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Welten 233 Weltner
tilln. Tragödie in 5 Zlrten" (Wien 1873,
Holder), wahrscheinlich dasselbe Werk,
welches schon im Mai 1867 unter dem
Titel „Charlotte Corday" in Heidelberg
ĂĽber die Bretter ging und einen Achtungs-
erfolg errang, und dann in Rosner's
„Wiener Theaterrepertoire" das ein-
actige Lustspiel „An der schönen blauen
Donau". Seit ein paar Jahren ist Wel-
ten in Berlin schriftstellerisch thätig
und war daselbst als Mitredacteur an
der Zeitschrift „Echo" angestellt. Außer
den bisher im Druck erschienenen Arbeiten
führt Kursch ner's „ Deutscher Literatur«
kalender" fĂĽr 1884 noch folgende Werke
We l ten ' s , theils Novellen, theils
Theaterstücke, an, doch können wir nicht
angeben, ob dieselben ĂĽberhaupt nur in
Handschrift vorhanden sind und die letz«
teren auch zur AuffĂĽhrung gelangten:
„Eine Nacht gefangen", Novelle (1869);
— „Das Mondbild", Novelle (1873);
— „Chignon", Novelle (1873); —
„Eine Heirath auf Probe", Lustspiel
(1876)'. — „Brüsseler Spitzen", Schau-
spiel (187(j); — „Böses Gewissen",
Lustspiel (1878); — „Zerbrochene Glä-
ser", Novelle (1878); — „Rendezvous
im Walde", Luftspiel (1878); — „Schei-
dungsgründe", Lustspiel (1878); —
„Va din^iü", Schauspiel (1881); —
„Das Mädchen von Marconet", Trauer-
spiel (1882); — „Genziana", Lustspiel
, (1882); — „^lonZieur Rn.-passa.nt",
Novelle (1883) und „Zola-Abende bei
Frau von S." (1883). Vor etwa zwei
Jahren sind von ihm bei IĂź le ib in
Berlin mehrere Bände Novellen, vor«
wiegend realistischer Richtung, erschienen,
sie führen folgende Titel: „Nnch der An-
öchnld" (Berlin 1883, Ißleib, 8".); —
„Nicht inr Rinder" (ebd., 8".) und das
Neueste: „H'riichte der Orkriiiiinigö. Gin nrne5
Nllurllenbuch" (ebd. 1886), mit folgender Bemerkung auf dem Titelblatte: „Das
gewerbmäßige Verleihen dieses Exem-
plars ist bei Vermeidung einer Conven»
tionalstrafe von Einhundert Mark ver»
sagt". Es wäre immerhin nach den
Proben des MaĂźstabes, den Oskar
Welten als geharnischter Kritiker an
fremde Werke legte, interessant, die Kritik
zu lesen, die er ĂĽber seine eigenen Werke
schriebe, vorausgesetzt, daĂź er es in rein
objectiver Weise thäte. Ich spreche diesen
frommen Wunsch nicht etwa aus, weil
eines meiner Werke vielleicht von Oskar
Welten ungĂĽnstig beurtheilt worden;
nein! Oskar Welten hat nie eines
meiner BĂĽcher recensirt oder kritisirt. I n
jüngster Zeit erscheint Welten als Mit»
arbeiter der in Spemann's Verlage in
Stuttgart erscheinenden, von Professor
Kürschner redig irteu Zeitschrift „Von
Fels zu Meer". Aus seinem Aufsatze
darin: „Das Mekka für Lungenkranke"
(Görbersdorf im Schlesischen Gebirge)
1886/87, Heft 2, erfahren wir die Heil«
kräfte des in dieser Anstalt stattfindenden
Heilverfahrens, dessen wohlthatige Folgen
er an sich selbst erfuhr.
Deutscher Literaturkalender auf das
Jahr 1884. Herausgegeben vonIos. Kürsch«
n e r. Sechster Jahrg. (Berlin und Stuttgart.
W. Spemann. 32°.) VI . Jahrg.. S. 283.
Weltlter, Albert Joseph Anton
(Schriftsteller, geb. zu Wien am
6. November 1833). Ein Sohn des k. k.
Hauptzollamtscontrolors AntonWelt '
ner aus dessen dritter Ehe mit Mar ia,
Tochter des mahrischen Kreisarztes Ri N'
ner. Der Vater wurde bald nach des
Sohnes Geburt von Wien nach Salz«
bĂĽrg versetzt, kehrte aber schon 1839
wieder in erstere Stadt zurĂĽck, wo er
dann seinem Sohne den ersten Schul-
unterricht durch Privatlehrer und zu-
gleich Anleitung im Clavier und Violin-
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Weil-Weninger, Band 54
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Weil-Weninger
- Band
- 54
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1886
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 346
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon