Seite - 212 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Wurmser-Zhuber, Band 59
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Zauper, Joseph 212 Zauschner
O e ster re ick i sch e N a t i o n a l « Encyklo»
päd ie vun G r a f f er und <5zikann tWien.
^ . ) Band V I , Seite 222, — K l o v n i k
u a u «': u ^. iit!<3alctoli Oi°. I'i-ant. I^2«i.
l^ie^sr a, ^. Hlal^, d. i. Conoersations'
^rrikon. Rrdigirt von 1>r. Franz Lad.
R i e g e r und I . M a l ? (Pra^, 1872.
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D esterr ei
ch ische r Zuschauer. Heraus'
^ebrn von Ebersberss (Wien. 8".) 1828.
Bd. I, 2, 3:tU im «Rückblick in die Ver'
qangenl^eit". — iHorma y r 'M üb lfeld's)
^tckii? für Geschichte u. s. w.. l829. Nr. 6. ->
Kl'hrein (Joseph). Biographisch'literarlsches
Lerikon der katholischen deutschen Dichter,
Volks» und Jugendschriftsteller im 19. Jahr»
hundert (Zürich. Stuttgart und Würzburg
t87l. 3eo Wörl. gr. 8",) Bo. I I , S. 277.
Porträt. Lithographie von Ed, Kaiser
(Prag. Hrtz. gr. Fol.).
ZllUper, Joseph Ma le r und Staf-
f irer, geb. zu Dur in Böhmen am
13. October 1743, Todesjahr unbe-
?annt). 18 Jahre alt, hatte er, wie
»nsere Quelle meldet, den ersten Unter-
richt in der Kunst bei dem berühmten
sächsisch.polnifchen Hofmaler Ant. Kern
erhalten, der während des siebenjährigen
Krieges zu Grausan in Böhmen sich
niederließ und seinem Berufe lebte. Nach
Beendigung des Krieges begab sich Kern
nach Dresden, und zwar in Begleitung
Zauper's, der dort fünf Jahre lang
seinem Meister, der vom Minister Grafen
B rühl den Auftrag erhalten hatte, die
während des Krieges nach dem König-
stein geftüchtete kurfürstliche Galerie
wieder in Dresden aufzustellen und die
Beschädigungen auszubessern, in dieser
Arbeit half, an welcher, wie unsere
Quelle berichtet, unser Künstler sehr
großen Antheil hatte. So erzählt Dla-
bacz. Dies stimmt aber mit Kern's
Lebensdaten nichts weniger als zusam»
men. Anton Kern (geb. zu Tetschen in
Böhmen 17l0) starb bereits 4747 in Dresden, also lange vor Beginn des
siebenjährigen Krieges (173! —1768).
Es wird daher wohl statt Anton Kern
dessen jüngerer Bruder Benedict ge»
meint sein, der thatsächlich auch ein
geschickter Maler und noch geschickterer
Restaurator und in dieser Eigenschaft bei
der kurfürstlichen Galerie in Dresden be-
schäftigt war, wo er 4777 noch lebte.
Bei dieser Richtigstellung der Personen
läßt sich auch Zauper's erster Malunter»
richt mit feiner Thätigkeit bei den Restau»
rationsarbeiten in Dresden vereinbaren.
!769 ging Zauper zu dem Vergolder
Pursch in Dresden, bei dem er das
Vergolden erlernte, worauf er sich nach
Wien begab. Aber schon nach einem Jahre
fand er sich wieder bei Pursch ein und
arbeitete bei demselben mehrere Jahre,
dann kehrte er in seine Vaterstadt Dux
zurück, wo er sich <776 verheiratete.
Seine Kunst übte er theils in dieser
Stadt und deren Umgebung, theils in
den böhmischen Grenzörtern und in
Sachsen aus. Nähere Nachrichten über
seine Arbeiten liegen leider nicht vor.
t809, damals bereits 66 Jahre alt, war
er, wie unsere Quelle meldet, noch am.
Leben.
Dlabacz (Gottfried Johann). Allgemeines-
historisches Künstler-Lexikon für Böhmen und
zum Theile auch für Mähren und Schlesien
(Prag 1813. Gottl. Haase. 4«.) Bd. I l l»
LV- 432.
Zauschner (auch iriig Hauscher), Io-
hann Bapt. Ios. (Arzt und Natur»
forscher, geb. zu Prag 1737, gest.
daselbst am 16., nach Anderen schon
13. September 1799). Er studirte in
Prag, wurde daselbst Magister der Philo«
sophie, wendete sich dann dem medicini»
schen Studium zu, aus welchem er die
Doctorwürde erlangte, und wirkte an-
fänglich als praktischer Arzt. bis er 1773
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Wurmser-Zhuber, Band 59
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Wurmser-Zhuber
- Band
- 59
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1890
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 428
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon