, damals in des
Kaisers Sold stehende Infanterie-Regi-
meni „Nürzburg" als Lieutenant ein
und wurde bald Oberlieutenant in dem- Galizien Verwendung. I m Juli 1804
wurde er Capitanlieutenant, aber schon
zwei Wochen spater durch Convention
wirklicher Hauptmaun. Ende August
1803 erfolgte seine definitive Ueber-
setzung zum Generalstabe, in welchem er
durch 23 Jahre diente. Im Feldzuge
1803 befindet er sich bei der Avantgarde
der Generale Kienmayer, Merveldt
und Schufte ckh-Herve' er wurde am
3. November bei Stadt Steyr verwundet
und schlug sich, von feindlicher Ueber«
macht umringt, mit 46 Huszaren und
2 Geschützen auf der Straße nach Alten-
markt durch. Während der nun folgenden
Friedenszeit stand er theils bei der Auf.-
nähme in Oesterreich, theils in der Zeich-
nungskanzlei zu Wien in Verwendung.
1808 erfolgte seine Berufung ins Chef-
bureau, und als in diesem Jahre unter
den Auspicien des Erzherzogs Kar l eine
militärische Zeitschrift ins Leben trat, be-
theiligte er sich in literarischer Beziehung
daran und widmete auch später noch
manchen Artikel diesem militärischen
Blatte. Im Fcldzuge 1809 gerieth er
bei Regensburg in Gefangenschaft, wurde
aber schon nach einigen Tagen gegen
einen französischen Capitün ausgewech-
selt; auf dem Schlachtfelde bei Aspern
rückte er zum Major vor und erhielt für
persönliche Bravour und sonstiges eifriges
Verhalten in dieser Campagne das
Ritterkreuz des neu gestifteten Leopold-
selben. Zu Philippsburg 1799 erhielt er ordens. Nun wieder in das Chefbureau
zugleich mit der Feuertaufe eine schwere berufen, wurde er 1812 von dem Feld»
Verwundung, und wieder trug er eine marschall Fürsten Schwarzenberg zu
solche im Gefechte bei Feucht am 3. Oc-
tober 1800 davon. Im December 1802
trat er ganz in k. k. Dienste, und zwar
zuerst in das 4. Infanterie-Regiment ein.
Bald in das 3. und 'zugleich beim Ge»
neralstabe eingetheilt, fand er in letzterem
bis 1804 bepm Mappirungsdiechte in diplomatischen Sendungen benützt und
blieb während der Dauer dieses Feld»
zuges dem Generalstab des Fürsten zu°
gewiesen. 18l3 zum Oberstlieutenant im
Corps befördert, kam er zur, Armee in
Italien, wo er sich bei der Einnahme von
Tarvis, 7. October !8l3, und im Ge
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Weil-Weninger, Band 54
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Weil-Weninger
- Band
- 54
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1886
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 346
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon