Web-Books
im Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Lexika
Wurzbach-Lexikon
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Wurmser-Zhuber, Band 59
Seite - 186 -
  • Benutzer
  • Version
    • Vollversion
    • Textversion
  • Sprache
    • Deutsch
    • English - Englisch

Seite - 186 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Wurmser-Zhuber, Band 59

Bild der Seite - 186 -

Bild der Seite - 186 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Wurmser-Zhuber, Band 59

Text der Seite - 186 -

Zappert (Familie) Zappert (Familie) fprachsbüchlein" M . XXVII I , S. <93 bis 28(H'. — „Ueber ein althochdeutsches Schlummerlied" sBd. XXIX, S. 302 bis 3i4^, worüber sick mit Berliner For- schern eine Fehde entspann, in welcher Franz Pfeiffer für Zappert eintrat; — im „Archiv für Kunde österreichischer Geschichtsquellen", herausgegeben von der kaiserlichen Akademie der Wissen» schaften: „Büchlein, dem Herzog Albrecht VI. von Oesterreich zuge- sandt von seinem Caplan" >^Bd. XIX, S. 1455 :^ — »Ueber Bademesen in mittelalterlicher und später.er Zeit" ^Band XXI, S. 3^. Die kaiserliche Akademie der Wissenschaften erwählte ihn am 28. Juli 1831 zum inländischen corre- spondirenden Mitgliede. Er starb im besten Mannesalter von erst 33 Jahren, nachdem er seinen Tod drei Tage vorher auf die Minute vorausgesagt. Uebrigens sollen ähnliche Fälle von eingetroffenen Todesahnungen schon bei mehreren Glie- dern dieser Familie vorgekommen sein. feierl ich? Sitzung der kaiserlichen Äka» demie der Wissenschaften am 30 Mai ltjftu (Wien. Staatsdruckerei. t>") S. 89 ^In den Acten der kaiserlichen Akademie soll sich Z a p p e r t's Selbstbiographie finden.) — Wiener Z e i t u n g . 1839. Nr. 29!». — Fremden «Blatt . Von Gustav Heine (Wien. 4".) 1867. Nr. iltt lüber den Streit, der sich anläßlich der Aufsindung des ältesten althochdeutschen Schlummerliedes durch Zap- pert mit der Berliner Schule erhob.^ Die Familie Zappert. Eine ansehnliche durch Geist und Humanität ausgezeichnete Israe» litenfamilie. welche ursprünglich in Vöhmen. und zwar in Prag. ansässig war, von da aus aber sich nach Ungarn und Niederöster« reich ausbreitete. Im Vrager Ghetto lebte zur Zeit Kaiser Kar ls VI . ( l7 l i —t?40) ein ärmlicher Jude Namens Israel Zap» pert. Dessen Sohn Wol f brachte den Na« inen zuerst zu Ehren durch seine Tüchtigkeit, Gediegenheit des Charakters und Ehrlichkeit. Dank dieser Eigenschaften ward ihm die Auszeichnung seiner Ernennung zum Hof> juwelier. und als durch eine Vrrordnut?^ alle Juden aus Prag ausgewiesen wurden, blieb er davon ausgenommen. Nach wie vor trieb er daselbst den Iuwelenhandel, der ibm zu einem großen Vermögen verdalf. Als aber später die Juden aus Trebitsch in Mahren ausgewiesen werden sollten, opferte er sein ganzes Vermögen, um die Zurücknahme der über dieselben verhängten Verordnung zu bewirken. Nun war Zappert freilick ein armer Mann. aber seinen Glaubensbrüdern hatte er die Heimat gerettet. Allmälig arbeitete er sich durck Fleiß und Arbeit wieder empor, wurde Hufjuwelier Kaiser Josephs I I . , der ihm wohlwolllr und die Erlaubniß ge« währte, für sich und seine Nachkommen in Prag außerhalb des Ghetto hart neben der Teinkirche ein Haus zu bauen, mit dem Rechte, darin zu wohnen und Handel zu treiben. I n der That erbaute Wol f das Haus, das lange im Besitz der Familie blieb, bis es durch Verkauf an den Zuckerbäcker Köpf überging. Hatte Zappert , um den schönen Prospect, der sich von seinBm Hause abhob, nicht zu zerstören, immer sich llewei» gert, einen dritten Stock, der ihm ein hübschrs Erträgniß abgeworfen hätte, auf das bisher zweistöckige Haus aufzusetzen, so ging der neue Eigenthümer über diese Bedenken hin und baute den dritten Stock, verbaute aber damit auch die malerische Aussicht. W o l f Zappe r t war ein großer Wohlthäter und errichtete in seinem letzten Willen nicht weniger denn 22 lsdhlthätige Stiftungen mir bedeutenden Summen, welche sein Sohn und nach diesem sein Enkel I . L. Zappert mit Aufopferung und Treue verwalteten. I . 3. Zappert (geb. in Prag l?95) war Vor« steher. vieler israelitischer Wohlthätigkeits» anftalten in Prag. Er selbst gründete wieder mehrere Stiftungen, darunter eine, aus welcher arme Mädchen Mitgift und Aus» stattung erhalten, eine andere, aus welcher eine Anzahl Kranker verpflegt werden. E.- starb in Prag <863. Sein jüngerer Bruder war der gelehrte Archäolog Georg, dessen besondere Lebensskizze S. l84 mitgetheilt ist. — Ein Sohn des I . 3. Zappert war der Sechshauser Fabriksbesitzer August Zap» pert, und des Letzteren Sohn ist der be» kannte Possendichter, frühere Buchhändler Bruno, dessen Lebensskizze S. l82 steht. — Ein Onkel desselben ist der seincrzeit sehr gesuchte beliebte Armenarzt Dr. Heinrich
zurück zum  Buch Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Wurmser-Zhuber, Band 59"
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Wurmser-Zhuber, Band 59
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Wurmser-Zhuber
Band
59
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1890
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
428
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
Web-Books
Bibliothek
Datenschutz
Impressum
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich