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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Weil-Weninger, Band 54
Seite - 288 -
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M^gierski, Thomas 288 M(gierSki, Thomas Cajetan um die Interessen seiner Glaubensgenossen zu vertreten, und in Leyden seine .,Di5pu, (I^uzä. V^i. 1628) drucken ließ. Die unten angeführten Quellen geben über seine zahl reichen Schriften ausführliche Nachricht, ^ n a^kloptiä^'k Vo^L2sednH u. s. w Bd. XXVI, 3. 773. — Hsnikoloski i^s/l^>, !oeo oit., Vd. I, T. 14; Bd. I I , S. 485 und 551. — HanHtäl's ^./e^. Ham.^ ), I000 eir., Bd. I, 3. 32, 35 u. f. — 5po?/e <^H7. ü?7.> Hiätor^a literaiui-^ xoläki 22.r)'52,eb, d. i. Geschichte der polnischen Lite» ratur in Umrissen (Warschau 1846, G. Senne- wald, gr. 8".) 2. 175 und 314. — 52?,?««^ ' ^ü'i'sT'on^m.^, loco cir., Bd. S. 308 u. f.^ I — 3. Sophie W?gierska, eine Tochter Ludwig Kaminski 's. Zeit- genossin, die in den Sechziger»Iahren zu Paris lebte, vielleicht gegenwärtig noch da< selbst lebt und mehrere treffliche Schriften, meift für die Jugend, unter dem Namen Bron is lawa Kamiüska herausgegeben hat. Die Titel derselben sind: ^Le^ei iiisroi^c-ne", d. i. Geschichtliche Legenden (Posen 1852. und durchg. Aufl., 1863. 12".); — ^larz'nku, o^aro^nica", d, i. Die Here Marynka (Warschau 1852); — „Odr ^-ieku ä-iecinnezo...", d. i. Bilder aus dem Kinderleben (Bceslau186,l)); — „I>oäro2 Ni2äo>vnle22. V0 Ni^oi6ka^v82^<:ti okolielicli, /.ismi N2ä2^", d. i. Malerische Reise durch .die merkwürdigsten Gegenden unserer Erde (Breslau 18ö3). dazu benutzte die Verfasserin Humboldt's und anderer berühmten Nei« senden Schriften; — „Xon-g. pociroH ina- Io^uio22, «2^11 obi'a,2/ .^.meliki, ^.lrlki i ^U5tl2,lii", d. i. Neue malerische Reise oder Gemälde aus Amerika. Afrika und Australien (Berlin 1860) u. s. w. Seit Jahren war sie auch die ständige Mitarbeiterin der periodi- schen Schrift ^Libliotek», 'VV8.i'52a''>v3kÄ>", für welche sie die Pariser literarische, wissen» schaftliche und Kunstchronik besorgte. — 4. Thomas Wtzgierski (geb. im Posen« schen 1587, gest. 1653). Ein Bruder des Adalbert und Andreas, war er einer der eifrigsten und einflußreichsten Prediger der böhmischen Brüdergemeinde; auf der Synode zu Ok«a fungirte er als Superintendent der kleinrussischen Gemeinden helvetischen Be» kenntnisses. Er hat zahlreiche Gelegenheits» predigten und sonstige Andachtsschriften in- lateinischer und polnischer Sprache durch den Druck veröffentlicht, darunter die „^ILOrcio- N63 tkeolo^icas contra missas saeriKciuln" (Heidelberg 16l7). Ueber seine vielen Schrif» ten und sein wechselvolles Leben berichten in dem „.Vln poFr-edo^v? n. ^8oi 1o «13.322. 'VVtzsiei-LkibFo" die beiden Gemeinde» Priester Ioh, Laetus und Daniel Stefa» nus. ^Nno 7 KI 0 pe äz^ ^ a p o^826od,2a, u. s. w.. Bd. XXVI, S. 772. — Heni- ^o^H i^ ^!^'^, loco oit. B. I I , S. 526. Bd. I, S. 36.) — 5. Thomas Clljetan (geb. in Podlasien 1753. gest. zu Marseille 7. April 1787). Aus adeliger Familie, genoß er bei den Jesuiten in Neustadt (No-wa. inieäc:) und bei den Theatinem in Warschau eine sorgfaltige Erziehung. Im Alter von 18 Jahren schrieb er das Gedicht „Oi^g.u?", welches er 1784 unter dem Pseudonym Wi» chert herausgab und dem Bischof Kra» sicki widmete. Der König S tan is laus August wurde auf den Poeten aufmerksam und ernannre ihn zu seinem Kammerherrn. Am königlichen Hofe aber verdarb W s» gierski es bald durch seine zügellose Sa« tyre, seine Pasquille, in denen er Niemand, selbst nicht seinen Mäcen, den König, schonte, so daß er endlich genöthigt war, Hof und Land zu verlassen- Dies ist die eine Version, nach einer anderen glaubwürdigeren hätte er auf einem Balle derHetmannsgattin Oginski, auf den Wunsch der Gesellschaft, eine Pharao« dank aufgelegt und sei nach beendetem Spiele mit einem Gewinn von zehntausend Ducaten aufgestanden. Nun besaß er die Mittel zur Ausführung'seines längst gehegten Wunsches, Paris zu besuchen. Denn dort weilten da« mals seine, wie vieler anderer Zeitgenossen, Ideale. Vol ta i re und die Encyklopädisten. So ging er denn auf Reisen. Zunächst begab er sich 1779 nach Italien, dann nach Paris, zuletzt nach den Vereinigten Staaten Hon Nordamerika, wo er Washington, Ief» ferson, Fr an kl in kennen lernte. Ende 1783 kehrte er nach Europa zurück und lebte in Paris und London, kam aber durch sein zügelloses Leben bald körperlich und auch in seinen Vermögensvcrhältnissen ganz herunter. Anfangs Jänner 1787 ging'er von Aoignon, wo er sich eben befand, nach Marseille und starb auch daselbst nach einigen Monaten. Seine gesammelten Werke sind in dem von M 0 st 0 w s k i herausgegebenen „'VV^doi' ViLars?- poiskiek", d. i. Auswahl polnischer Schriftsteller, in Warschau 1803 erschienen. Thomas Cajetan, der oft auch nur mit
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Weil-Weninger, Band 54
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Weil-Weninger
Band
54
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1886
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
346
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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