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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Wurmser-Zhuber, Band 59
Seite - 157 -
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Zandomeneghi, liuigi 137 Zandomeneghi. Luigi <Dc Luca). Das gelehrte Oesterreich. Ein Versuch (Wien l??8. von Trattner. 8«.) I. Vds. 2. Stück. S. 27i>. — Poggen» dor f f ( I . C). Biographisch, literarisches Handwörterbuch zur Geschichte der eract^n Wissenschaften (Leipzig 1863, I . Ambros. Varth. gr. 8".) Bd. I I , Sp. 1392. — <7a- iis^t ^3a^<??!S als). t^Ii sci-ittori I'i-iulano- ^utitril»,«! clkKii ultiml üuo äsooli ((^orixi«, et 8., 8°.) 1'om. IV".°. sUnser Jesuit dürfte wodl ein Sproß der Wien 30. Apnl l?94 in den Freiherrnstand als Zanchi von Catto und Linchenber« erhobenen Fa> milie sein. über welche das „Genealogische Taschenbuch der freiherrlichen Hauser" in den Jahrgängen 1858. S. 439. 1863. S. 1U31. 1863. S. W24 und 13ssv. S. t0l2 nähere Aufschlüsse bringt.) Zandomeneghi, Luigi (Bildhauer, geb. zu Colognola, einer wenige Meilen von Verona gelegenen Ortschaft, am 20. Februar 4778, gest. in Venedig am 15. Mai 1850). Sein Vater Pietro entstammte einer angesehenen toscani» fchen Familie, die sich Giandominic i schrieb, welcher Name vom Venetianer Dialekt in Zandomeneghi verwandelt wurde. Die Familie war allmälig ganz verarmt. Luigis Mutter Ca tar ina war eine geborene Gonzat i aus Mon> tecchia. Bis zu seinem 18. Jahre ver- richtete er untergeordnete Dienste, da brachte der Vater selbst den 18jährigen Jüngling, dessen Neigung für die Kunst verbunden mit ungewöhnlichem Talente sichtlich hervorbrach, 1796 nach Venedig zu dem unbedeutenden Bildhauer Gio- vanni Ferrari Tore t t i , bei dem übri- gens kein Geringerer als Canova die ersten Elemente der Kunst, in welcher 'derselbe später so groß geworden, erlernt hatte. Bei T o r e t t i selbst erlernte L u i g i nicht eben viel, aber mit ihm zugleich befand sich bei dem Meister der junge Giacomo Gabardi , der Sohn wohlhabender Eltern, mit dem er sicb befreundete, und in dessen Familie er gastliche Aufnahme fand. Gabard i (gest. in Venedig am 6. August 1830 im Alter von 76 Jahren) bildete sich selbst zum tüchtigen Künstler, und dieser war es, der unseren Zandomeneghi in dessen künstlerischer Entwickelung wesent- lich förderte, während derselbe unter Torett i 's alleiniger Leitung wohl ver- kümmert wäre. Mit Gabardi gemein- schaftlich übte sich Zandomeneghi, ungeachtet es sein Meister nicht gern sah, im Zeichnen nach der Antike, im Model» liren danach und machte glänzende Fort- schritte. Copien nach einigen bei einem Antiquar vorgefundenen Antiken meißel» ten er und sein Freund so tauschend nach, daß sie von Kennern fär Originale ge» halten wurd.en. Dabei bildete sich Luigi auch wissenschaftlich aus, lernte und stu> dirte die alten Clasfiker und vertiefte sich in die herrliche Literatur seines Vaterlandes. So erwarb er sich denn auch Gönner und Freunde, die ihn unter» stützten, unter anderen den Staatsinqui- sitor Girolamo Ascanio Mol ino und den Fürsten Degl i Obizzi. Aber mit dem Fall der Republik änderte sich die Sachlage, und des jungen Künstlers Aussichten verschlimmmerten sich sehr. Nichtsdestoweniger ließ Z a n d o m e» negh i den Muth nicht sinken, ver- doppelte Fleiß und Eifer und vollendete 1804 das Modell eines Genius der schönen Kunst, der das Bildniß Ca» nova's krönt. Canova, die schöne Arbeit würdigend, lehnte die Krone für sich ab und wollte sie auf der Büste Tizian's sehen. Aber auch dieser Erfolg nützte dem jungen Künstler wenig; Be- stellungen fanden sich noch immer nicht ein, und er war genöthigt, seine Arbeiten
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Wurmser-Zhuber, Band 59
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Wurmser-Zhuber
Band
59
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1890
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
428
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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