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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Wurmser-Zhuber, Band 59
Seite - 210 -
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Zauner (Fähnrich) 210 Zauper Joseph Stamslaub <«, Jahrhunderts lebte. Zu Eichstadt in franken geboren, trat er in den Orden der Gesellschaft Jesu. erlangte in demselben die phjlosophiiche Doktorwürde und verblieb n:ch Aufhebung seines Ordens, nachdem er ichon früher im Lehramte thätig gewesen, darin in Verwendung, und zwar als Pro» fessor der Mathematik an der Hochschule zu Frenburg im Breissau, welches damals als Vorderösterreich zum Kaiserttmm gehörte. Im Truck gab er heraus: ^l^Iements, Ao iioro mkiwxio äslnonsti-Äll" (Freiburg l7?U. >^".); — ^Pl°opo»itione3 svltzl'tll« «,ä ud«- riolem 86um6trjH«i xlan.'l6 trueiatum per- riu.-nt<>«« (ebd. l?7t)). — l(De Luca). Das gelebrte Oesterreich. Ein Versuch (Wien j7?8. von Trattnern. 8".) I. Bds 2. Stück. S. 277; fehlt in Poggendorff'ö Lerikon der eracten Wissenschaften und seine Schriften in Kayser's und anderen Bücherkatalogen.) — 3. Matthias Joseph Zaun er (geb. in Wien i83l). Ein Wiener Bürgerssohn, diente er zehn Jahre als Soldat, trat dann in eine Adoocatenkanzlei und i860 in den Dienst der k. k. Gartenbaugesellsckaft in Nien. In dieser Stellung trug er bei den ?m Gebäude derselben abgehaltenen Blumen» ausftellungen und den darin stattfindenden Gesellschaftsllbenden durch geschmackvolle Ausstattung so wesentlich zur Belebung der Geselligkeit in der Donaustadt bei, daß die Olmnensäle auch oon anderen Vereinen und Gesellschaften für deren Bälle und Feste in Anspruch genommen wurden. Aber auch in humanitärer Richtung bethätigte er sein Or» qanisationstalent. als nämlich i866 anläßlich des unseligen Bruderkrieges die Räume der (Iartendaugesellschafl in ein Nothfpital um» gewandelt und eingerichtet wurden, wobei Zaunrr so energisch und zweckentsprechend die Sache ausführte, daß ihm Seine Majestät der Kaiser Seine ah. Anerkennung aussprechen lieh. sGaiger (Ifioor). Wiener humorifti« sches Jahrbuch (Wien. Hügel. 8" ) VI I . Jahr« flang. l87<), S. l79 u. f. mit Zauner's Bildniß im Holzschnitt. — Mduife: Im ,Floh" !872. Nr. 2 und Nr. 49 ohne An. ^ade des Zeichners; — im „Kaktus" (Wien) I I I . Jahrg.. 20. October 1876. — 4. Ein Fähnrich Zaun er. Derselbe diente um die Mitte des vorigen Jahrhunderts im k. k. 59. Infanterie. Regimente. damals Leopold Graf Daun, und hat sich bei der Erstürmung der Bternfchanze der Festung Schweidnih am t4. November <737 so ausgezeichnet, daß er in der Relation ausdrücklich belobt wurde. Zauper, Joseph Stanislaus (gelehrter Prämonftratenser, geb. zu Dur in Böhmen am 18. März 4784, gest. in Pilsen 30. December 1830>. Nachdem er zu Brür di^ Humanitätsclafsen, zu Prag den philosophischen Curs beendet, trat er 1304 in das Pramonftratenserstift Tepl, vollendete die theologischen Stu> dien, machte auch die strengen Prüfungen aus der Mathematik und Physik und wurde 1809 von seinen Oberen nach Pilsen gesendet, wo sein Orden die Be» setzung der Lehrstellen für die dortigen Schulen übernommen hatte. Zuerst trug er am Gymnasium die Syntar und das Griechische, spater als Suvplent an der philosophischen Lehranstalt die griechische Philologie vor. Als er dann daselbst Mathematik und Physik lehren sollte, erbat er sich den Vortrag der Humani« tätswissenschaften beibehalten zu dürfen, was ihm auch 181! gewährt wurde. 23 Jahre war er im Lehramte thätig geblieben, als 1832 seine Ernennung zum Präfecten des Pilsener Gymna- siums erfolgte. Im Herbst 1833 erhielt er aber in Würdigung seiner lehramt» lichen Thätigkeit die große goldene Civil» ehrenmedaille mit dem Bande. I n diesem Umriß ist sein öffentliches Wirken erschöpft. Dabei war er auch als Schrift» steller thätig. Schon frühzeitig machte sich bei ihm das Streben nach wissen» schaftlicher Bethätigung bemerkbar, wozu in nicht geringem Maße die Benützung der Bibliothek eines Verwandten, die dem Knaben und Jünglinge gern ge» währt wurde, beigetragen hatte. Später ging ihm der Bruder seiner Mutter, der Canonicus Preißler, der ehemalige Erzieher der Prinzessin Auguste von
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Wurmser-Zhuber, Band 59
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Wurmser-Zhuber
Band
59
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1890
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
428
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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