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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Weil-Weninger, Band 54
Seite - 284 -
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Wengersky, Eduard 284 Wengersky, Eduard Württemberg zeichnete den Grafen für diese Waffenthat mit seinem Militär» Verdienstorden aus. Noch kämpfte Wen- gersky bei der Belagerung von Hü» ningen mit, rückte zum Oberlientenant vor und ging nach Friedensschluß zur Geniedirection in Gratz ab. Von dort 1817 nach Ofen übersetzt, 1819 zum Ca< pitänlieutenant befördert, kam er bei der Aufnahme der am südlichen AbHange der Karpathen zur Befestigung beantragten Punkte in Verwendung. Zur Expedition nach Neapel unter General Fr imont im Jahre 1831 commandier; wurde er nach dem Eintreffen der Armee in Pa- lermo mit der Aufnahme aller im Val di Demona befindlichen Befestigungen betraut. 1823 kehrte er mit den Occu- pationstruppen nach Oesterreich zurück. 1828 wurde er wirklicher Hauptmann. 1830 dem in diplomatischer Mission nach London entsendeten Feldmarschall-Lieu' tenant Grafen Haugwitz beigegeben, richtete er daselbst sein besonderes Augen- merk auf die wichtige, so weit vorgerückte englische Maschinenindustrie, und seine Tagebücher enthalten in Schrift und Zeichnung manches Interessante in dieser Richtung. 1833 zum Major im 38. In- fanterie>Negimente befördert, ward er als solcher 1836 den Prinzen von Orleans und Nemours beigegeben, als dieselben einen Theil der österreichi» schen Staaten bereisten. 1837 rückte er zum Oberstlieutenant im 3. Infanterie- Regimente und schon im folgenden Jahre zum Obersten und Commandanten des 21. Infanterie «Regiments vor. Aus letzterer Stellung jedoch schon 1839 als Vorsteher des Hofstaates des Erzherzogs Kar l Ferdinand berufen, versah er dieses Amt bis 1848, in der Zwischenzeit. 1846, zum Generalmajor befördert; auch begleitete er in dieser Zeit den Erzherzog i auf dessen Reise nach St. Petersburg und brachte 1848'die Nachricht von der Thronbesteigung des Kaisers Franz Joseph an den königlichen Hof von Hannover. 1849 auf sein Ansuchen in die active Armee eingetheilt, übernahm er sofort das Commando einer Brigade und machte den ebenso kurzen als glor« reichen Feldzug gegen Pieniont mit. Noch im nämlichen Jahre zum Feldmarschall- Lieutenant und Truppenoivisionär' in Ungarn ernannt, wurde er 1832 Com- mandant des 10. Armeecorps und zweiter Inhaber des Infanterie>Regilnents Erz» herzog Ernst Nr. 48. 1834 geheimer Rath und 1836 Festunssscommandant in Ollnütz, aus welcher Stellung er aber schon nach wenigen Monaten auf eigene Bitte nach 44 im Dienste vor dem Feinde und sonst in wichtigen Stellungen ver« brachten Jahren in den Ruhestand über« trat. Als 1839 der italienische Krieg ausbrach, stellte sich der 67jährige-Ge« neral seinem obersten Kriegsherrn wieder zur Verfügung und bat um Verwendung vor dem Feinde, welche Bitte, wenn sie auch nicht erfüllt wurde, doch seine Treue für Kaiser und Vaterland besiegelt. Graf Wengersk:' erreichte das hohe Alter von 80 Jahren, nach seinem Tode das Andenken eines tapfereti, hochgebil- deten Generals, eines humanen echt» ritterlichen Soldaten und eines Edel» mannes von altem Schrot ,und Korn hinterlassend. Zu seiner Leichenfeier eilte aus den Stationen Trieft und Groß« Kanizsa eine Deputation des 48. Infan« terie-Regiments herbei, dessen Inhaber der Verblichene war. Aus beiden Ober« sten und sechs Oberofficieren bestehend, legte sie ein herrliches Seidenband von der Farbe des Regimentsaufschlags mit den in Gold gestickten Worten: „DaS Ofsiciercorps des 48. LiniewInfanterie».
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Weil-Weninger, Band 54
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Weil-Weninger
Band
54
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1886
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
346
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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