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Zardetti 189 Zarembll, Laurenz Ritter
Nnterricht zn geben" (ebd. 1792, 80.); —
,3Zt e5 zweckmässig, llngeheuile Seelzarger in
ilrr Hrzeneikunzt zu unterrichten?" (Dresden
1794,80.); — „Alphabetisches Taschenbuch
der Nettnngsmittel tiir plötzliche Ablnsgekahren"
(ebd. 1796, 8".); — „Beitrag zu dem
alphllu. Taschenbuch uder patrilltischer Wunsch
lär die Wiederherstellung tlldtscheinender Nrn-
schen", mit 3 KK. (ebd. 1797, 8".); —
„Avschrikt an die Venillhner Prags, die dartigen
Kettnngzllustlllten betreffend" (ebd. 1799,
gr. 4".). — Von einem Franz Zardll
ist die Schrift: „Ds H^ai/Ms ^T-as-
se?^???! s<??-c>/^ osa" (^liollii lioFÜ 1824
Wien, Volkes gr. 8 .^) erschienen; viel-
leicht ein Sohn des Vorigen.
Annalen der Literatur und Kunst in dem
österreichischen Kaiserthum (Wien. A. Doll,
8".) Jahrg. I8li. Bd Hl, S. 38l.
Zardetti, Carlo (Archäolog und
Numismatiker, geb. in Mailand
1784, gest. daselbst 22. März 1849).
Da die größere Zeit seines Dienstes in
die Periode der österreichischen Regierung
in Lombardo Venetien fällt, so gebührt
ihm eine Stelle in diesem Werke. Seine
Eltern lebten in Mailand. Er beendete
1808 seine Studien in Paria, wo er
das juridische Doctorat erlangte. Bald
darauf trat er in den Dienst bei der Mai-
länder Münze, als man eben auf Cajetan
Cattaneo's Md. I I , S. 311^ An-
regung eine Sammlung von Medaillen
veranstaltete, welche die Grundlage des
nachmaligen Münzcabinetes bildeten.
Daran betheiligte er sich mit ebenso viel
Eifer als Verständniß. AlK dann 1818
die Reorganisation des Münzcabinetes
erfolgte und dasselbe aus dem Münz»
amte, wo es bis dahin sich befand, in
den Palast der Brera untergebracht
wurde, erhielt Zardetti die Stelle des
Adjunkten und rückte nach dem Tode Cattaneo's als dessen Nachfolger zum
Director vor, als welcher er bis an sein
Lebensende wirkte. Das k. k. Institut
der Wissenschaften und Künste in Mai-
land nahm ihn unter seine wirklichen
Mitglieder auf. Zardetti's Leben ging
ganz im Dienste und den damit verbun»
denen wissenschaftlichen Forschungen und
Studien auf. Die Ergebnisse derselben
veröffentlichte er in Fachblättern, vor-
nehmlich in der „VibliotooH its-Iiana.^
und sind daraus hervorzuheben seine Ab-
Handlungen über einige Münzen des
Museums Mainoni, über Inghirami's
etruskische Denkmaler, über das KluLso
dordonioo in Neapel, die Alterthümer
Siciliens, den Dom von Monreale von
Serradifalco, die Kirche von St. Zeno
in Verona, von Orti; dann schrieb er
eine Erläuterung des Todtentanzes, eine
solche der Scudostücke in der Samm»
lung Ubaldo und Anderes. Auch über»
setzte er Einiges aus dem Französischen
und Englischen, so das Werk von Moses
über antike Vasen, einige Abtheilungen
der Geschichte der Kunst von Agin»
court, wo er eigene Zusähe und Be»
richtigungen beifügte, das Trachtenwerk
von Bouvard u. a. Eine Hauptarbeit
Zardetti's bildet aber sein Katalog
der großen Bücherei des Advocaten
Rejna. Er vollendete diesen Katalog
mit einem Aufwand von Mühe und mit
einer Genauigkeit, daß derselbe als
Muster für dergleichen Arbeiten dienen
kann. Zardetti starb nach langem und
schmerzlichem Leiden.
laiio, 4<>.) Bd. IX (l857). S. 561.
Zaremba, Laurenz Ritter (General-
majori. R., geb. zuIohannesbergin
Schlesien am 24. November 1824). Der
Sproß einer altadeligen polnischen Fa>
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Wurmser-Zhuber, Band 59
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Wurmser-Zhuber
- Band
- 59
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1890
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 428
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon