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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Weil-Weninger, Band 54
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Melsperg (Wappen) 23t Welt konnte. Infolge der Bedrohung des Landes durch den Feind mehrten sich diese Verthei- digungsanstalten und stiegen deshalb die Steuern immer höher. Dagegen erhoben die Biöthümer Brisen und Trient Einsprache, welche jedoch von den Landständen damit erwidert wurde, daß sie drohten, die Bis« thümer mit gewaffneter Hand zu überziehen, wenn dieselben länger sich weigerten, an allen Landeösteuern Theil zu nehmen. Dadurch wuchs die Spannung zwischen dem Bisthmu und der damaligen Negentin Tirols. Erz« Herzogin Claudia, die sich energisch dein unberechtigten Ansinnen des Bischofs ent< gegenstellte. doch den Ausgang dieser ver« wickelten Streitigkeiten, welche sich mehrere Jahre (46^4—1641) hinzogen, erlebte Bischof Wi lhelm nicht mehr. Außer der schon er< wähnten sehr „heilsamen" Einsetzung des Eonsistoriums fanden unter seiner Negiernng noch statt: die Förderung des Priesterhauses durch Vermehrung der Alumnen, die Errich- tung des Capucinertlosters in Bruneck und eine stattliche Menge Stiftungen humaner und religiöser Richtung, welche Sinnacher im unten bezeichneten Werke quellenmäßig sorgfältig aufzählt. ^Sinnacher (Franz Anton). Veitrage zur Geschichte der bischöf- lichen Kirche Säben und Briren in Tirol (Briren 48Ü2. Weger. kl. 8".) Bd. Vl I I , S. 346—31::. — Carniol ia. Vaterlän- dische Zeitschrift und Unlerhaltungsblatt. Re« digirt uon Leopold Kordesch (Laibach, Blasnik. 4".) I I . Jahrg. i83i)/4l). Nr. 00. S. 237: „Krain und die Welsperge". Von H. von (5(osta?).) — 8. Gin Freiherr von Welsperg, dessen Taufnamen wir leider nicht kennen, fand tU!)l) als kaiserlicher Oberst den Soldatentod in Belgrad. al5 sich die Türken der Festung bemächtigten, die Kaiser- lichen darin niedermachten, auch den soge- nannten „bleiernen Thurm" anzündeten und in Feuer aufgehen ließen. Oberst Welsperg fehlt in der Uebersicht der vor dem Feinde gebliebenen oder infolge der Verwundung gestorbenen k. k. G^erale und Obersten, welche der Hirtenfel d'sche „SoldatenkaleN' der" 1832. S. !40 und folgende enthält. I I I . Wappen. Quadrirrer Schild mit Herz« schild. Dieser letztere ist von Silber und Schwarz quadrirt (Stammwappen). 1 und 4 in Schwarz auf drei Felsspihen ein einwärts gekehrter, doppeltgeschwänzter goldener Löwe (Michaelsburg); 2 und 3 in Noth ein in Form eines ^V eckig gezogener silberner Querbalken (Villanders uno Pardell); in der zwischen 3 und 4 eingepfropften silbernen Spitze eine schwarze Kugel sRaitenau). Auf dem Schilde ruhc die Grafenkrone mit vier Turnierhrlmen. deren drei gekrönt find. Die Krone des rechten Helmes trägt einen ge» schlossenm. die Sachsen einwärts kehrenden schwarzen Adlerflug, belegt mit dem auf den drei Felsspitzen uon l und 4 einwärts schreitenden goldenen Löwen-, die Krone des zweiten Helmes zwei uon Silber und Kchwarz mit gewechselten Tinoturen quergetheilte C!e< ! phantenrüssel;' die Krone des dritten einen hohen rothen mit dein silbernen in >V geform« ten Querbalken des 2. und >l. Feldes belegten und gekrönten Spitzhut, auö dessen Krone drei Straußfedern, eine silberne zwischen rothen, emporwallen; auf dem vierten oder linken Helm ruht ein von Schwarz und Silber geschachtes Kissen mit silbernen, Qua« sten. auf welchem eine große mit fünf Strauß« federn, wechselnd silbern und schwarz, belegte schwnrze Kugel liegt. Helmdecken. Die des rechten Helmes schwarz mit Gold, des zweiten schwarz mit Silber; des dritten roth mit Silber, des vierten oder linken schwarz mit Silber unterlegt. !, Rosa (Doctor der Medicin, geb. zu Czernowitz in der Bukowina am 24. August 1836). Die Tochter jüdi- scher Eltern, besuchte sie anfänglich die öffentliche Normalfchule in ihrer Vater- stadt, dann begann sie unter unmittel» barer Leitung ihres Vaters, dem treff» liche Lehrer, unter anderen der Schrift- steller Karl Emil Franz os, zur Seite standen, die Gymnasialstudien. Im Sommer 1873 bestand sie mit Auszeich- nung die Maturitätsprüfung, worauf die Eltern nach Wien zogen, in der Hoff« nung, die Tochter werde ungehindert an der dortigen Universität ihre Studien fortsetzen können. Dem jedoch war nicht so. Ein Jahr verstrich unter vergeblichen Bemühungen, die Einschreibung an der medicinischen Famltät für die Tochter zu erlangen. Schließlich reifte Rosa nach Be,rn in der Schweiz und vollendete
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Weil-Weninger, Band 54
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Weil-Weninger
Band
54
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1886
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
346
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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