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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Wurmser-Zhuber, Band 59
Seite - 162 -
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Zang. August 162 Zang, August erschienenen Schriften sind uns bekannt ^l'6?-sl'" iFlorenz 1868, Barbara); — lebd. l870); — ^/'oes/e'- (Florenz j877, Le Monnier's Nachfolger); — ^^-///l'em?-//" (ebd. 1877); — „^llo l878, Segrö); — „ lVicenza 1879, Paroni); — )" (id. eaä.); — ^^c?Vl o" (I88l). In den .Vtti äell'Isti- tuto lii 8cit)n^e, lottere eä arti 6.1 Ve- noxia, dessen Mitglied er ist, befinden sich mehrere literarische Abhandlungen seiner Feder. Bornmül ler (F.). Biographisches Schrift steller'Lerikon der Gegenwart (Leipzig 1882, Bibliogr. Institut, br. 8".) S. 782. — />e OuösT'Nüei'H ^47l</s/<^). vi^iouai-io dio ^raüco cle^li serittol-i eontempoi-anei orng.to cli oltr« 8l>U litratti slii-euxe t879, 8uc cO22oi-i 1^6 Zlonui^i-, I^ex.-8".) p. tO79 lmit Porträt im Holzschnitt). ZllNg, August (Gründer der Wiener Zeitung „Presse", geb. in Wien am 2. August 1807, gest. daselbst 4. März 1888)^ Ein Sohn des Arztes Chri- stoph Bonifaz Zang s^iche den Fol- genden^, welcher gegen denselben eine an Abneigung grenzende Kälte zeigte, die er zuletzt dadurch bewies, daß er ihm nur ein Bruchtheil seines bedeutenden Ver- mögens vererbte. August besuchte das Gymnasium bloß bis zur sechsten Classe, da er aber am Studium nicht eben große Freude hatte, trat er in das Pionnier- corps, in dessen Schule Franz von Mayern M . XVII, S. 483^ und der berühmte Brückenbauer Karl Freiherr von Birago Md. I, S. 403^ seine Lehrer wurden. 1832 zum Lieutenant im 2. Iäger-Bataillon befördert, nahm er 1836, nachdem die von ihm erfundenen Percussionsgewehre bei vier Regimentern versuchsweise eingeführt, aber schließlich von den billigeren Zündstiftgewehren verdrängt worden waren, seinen Abschied, heiratete und ging nun daran, sich eine unabhängige Lebensstellung zu schaffen. Er baute mit günstigem Erfolge, besuchte während dieser Zeit Professor Paul Trau- gott Meißner's Vorlesungen über tech- nische Chemie und wurde mit Ernst Schwarzer, der gleich ihm aus dem Heeresverbande ausgetreten war, be- kannt. Mit einem Male faßte er den Entschluß, nach Paris zu gehen und das berühmte Wiener Gebäck dort einzu- führen. Schwarzer schloß sich ihm an, und nachdem er für Zang's Unter» nehmen einige Leute geworben, folgte er ihm nach Paris. Das Unternehmen war ein waghalsiges, da Beide vom Bäcker» geschäft nichts verstanden und es galt, die französischen Vorurtheile zu besiegen. Als Zang die erste fertige Waare den Franzosen vorlegte, wollten diese, die an ihr geschmackloses Gebäck gewöhnt waren, von der Neuerung nichts wissen. Aber er warf nicht gleich die Flinte ins Korn, er hatte das Unternehmen mit großen Kosten ins Leben gerufen, und was die Stockfranzosen verwarfen, fand bei den Elsässern, Rheinländern und überhaupt bei französirten Deutschen in Paris, die aus ihrer Heimat an besseres Gebäck ge- wohnt waren, Eingang; die österrei- chische Botschaft, das Haus Rothschild fanden das Wiener Gebäck vortrefflich, und so brach sich das neue Brod allmälig Bahn und wurde in das Pariser Haus» wesen eingeführt. Das Brod ward ledig« ich auf mechanischem Wege erzeugt, durch Maschinen geknetet, geformt und mittelst Dampfes gebacken. Auf dem Brode, das die Form von Backsteinen atte, las man in erhabener Schrift das Merkzeichen: 2anF; lg. maln äs i'kounno «. pg.2 touoke. Bald waren die Er'
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Wurmser-Zhuber, Band 59
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Wurmser-Zhuber
Band
59
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1890
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
428
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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