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187 Zaranski
Zappert. der am 29. Juni <87ü in Wien
eines plötzlichen Todes starb. — Endlich eines
Kar l Zappert gedenkt Franz Heinrich
Böckh in seinem Buche „Wiens lebende
Schriftsteller, Künstler und Dilettanten im
Kunstfache" 3. 38 als eines k. k. prio.
Großhändlers in Wien. der sich nebenbei mit
schöner Literatur beschäftigte.
Hllrll, Fedele da (gelehrter Mönch,
geb. zu Zara um 1728, gest. daselbst
1803). Wir sind nicht im Stande fest.
zustellen, ob Zara sein Geschlechtsname
ist, oder ob wir es hier mit einem Kloster
namen zu thun haben, nach welchem er
k. Fedele da Zara hieße. BeiValen-
l inel l i finden wir ihn wie bei Dan-
dolo unter dem Schlagwort Zara auf-
geführt. Er trat in den Capucinerorden
und lebte viele Jahre als Prediger und
erzbischöflicher Theolog zu Spalato, wo
er sich ebenso seiner vielseitigen Kennt»
niffe, wie seines frommen Wandels wegen
allgemeiner Achtung erfreute. Er schrieb
viel, theils geistliche, theils historische und
andere Werke, welche in höchst mangel«
haster Weise Dandolo aufzählt. Von
seinen zahlreichen Schriften haben ge>
schichtliches Interesse:
anno ^
1790); —
ig, 179t);
(1797); —
(1800); —
2 toini (Vvii62iH 1798). Seine anderen
Arbeiten sind meist theologischen und
poetischen Inhalts. xuddlioa. äi Vone^ia, 6ä i Luoi ultimi ein-
guant' anni (Vens^ia <837. Xai-otavil:d, 8".
enäics p. 322. —
l^ontouLFt-o (^a^radin, l833, (3« ,^ 8".)
S. 63. Nr. 34t; 2. 64. Nr. 344; 2. l33
Nr. 937.
Zaraiski, Stanislaus (Schriftstel-
ler, geb. in G a l i z i e n am 5. Mai
1817). I n Teschen und an der Hoch«
schule zu Lemberg machte er seine Stu>
dien, nach deren Vollendung er 184l bei
dem Landesgerichte in letzterer Stadt in
den k. k. Staatsdienst trat. Nun weichen
die Angaben über seine fernere dienstliche
Thätigkeit stark ab. Gubernatis mel»
det, daß Z a r a u s k i die richterliche
Laufbahn aufgegeben, eine Stelle als
Professor der polnischen Sprache an
der therestanischen Ritterakademie in
Wien angenommen und als solcher
jubilirt noch im Jahre 1879 in Krakau
gelebt habe. Nach anderen Quellen (dem
g.uön)''" und der ^Nnov^io-
p0W82SQkn2.") wäre er Hilfs»
ämterdirector beim Oberlandesgerichte
in Krakau, mit welcher Angabe auch der
österreichische Hof» und Staatsschematis»
mus für 1883 übereinstimmt. Z a-
raiiski ist auch seit Jahren auf ge»
schichtlich-padagogischem Gebiete schrift»
stellerisch thätig und hat herausgegeben:
ts Hz'sFo", d. i. Unterricht der
Chronologie nach der Methode Iaz«
winski's (Lemberg 1849, 8".); —
^^eös^w />Hl«'e/6 ^)o«?s^so/t»l6", d. i.
Weber's allgemeine Geschichte, mit be-
sonderer Berücksichtigung der slavischen
und vornehmlich polnischen Begeben»
heiten (ebd. 1830), von dieser in Ge-
meinschaft mit 2ywicki ausgeführten
polnischen Uebersetzung des deutschen
Geschichtswerkes ist nur der erste Band
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Wurmser-Zhuber, Band 59
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Wurmser-Zhuber
- Band
- 59
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1890
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 428
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon