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Meltz. Ferdinand Karl 238
1742 fand. — 17. Fra:y Christoph
(geb. 25. November 1676, gest. 1732)
diente gleichfalls in der kaiserlichen
Armee und focht in der Schlacht bei
Luzzara in Italien, in welcher er einen
Fuß verlor. — 18. Aarl Graf, welcher
im achtzehnten Jahrhunderte lebte, war
k. k. geheimer Rath und Statthalter von
Niederösterreich und errichtete, wie G eu-
sau schreibt, ein Stipendium jährlicher
120 st. für einen armen Studirenden
ohne weitere Bedingung; das Präsen»
tationsrecht besitzt die niederösterreichische
Regierung. — 19. Ferdinand Aarl
Graf, niederösterreichischer Regiments-
rath, machte innerhalb der Jahre 1702
bis 1713 sieben Stiftungen für sieben
Arme, zwei Waisen und einen Studenten,
im Gesammtbetrage von 8666 st. Wir
vermuthen in dem vorerwähnten Kar l
und in dem in Rede stehenden Ferdi-
nand Kar l ein und dieselbe Person.
Im Vorstehenden wurde nur in Kürze
Derjenigen aus diesem denkwürdigen
Geschlechte gedacht, welche entweder im
Kampfe gegen die Feinde Oesterreichs
standen, auch in demselben den ehren»
vollen Kriegertod fanden oder eine
schwere Verwundung davontrugen, oder
sich sonst im Dienste des Staates und im
Rathe des Monarchen, oder wieder durch
denkwürdige Handlungen ein Anrecht
auf bleibende Erinnerung erwarben. Im
Uebrigen bekleideten noch viele dieses
Geschlechtes ansehnliche Aemter im Heere,
im Staatsdienste und in der Kirche; auch
schloffen die Weltz ihre ehelichen Verbin-
düngen mit deiit ansehnlichsten Familien
des Kaiserstaates. Zu wiede-rholten Malen
gelangte in den einzelnen Linien im
sechzehnten Jahrhunderte die freiherrliche,
im siebzehnten die grafliche Würde in
das Haus. — 20. Schließlich fei noch ^
bemerkt, daß wir auch den ßenedict i Welzer sgeb. 1496, gest. 1361), regu-
lirten Domherrn von Gurk und zuletzt
Propst zu St. Andrea an der Traisen,
als einen Sprossen dieser Familie be-
trachten. Doctor Theodor Wiedemann
widmet ihm in der „Oesterreichischen
Zeitschrift für katholische Theologie"
V. Jahrg. (1866) S. 441 u. f. einen
historischen Essay, in welchem wenig Er»
bauliches über diesen Mann der Kirche
zu lesen ist.
Z edler's Uniuersal-Lerikon, 34. Bd., Sp. 1855
bis 1887 l^mit reicher Quellenliteratm). —
B i e d e r m a n n . Genealogia der hohen
GrafcN'Häusser im flänckischen Kreise, Theil I,
Tab. OXXX bis OXLVII. — Hoheneck.
Beschreibung von Oberösterreich, tom. I I ,
MF. 802 u. f. — l"^-s«6tt/"lös?^. ^.nualeZ
LNrLnse.5, ?. 256 und 332. — (Hüoner'5)
genealogische Tabellen (Leipzig 1738. G!e-
ditsch. qu. kl. Fol.) Bd. I I I , Tav. 820—824.
— Nedopi l (Leopold). Deutsche AdclZ-
proben aus dem deutschen Centtal-Ordens-
archiue (Wien 1868, Braumüller. gr. 8".)
Nr. 400. 403. 1393. 2447. 2614. 3004. 3084.
3093. 3130. 3139. 3398. 3601. 4640, 4648.
. 4649. 4630. 4651. 4632. 4633. 5218. 5336.
3339. 6413. 6423. 6636. 6945, 7190. 7362,
7563. 7564, 7365, 7566.
Welwitsch, Friedrich (Natur for .
s ch er, grb. zu Mar i aSaa l in Käm-
then 1806, gest. in London am 20. Oc»
tober 1872). Nachdem er die Vorberei-
tungsstudien in seinem Vaterlande Kärn-
ten zurückgelegt hatte, begab er sich nach
Wien, um sich der Arzeneiwifsenschaft zu
widmen. Aus besonderer Vorliebe aber
betrieb er nebenbei Botanik mit rastlosem
Eifer und ungeachtet sehr geringer Mittel
mit ersprießlichstem Erfolge. Iacquin,
Host und Trat t in ik waren darin seine
Lehrer, die ihn anregten und förderten.
Er durchforschte nicht nur die Umgebun-
gen Wiens und die Alpen Niederöster-
reichs, sondern 1832 auch den Kreis ober
dem Manhartsberge und machte der Erste
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Weil-Weninger, Band 54
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Weil-Weninger
- Band
- 54
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1886
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 346
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon