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Zaturec^ky (Genealogie) 202 Zatwardziatowic)
und Erfolg, daß er den an der Lpihe
befindlichen feindlichen Officier mit
eigener Hand tödtete, unsere gefangenen
Hllszaren befreite und den geworfenen
Feind bis Nonco verfolgte. Dadurch
erhielt General Provera Luft und
konnte mit seiner Truppe ungehindert bis
Ma,ntua vorrücken. Zai'ureczky wurde
aber nachtraglich für seine so erfolgreichen
Waffenthaten in der 66. Promotion vom
18. August t8()1 mit dem Ritterkreuze
des Maria Theresien-Ordens ausgezeich.
net. Im Februar 4808 trat er nach
40jahriger Dienstzeit, r^eich an Wunden
und Ehren als Major in den Ruhestand
und verlebte den kurzen Rest seiner
Jahre auf seinem im Pesther Comitate
gelegenen Gute Maglod, wo er, noch
nicbt sechzigjährig, sein Leben beschloß.
Tbürheim (Andreas Graf). Die Reiter»
Regimenter der k. k. österreichischen Armee
<Wirn 1863. F. B. Oeitler. gr. 8".)
Bd. I I : „Huszaren". S. 233 und 241.
Die Zaiureczky. welche maOauch Zathu»
reczky geschrieben findet, sind ein altes
ungarisches Adelsgeschlecht, das bis in die
erste Hälfte des 13. Jahrhunderts ihre
Ttammregister zurücMhrt, in welchem ein
Uzda (1230 — 1223) als Stammesoberhaupt
der im Thuroczer (zonutat angesiedelten Uzen
oder Usen. einer mit den Magyaren stamm«
verwandten und mit ihnen gleichzeitig in das !
heutige Ungarn eingewanderten Völkerschaft.
oc>n König B6la IV. im Jahre 1243 die
Adelsfreiheit erhielt. In der Falzie theilte
sich das Geschlecht in viele Linien und Zweige,
m welchen es noch zur Stunde blüht. Die
unten bezeichneten Quellen geben nähere
Nachricht über dasselbe. Es gibt zwei Haupt,
linien. die ungarische und die fiebenbürgische.
Drr heutige Stand der letzteren ist aus der
Stammtafel ersichtlich. Der gegenwärtige
Chef dieser siebenbürgischen Linie. Kar l ,
ist zur Zeit Oberst im Freiherr von Schön,
feld.Infanterie«Regimente Nr 82. Die Fa.
milie zahlt zu den geachtetften und an«e>
jehenften des Siebenbürger Landes und
erfreut sich bedeutenden Grundbesitzes, indem
ihr die Herrschaft Cz.ehke im Biharer Comi. täte Ungarns und die Güter zu Boritb.
Olasztelek. Naan'Ajta, Homorao-Szent Mär«
ton und Papolsz in Siebenbürgen gehören.
Schon Stephan, der Vater des gegcn»
wärtigen Familienchefs, des Obersten Kar l .
war Kurator der evangelischen Kirchen»
gemeinden h. C. in Erdöoidsk und des Gym»
nasiums zu Sepsi'Szent'Györay. Gründungs«
Mitglied zugleich mit seinen Söhnen Gedeon
und Har l drs siebenbürgischen Museum«
uereines in Klausenburg. des siebenbürgischrn
Landwirthschaftsoereines u. s. w. und seine
Tochter Emil ie (geb. 21. September 1823).
oermält seit 1843 mit Iohann Csereu de Äagu-
Ajla, Witwe seit 1874. ist Stifterin des
SMer Museum). Ihr und des Obersten
Kar l Neffe Iadislaus dient in der k. k.
Armee als Lieutenant bei Prinz Ludwig von
Bayern'Infanterie Nr. 62. — Ein Jul ius
Zatureczly von der ungarischen Linie (geb.
1. August 1845) ist Priester und seit 8 März
1863 Caplan zu Diöszeg an der Maros. In
seinem Fache schriftstellerisch thätig, schreibt
er für theologische Blätter und gab selbst«
ständig heraus: „Hclkirilc M^a.! -uav.
I'oiä. rs3^n>" (Gran 1868). ^ a ^ ^vun^.
n<iin2sk.i-ONl1j täbläkk».!, d. i. Die Fami»
lien Ungarns mit Wappen und Stammtafeln
(Pesth 1860. Moriz Räth. 8«.) Bd. X I I ,
S. 319—326. — G e n e a l o g i s c h e s
Taschenbuch der Ritter« und Adels«
geschlcchter (Vrünn. Buschak und Irgang.
32".) V. Jahrg. (l83tt). S. 53: u. f.^ l
Wappen. Quer getheilt. Oben in Blau
ein aus der Theilung wachsender natürlicher
Bär. mit den Voidertatzen eine goldene
königliche Krone tragend, rechts oben von
einer goldenen Sonne, links oben von einem
silbernen Halbmond begleitet; unten in Silber
ein natürlicher Dreihügel; auf jedem Hügel
erhebt sich auf dünnem Stengel mit Blättern
eine Rose. und zwar aus dem mittleren eine
rothe, aus beiden äußeren je eine weihe. Auf
dem Schilde ruht ein gekrönter Helm, aus
dessen Krone der natürliche Bär heroorwächSt,
der in der rechten Tatze drei. und zwar eine
weiße Rose zwischen rothen an einem Stengel
emporhält. Die Helmdecken sind rechts
blau mit Gold. links roth mit Silber
unterlegt.
Hatwardziatswicz, Innocenz (gelehr-
ter Dominicanermöch, geb. in Ga-
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Wurmser-Zhuber, Band 59
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Wurmser-Zhuber
- Band
- 59
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1890
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 428
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon