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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Weil-Weninger, Band 54
Seite - 261 -
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von Wellenheim 261 von Mellenheim und portugiesische Herbarium überwiesen werde. Endlich wünscht der Testator, daß alle diese Legate als Geschenke der portugiesischen Regierung angesehen werden mögen, durch deren Hilfe und Freigebigkeit er im Stande gewesen sei. in den Besitz aller Pflanzen« sammlungen zu kommen. ^A l l geme ine Z e i t u n g (Augsburg. Cotta, 4".) l372. S. 3049.) siehe: Weltz, die Grafen Welzl von Welleuheim, Leopold (Numismatiker, geb. zu Hroby, einem Dorfe im Taborer Kreise Böh» mens, am 13. November 1773, gest. in Wien 19. Februar 1848). Sein Vater Ferdinand (gest. 1808) war zuletzt Inspector und Buchhalter des Grafen Leopold Kolowrat'Krakowsky. nach» herigen Staats» und Conferenzministers. Leopold trat anfangs gleichfalls in die Privatdienste des Grafen und machte sich besonders verdienstlich bei der Grund» steuerregulirung, wofür er eine Ehren» münze, wie sie damals noch bestand, erhielt. 1789 wurde er bei der nieder- österreichischen Staatsgüterbuchhaltung, dann bei der Hofbuchhaltung, 1790 bei der vereinigten bohmisch-österreichischen Hofkanzlei, Hofkammer und Ministerial- Bancodeputation, endlich 1796 bei dem Staatsrathe angestellt. Nun rückte er zum k. ?. Staats» und Conferenzrathsconci« Pisten, darauf zum Hofsecretär vor und arbeitete immer ganz allein zu Handen des dirigirenden Staats- und Conferenz» Ministers Leopold Grafen Kolowrat, in welcher Dienstleistung er zu den wich» tigsten und geheimsten Staatsangelegen- heilen verwendet ward. In der Folge zum Hofrathe bei der k. k. Hofkammer und zum Referenten im Postwesen befördert, trat er im November.1833 aus dieser Stellung in den Ruhestand, den er noch 13 Jahre genoß, bis er wiederholten Schlagsiußanfällen erlag. Schon im Jahre 1808 war er in Würdigung seiner ausgezeichneten Dienste in den deutsch» erblandischen Adelstand mit dem Ehren- worte von Wellen he im erhoben wor» den, dessen sich die Familie seither fast ausschließlich bedient. Für unser Werk gewinnt in Rede Stehender weniger seiner Becuntenlaufbahn als seiner Nebenbeschäftigung wegen als Numis» matiker Bedeutung. Durch vierzig Jahre sammelte er mit Wissenschaft, Geschmack und Glück, besonders als er als viel« jähriger Referent des Postwesens mit den Provinzen und dem Auslande in ein- stußreichem Verkehre stand, so daß nach dem Ausspruche eines Fachmannes von erstem Range, wie es Joseph von Berg» mann ist, seine universelle Sammlung die größte und zahlreichste war, die bis dahin ein Privatmann in Wien besaß. Der darüber verfaßte Katalog betitelt sich: „Verzeichnis der Main- und Medaillen- Zümmlnng dcZ k. K. Hufrathr? Arnpoltl Welzl vnn Vellenheim". 2 Theile (Wien 1844 und 184o, gr. 8"). Das Vorwort dazu verfaßte der Custos des k. k. Münz- und Antikencabinets, Franz Vinc. E i t l , der in den Jahren 1843 und 1844 die römi» schen Münzen im ersten und sämmtliche des zweiten Theiles katalogisirte und zur Drucklegung beschrieb, auf Grundlage zahlloser notizenreicher Zettelchen, welche Welzl selbst aufgesetzt und zu den be- züglichen Stücken gelegt hatte. Der erste Theil zählt 8163 Nummern griechischer und 8684 Nummern römischer Münzen, zusammen 16.847, wobei jedoch zu be- merken ist, daß viele dieser Nummern oft zahlreiche Unterabtheilungen haben, so daß die Sammlung bedeutend mehr Stücke als Nummern enthalt. Im An« hang befindet sich das Verzeichniß einer
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Weil-Weninger, Band 54
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Weil-Weninger
Band
54
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1886
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
346
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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