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Böla 364 Bela
vita eol ziorno 1 <ii ^vr
j . r. Lta.ti aQätriHei colle l836
3i2.wli" (^lilHuo l836, 8«.). — 3. Von
einem O. von Wellenheim, unter welchem
wir den jüngsten Sohn W i l h e l m s .
Oskar von Wellenheim (geb. 2. Decem-
ber 1839, gest. l4. September i862) uer»
muthen, erschien bei Glüggl in Wien im
Jahre 1837 eine Zithercomposition, betitelt:
„Bilder und Träume. Ländler".
Feapold von Wellenhciln's Zetton. Bergmann
nennt es eine Spielmarke. Es zeigt im
Avers in einem Kranze von Eichenlaub
seinen Namen: ^VLl.21. j DV l ^VL^NX-
NLIüI; im Revers das Wellenheim'sche
Wappen. Cs ist aus Silber, ^/z.. Loth
schwer und findet sich auch in Kupfer vor.
Eine Abbildung des Iettons enthält die
„Beschreibung der bisher bekannten böhmi'
schen Privatnnmzen und Medaillen" S. 687
und Tafel I^XXIV, Nr. 641.
Wappen. Aufrechter schwarzer Schild mit einem
wellenweise gezogenen silbernen Querbalken,
in dessen Haupt dlci goldene Bienen, in dessen
Fuße aber auf gtütiem Grunde eine uatür-
lichc Nachteule, beseitet von zwei goldenen
Stemen. zu sehen ist. Auf dem Schilde ruht
ein gekrönter rcchts gekehrter Turnierhelm,
aus dessen HUmie drei Straußfedern, eine
schwarze zwischen goldener und silberner,
emporwallen. Die Helmdecken sind zu bridcn
Seiten schwarz, rechts mit Gold. links mit
Silber unterlegt.
Porträt Leopold uon Weüeilhcim's. Lithographie
von Kriehuber 1843. Gedruckt bei Ioh.
Rauch (in Nicn, Fol).
Wenck, Johann Bapt., siehe.' Weuck
heim, die Grafen, in: „Einige denk»
würdige Sprossen der Familie Wenck«
heim" >^ S. 2l)7, Är. ^ .
Wenckheim, Böla Freiherr (unga-
rischer Staatsmann, geb. in Pesth
am 16. Februar 18l j , gest. daselbst
7. Juli 1879). Ein Sohn des Freiherrn
Joseph aus deffen zweiter Ehe mit
Theresia Freiin von Orczy, genoß er
eine vortreffliche Erziehung. Er beendete ^ seine juridischen Studien in Pesth und
erhielt, 19 Jahre alt, bereits das Advo-
catendiplom. Nun wurde er Vicenotar
des Bskäser Comitates, wo sein Vater
Obergespan war. Er betrachtete sein Amt
jedoch nicht als ein bloßes Ehrenamt,
wie es im Vormärz von jungen Mag-
naten und Obergespanssöhnen oft an»
gesehen wurde; im Gegentheile nahm er
die Sache ernst und war einer der fleißig»
sten und thatigsten Notare, wie es auch
dis Protokolle des Comitates bezeugen.
So bereits 1832 zum Gerichtstafelbei«
sitzer ernannt, nahm er als solcher regen
Antheil an den Angelegenheiten des Co-
mitates bis zum Jahre 1837, in welchem
er fast einstimmig zum zweiten Vicegespan
erwählt wurde. Auch in dieser Stellung
entwickelte er eine so ersprießliche Thä-
tigkeit und solche Kenntnisse, daß. als
j 839 ein Deputirter in den Landtag ge»
wählt werden sollte, auf den damals
27jährigen Wenckheim einstimmig die
Wahl fiel. Im Landtage schloß er sich
der liberalen Partei an. 1848 wurde er
zum Obergespan des Böksses Comitates
und zugleich zum Obersthofmeister des
Erzherzogs Palatin Stephan ernannt.
Von den Ereignissen der Rebellion mit»
gerissen, zählte er. obgleich Mitglied der
Magnatentafel, zur Knappenschaft Kos-
sut h's. Am l4. Juli l848 erfolgte seine
Wahl in das ans eilf Mitgliedern be-
stehende Comit«, das vom Oberhause
mit Beantwortung der Thronadresse be-
traut wurde. Von seiner parlamentari»
schen Thätigkeit aus dieser verhangniß'
vollen Periode ist nur ein Moment her-
vorzuheben, und zwar als bei Gelegen»
heit der Verhandlung hinsichtlich der
Vertagung des Gesetzes über den öffent-
lichen Unieriicht der Freiherr meinte:
„Eines der Hauptargumente ist auch
jenes, daß wir über das Grundprincip
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Weil-Weninger, Band 54
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Weil-Weninger
- Band
- 54
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1886
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 346
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon