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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Weil-Weninger, Band 54
Seite - 226 -
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Seite - 226 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Weil-Weninger, Band 54

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Well, Wilhelm 226 Welleba denn Wel l erfreute sich nicht nur seines geraden, biederen Sinnes wegen, sondern auch als ein völlig selbständiger Charakter der allgemeinen Achtung, was um so mehr in Anbetracht kam, als er der erste Viceprasident war, der selbst- ständig, durch keine Beziehungen zum Hofe eingeengt, seinem Amte vorstehen konnte, denn vordem war letzteres immer mit der Würde des ersten kaiser» lichen Leibarztes verbunden und daher der jeweilige Director in seinem Wirken durch dieselbe beschränkt gewesen. Der Leibarzt gerieth nur zu leicht der Facul» tat gegenüber in die Rolle des keinen Widerspruch vertragenden Autokraten, was für die Professoren und Studirenden bald sehr empfindlich wurde, und nament- lich waren unter Well's Vorgänger, dem kaiserlichen Leibarzte Raiman n, die Ver- hältnifse in den Zustand der Unerträg- lichkeit gerathen, so daß es in der Facultät zu sturmischen Vorgängen, ja geradezu zu einer oppositionellen Partei, einer im Vormärz unerhörten Thatsache, kam. So begrüßte man denn die Ernen- nung des humanen, in seinem ganzen Wesen für sich einnehmenden Dr. Well allgemein als ein freudiges Ereigniß. Als dann 1849 die Nniversitäts.Organi' sation, ihres Provisoriums entkleidet, zur Thatsache wurde, trat Wel l als Ober« mcoicinalrath mit dem Range eines Sectionsrathes in das Ministerium des Innern, in welchem ich mit dem liebens» würdigen Arzte und Beamten persönlich verkehrte. 1830 mit dem Referate der medicmisch.chirurgischen Studienangele» genheiten im Ministerium für Cultus und Unterricht betraut, ward er t836 als Ministerialrath in das Ministerium des Innern zurückversetzt, wo er für seine vielfachen Verdienste im Sanitäts- wesen 4839 die a. h. Auszeichnung in Verleihung des Leopold-Ordens genoß. 1868 zog er sich unter a. h. Anerkennung seiner treuen und ersprießlichen Dienste ins Privatleben zurück, nur noch die ärztliche Praxis ausübend, bis ihm die- selbe 14 Jahre spater der Tod aus der Hand nahm. 1868 erscheint Wel l auch als Herausgeber der „Oesterreichischen medicinischen Wochenschrift", die als Er- gänzungsblatt des „Medicinischen Jahr- buches des k. k. österreichischen Staates" bei Braumüller (4".) herauskam. O e st e r r e i ch i s ch e Nat ional - Encyklopä- die uon Graffer, und Czikann (Wien 1827. s".) Bd. VI, S. 68. — (De Luca). Das gelehrte Oesterreich. Ein Versuch. Des ersten Vandeö zweites Stück (Wien 1778, Trattner, gr. 8°.) S. 251. — Meusel (Job, Georg). Lexikon der vom Jahre 1760—1800 verstorbenen teutschen Schriftsteller (Leipzig 4815. Fleischmann Mn., 8".) Vand XIV, S. 49?. — Historisches Portefeui l le (Frankfurt a. O.. Äuuz, 5".) 1786. 6. Stück. S. 680 in den Briefen auf einer Reise durch Deutschland von Fabricius. — Poggen» dorff ( I . C.). Biographisch » literarisches Handwörterbuch zur Geschichte der eracttn Wissenschaften u. s. w. (Leipzig 1863, Amdr. Barth, schm. 4".) Bd. I I , Ep. 1292. — Hecker ( I . F. C. vi-.). Geschichte drr neueren Heilkunde (Nrrün 18!>9. 8".) S. 630. — Grenzboten. Herausgegeben von Ku- randa (Leipzig 1847, Bd. I I , S. 336; Bd. I l l , S U80>- Bd. IV, S. 177. — Neue Freie Vresse. 1879. Nr. 3i3l. Morgenblatt, Iah. Jac. Well's des Vaters Porträt. Gürtelblld. Im oberen Theile des Gürtels sein Name. Unten in dem von Naturgeschichte liclien Gegenständen, als Muscheln, Krabben u. s. w, und dem Wapxen eingefaßten Steine die Worte-. In eontümpi2.tion6 ^ naturk» niliil ^otsät i vidsli 8UFt'rv9,«:2.iieuin I ?Iin. kisr. uat. ! oap. I, Nd. XI. I, Hickel ViQx. I. E. Manöfeld 5c., 8". Schönes seltenes Blatt. Welleba, Wenzel Franz (Maler und Schriftsteller, geb. in Prag 5. September 1783, gest. daselbst
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Weil-Weninger, Band 54
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Weil-Weninger
Band
54
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1886
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
346
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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