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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Wurmser-Zhuber, Band 59
Seite - 181 -
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Zappe, Joseph Rudolf ^ Joseph Rudolf entstammt allem Anschein nach derselben Familie, zu welcher die beiden Krakauer Domherren Johann und Nicolaus Zapolski gehören, deren Lytowski in seinem „KÄtalaloß biskupöw, pra- Bd. IV, S. 299 u. f. in ehrenvoller Weise gedenkt. ricas, 8".) ^1-2 I I , pax. 876. — Der Rieger »Malische ^Ilovnilc na,u«n^" uer» ändert gegen allen Tchick den Namen der Ungarfürsten Z^polya in Zapolski und bringt unter diesem über Stephan, Io» hann und Johann Sieg mund Z6« p olya ausführlichere Nachrichten im zehnten Bande. S. 263—265. Hllppe, Joseph Rudolf a, Ouoiüxo (Carmelitermönch, theologischer und naturwissenschaftlicher Schriftsteller, geb. zu Friedland in Böhmen 9. December 475t, Todes» jähr unbekannt). Er besuchte die Schulen in Friedland, Hirschberg in Preußisch- Schlesien und in Prag, wo er im Jahre 1771 in den Carmeliterorden ein- trat und den Klofternamen ReäeratuZ s. Oruoiüxo annahm. In den Klöstern zu Linz und Wien beendete er die Stu« dien und erlangte 1776 die Weihen. 1777 kam er nach Linz als Correpetent der Novizen, wurde 1780 in Prag Kate» chet an Mädchenschulen und als 1787 die Aufhebung seines Klosters daselbst erfolgte, Gymnasialprofeffor zu Komotau in Böhmen. Seiner leidenden Gesundheit wegen gab er 1799 sein Lehramt auf und ging nach Wien, wo er als Erzieher und Schriftsteller wirkte. Als er sich wieder wohler fühlte, erhielt er 1804 die Stelle des Exhortators am Wiener Schottengymnasium. Nachdem er dann in Wien die philosophische Doctorwürde erlangt hatte, wurde er 1808 Lyceal» director zu Zamosc in Galizien. Dort wirkte er unter den unerquicklichsten Ver« haltnijsen und mußte nach Ausbruch des Krieges — als Deutscher — 1810 seine Stelle aufgeben, worauf er nach Wien l zurückkehrte und daselbst als Erzieher ! und Schriftsteller seine Thätigkeit wieder aufnahm. Wann er starb, ist nicht be» kannt. 1826, damals bereits 73 Jahre alt, war er noch am Leben, da er 1820 bis 1826 sein Bilderwerk: „Biblische Vnr- ztellunyen ans der Vibel des alten und neuen Ge2tümente5" bei G e r o l d in Wien her- ausgab. Zappe war als Schriftsteller auf religiösem, geographischem, geschicht» lichem und naturwissenschaftlichem Ge» biete thätig. Außer einigen Andachts- büchern für Katholiken, junge Personen männlichen und weiblichen Geschlechtes, einigen religiösen Kupferwerken, welche wiederholte Auflagen erlebten, und einem hundertjährigen Kalender für das lau» fende Jahrhundert gab er heraus: „Mi- nlrlllugi5che5 Handlriiklln llder alphabetische Ank- Stellung und Nezchnibnng üller bisher bekannten FllSSllien uach ihrer alten nnd neuen Nllmenrlutnr und Ghulllkwi3tik" U.3.N.. 3 Bände (Wien 1804, 2. verm. und ganz neu verf. Aufl. 1817, Beck, gr. 8".), Zappe's Haupt- werk; — „Gemälde aus der römischen Ge- schichte nach Millot'Z Plane dargestellt", nrit 48 KK. (Wien 1804, neue Aufl. 1817, Pichler, gr. 4".); — „NaturgeZchichte mit Hinsicht ant Brauchbarkeit" (ebd. 1808,80.)'. — „Naturlchre mit Hinsicht auk die neueren Gntdeckungen" (ebd. 1808. 8«.); — „Grd- Knnde in vierfacher Hinsicht ;nm Nutzen der bürgerlichen Landjugend", 2 Bändö (ebenda 1820, gr. 8".). Zappe's Mineralo- gifches Handlexikon" ist durch Aufnahme der Trivialnamen, wie der lateinischen und französischen Benennungen, ein noch
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Wurmser-Zhuber, Band 59
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Wurmser-Zhuber
Band
59
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1890
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
428
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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