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^ Johann Bapk 289 Wengler^ Johann Bapt.
dem Taufnamen Cajetan aufgeführt wird,
war als Mensch und Poet eine eigenartige
Erscheinung, eim,' Art polnischer Grabbe.
nur nicht mit dieser himmelanstürmenden
Phantasie, wie dieser und wohl auch weniger
cynisch. Die polnischen Literaturhistoriker
haben ihn mit Vorliebe behandelt, wenngleich
das Ergebniß weniger ein literarisches als ein
psychologisches ist. sOKoÄMleki 5/<?n.^, loeo
oit., Vd. I I I , S. 318—322. — Hismlsn^l
^öncHs««^. I^artr^t/ Iit«raokiO, d. i. Litera»
nsche Porträts (Posen I86ö). — IvloL>- i
Ic>viÄt>'. !<sia2ka ^dioi'o'lVH, d. i. Aehren
und Blüten. Sammelbüchlein (Krakau l8«9.
Kirchmayr, 8".) S. 290—313: / lonv^^Iv^.
Polnische Literatur in historisch-kritischem Abriß
(Krakau j868, I . M. Himmelblau, gr, 8°.)
Bd. I, S> 24. 26; Ad. I I , S. 3. 32. 3-t
und 43.^ j -> Der ^Pr^^'.j3.«i6l wä?", d. i.
Der Freund deö Volkes, ein beliebtes illu<
strirtes. Journal in Polen und eine wahre
Fundgrube für Geschichte, Biographie, Cul<
turgeschichte, Volksbräuche, Archäologie u. s. w.
der alten Polen, enthält in einem seiner ersten
Jahrgange Wtzgierski's Bildniß im Holz«
schnitt, mit einer kleinen biographischen
Skizze.
Wengler, Johann Bapt. (Maler
und Radirer, geb. zu Pflugg'Wild-
schütten in Niederösterreich im Jahre
1813). Er machte seine Studien an der
k. k. Akademie der bildenden Künste in
Wien, dann aber vervollkommnete er sich
weiter unter der besonderen Leitung des
Malers Ranftl M . XXlV, S. 328^.
Auf der Iahresausstellung 1839 der
k. k. Akademie der bildenden Künste bei
St. Anna in Wien begegnen wir dem
vielversprechenden Künstler mit seinem
Genrestück „K'ilZtmllMlnüe" zum ersten
Male. Nach einer längeren Pause er»
schien er 1843 wieder auf der genannten
Iahresausstellung, und zwar brachte er
diesmal den weiter gar nicht beachteten
ersten galvanographischen Versuch, die
„Aeichnnng einer OberöZterreicherin"; außer-
v. Wurzbach, biogr. Lerikon. I^I V. ^Gedr. dem aber auch folgende Oelgemalde:
„Zas Mll5 Min" ; — „Nie spinnt"
und „Ein RnIMllil"; nun folgten ebenda
im Jahre 1844: „Ayrnner"; 1845:
„Bayrische Wirtli5lM55rene"; — „
reichichr VllnemhllchM"; 1846:
Lchrr Jahrmarkt" (400 st.)', -
Zche5 Airchmeihwt" (300 st.); 1847: „^«t
beim Mälstnkeller"; — „Anhe bei tier Grnte" ;
1859: „<5ine häßliche Scene" (l20 fl.).
I n den Monatsauöstellungen des österr.
Kunstvereines finden wir ihn bereits
1855, in welchem Jahr er im Jänner
„<5in Nttt-Ncgclöcheikell in Gberüsterreich"
(500 fl.) brachte- dann folgten 1856 im
Mai: „Nie Ernte« (180 st.); —im Juni:
„Nie NnrMchmn" (j30 st.); 1861 im
Februar: „Kinder ant dem Felde", Aquarell
(23 fi.); 1868 im December: „Fr^ch-
mirl", Oelbild (80 fl.) und 1869 im Oc
tober: „Nie Grnle« (230 fi.), ein von
dem obigen verschiedenes Bild. Von
dieser Zeit ab hat Wengler nicht mehr
ausgestellt, und war von ihm nur in der
Historismen Ausstellung, welche anläßlich
der Eröffnung der neuen Akademie der
bildenden Künste in Wien 1877 'statt-
statte, ein Carton: „«Schnitterinen im Feld"
(Höhe 18 Centim., Breite 13 Centim.,
bezeichnet und datirt 1831), Privateigen«
thum, zu sehen. In dem 1344 erschie-
nenen „Album der Künstler WienS" ist
er durch eine Originallithographie (in
gr. Fol.) „Tanzende Ungarn" vertreten.
Der Künstler hat auch radirt, doch ist die
Zahl seiner — übrigens vortrefflichen —
Radirungen eine sehr kleine, dem Her-
ausgeber sind nur bekannt: „Nanern nar
der Schänke; ein Paar tanjt nach dem Nndelsack"
(gr. 4^.); — dann aus Franz Kaum-
gartner'S zu Wien im November 1864
stattgehabter Auction: «NnMische Vunnn
tanzen ullr einem Mrthshauö"; — ferner:
„Mer Nüim" und „Me Fr°n" (40.), zwei
12. Dec. 1886.) 19
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Weil-Weninger, Band 54
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Weil-Weninger
- Band
- 54
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1886
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 346
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon