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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Weil-Weninger, Band 54
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^ Maximilian 231 MeUner, G. Titel: «1)6 86rviwti3 Zuletzt lebte er als Pfarrer zu Frauendorf im Mediascher Stuhle. Da er kinderlos war und Vermögen besaß, unterhielt er für sechs Studenten auf dem Gymnasium zu Mediasch einen Gnadentisch. Diese Wellmann'sche Stiftung zum Besten der Mediascher evan- gelischen Studirenden betrug 1852 ein Capital von 4l6 ft. 4a kr. ö. W. In Handschrift hat Wel lmann ein „I^xi^on, I^Qoöalß 82x0. I'ra,u57lv3,rncuni" hinterlassen. — 2. Jo- hann (geb. in Herinannstadt am 26. No< vember 1790, gest, zu Hahnebach in Sieben- bürgen am 3l). Juni 1829). Er bekleidete zu- letzt die Stelle eines Predigers in Hermann- stadt und gab die Dissertation: „Ds kai- 1819, 8^.) heraus. Wellner, Maximilian (Schriftstel» ler, geb. zu Prag am 18. Juni 1838). Der Sohn eines Advocaten, besuchte er 184?—183!) das akademische Gymna- sium in der Prager Altstadt, an welchem damals K l i cp e r a, 8 tulc und Zeleny lehrten, studirte dann die Rechtswissen- schaften an der Prager Hochschule und erlangte im November 4860 aus den» selben die Doctorwürde. Als er nun bei einer im Saale der Carolina öffentlich ab- gehaltenen juridischen Disputation auf die Gleichberechtigung des öechischen Idioms bei öffentlichen Disputationen, die bisher immer in deutscher Sprache gehalten wurden, drang, da waren sämmt- liche öechische Journale Prags voll deö Lobes für den muthigen Verfechter des ciechischen Svrachthums, wenngleich das Verlangen aussichtslos gestellt war. Die nun folgenden zehn Jahre 1837—1867 widmete sich Wellner auf das eifrigste dem Studium der Nationalökonomie und des damals wieder aus jahrhundert< langem Schlafe geweckten böhmischen Staatsrechtes. Auch practicirte er einige Zeit bei dem Kreisamte in Smichov und beim Handels- und Strafgerichte in Prag. Als dann gegen Ende 1862 sein Vater plötzlich starb, begab sich Well- ner vorerst nach Gratz in Steiermark, dann aber nach Wien, wo er zwei Ial^e blieb und Advocaten- und journalistische Praxis übte. Wiederholte Anträge zur Uebernahme eiuer Zeitungsredaction lehnte er ab. Nachdem er noch verschie- dene kleinere Reisen in österreichischen Provinzen gemacht, dann wieder Advo» catenvraris in Hohenmauth und in Prag getrieben, begab er sich im Herbste 1868 nach Unost als stellvertretender Notar. Zur Zeit ist er Advocat und Mitglied der oberösterreichischen Advocatenkammer in Linz. I n den ö^ chischen Zeitschriften „OdöQni Ul?t)^ (Gemeinde-Zeitung), „ki'ävnilc" (Der Rechtsfreund), „Ma>^ (Die Stimme), „XHi-oänl l ist^ (Volks- zeitung), „Oävstg." (Aufklärung) und anderen veröffentlichte er zahlreiche natio» nal«ökonomische uud staatsrechtliche Ar» tikel, von denen' der größere Theil in dem selbständigen Werke: '^'e^o", d. i. Studien aus dem Gebiete der Nationalökonomie und des öechischen Staatsrechtes (Prag 1870, Mikulas und Knapp, 8".) gesammelt erschien. Außerdem gab er heraus: „Zie Awönitilln des Nalkäutriniigenö. Valksumth- 5chMiche ÄblMÜlnny" sGratz 1864, Hesse, ^ . 8«)- — „Beiträge znr Geschichte dl5 büh- mi5cheu stnlltZrchtes" M m 1869, 80.); — „MlksuiirtliZchaitliche Skinrn" (ebd. 1870, Waldheim, 8".); — „Nse Nlättcr. ZilZ dem plllitiZcheii Cagebvchr" (Leipzig l8?3, Wigand, 8".); — „Nie ftng- orchiäche Partei" (Prag 1877, Gr^gr, gr. 80.). Ein G. Wellner. Zeitgenoß, beschäftigt sch mit dem ebenso wichtigen als interessanten Probleme der Möglichkeit dcr Luftschiffahrt und hat eine sehr instruttioe und eingehende
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Weil-Weninger, Band 54
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Weil-Weninger
Band
54
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1886
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
346
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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