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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Wurmser-Zhuber, Band 59
Seite - 223 -
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Seite - 223 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Wurmser-Zhuber, Band 59

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Zay von Csämor, Karl 223 Iay don Esömär. Karl eben nur sehr wenige, weil diese genügen, den ganzen Mann zu charakterisiren.) Im Wiener Blatte „Der Wanderer" vom t. December 1857. Nr. 273 schreibt der Graf: „Der Ma« gyar liebt seine Nationalität mehr als die Menschheit, mehr als die Freiheit, mehr als (Vott und seine Seligkeit." — Im denk» würdigen Reichstage 1861 sagt der Graf in seiner unaemein kurzen Rede: „Ich will als Ungar lieber in die Hölle, denn als Deutscher in den Himmel kommen." — Im Verlauf der weiteren Rede corrigirt er aber den eben mitgetheilten Ausspruch dahin: „Er möchte doch nicht zur Hölle fahren, weil er dort deutschen Ministern begegnen könnte." — Ein anderer Ausspruch des Grafen: „Die Ma> gyaren, da alle ihre Lebenspulse für das Vaterland schlagen, sie nur als Magyaren auf Erden und im Himmel selig werden wollen, ziehen, wir wiederholen es. das strengste Säbelregiment, wenn es nur zum Ruhme, zur Wohlfahrt und Größe ihres Vaterlandes, ihrer Nationalität geführt wird, selbst den freiesten beide gefährdenden Insti« tutionen der Welt vor." — In der denk' würdigen Sitzung vom 3. October 1844, in welcher der edle Szsch6nyi infolge der maßlosen von dem Grafen Zay gegen ihn geschleuderten Vorwürfe plötzlich ohnmächtig zusammenbrach, geißelte Graf Zay die l^ or< ruption des Comitatsadels und rief: „Es wäre fürwahr großartiger gewesen, wenn die Regierung ihre gelben Hebel (oas Gold), mit deren Hilfe sie die unglückseligen Nach« tragsinstructionen bezüglich der städtischen Administratoren durchsetzte, zur Förderung der vaterländischen Industrie und die Hunds' häute (Pergament der Adelsbriefe) zu Stie» feln für die armen Blinden und Taub» stummen verwendet hätte." — In der näm« lichen Sitzung entgegnete er auf die Behaup« tung: daß die ungarische Aristokratie bisher die Nationalität erhalten habe: „Daß die ungarische Aristokratie unsere Nationalität erhalten hatte, dem widerspricht die Ge< - schichte; in den Hütten der armen reformirten Prediger und des niederen Landadels ward die Nationalität erhalten, aber keineswegs durch die Ritter des goldenen Vließes und durch die Großkreuze der übrigen Ritterorden, oder 'durch die inneren Geheimräthe." Clueüen. Borbis ( I ) . Die eoangelisch-luthe» rische Kirche Ungarns in ihrer geschichtlichen Entwickelung u. s> w. Mit einer Vorrede von I)r. ^d.ool. Cbr. Ernst Luthardr (Nördlingen 1861. H. C. Beck. gr. 8".) S. 209. 212. 222. 233. 318. 365. 383. 397. 401. — Deutsche a llge m eine Zeitung, 186U. Nr. 465: „Der Adel Ungarns". — Fremden. Blat t . Von Gustav Heine (Wien. 4».) XVI I I . Jahrg.. 5. März 1864. Nr. 65: «Graf Zay'sche Phantasien". — I l lust r i r te Zei tung (Leipzig. I . I . Weber. kl. Fol) Bd. I I , 25. Mai 1844. Nr. 48. S. 342 im Artikel: „Preßburg und der ungarische Landtag"; Ad. I I I , 9. No> vember 1844. Nr. ? l : „Graf Zay von Csö« mör". — Der Kamerad. Oesterreichische Militärzeitung (Wien. 4«.) IV. Jahrgang. 3l. October 1865. Nr. 87: „Antwort an Graf K. Z." seine mannhafte Antwort auf die Repräsentanten des ungarischen Cdauoi» nistnus). — Norddeutscher Gevirgs« böte (Rumburg) 1861. Nr. 24. — Die Presse (Wiener polit. Blatt) 186?. 13, Jahr« gang. 28. Jänner 1860. Nr. 23 in der „Zeitungsschau" sentgegnet auf die im Wiener Blatte „Wanderer" abgedruckte An» ficht des Grafen Zay „daß Oesterreich seinen Schwerpunkt nicht in Deutschland, sondern in Ungarn zu suchen habe", kurz und tref« fend: „Oesterreichs Schwerpunkt liegt nicht in Deutschland, liegt aber auch nicht aus» schließlich in Ungarn — er liegt eben im Gesammtstaate und in der Gleich- berechtigung aller seiner Bestand« theile". — Möchten sich dies alle politischen Schwärmer in Cis und Trans ein» für alle« mal gesagt sein lassen). — Der ungarische He ichs tag 1361 (Pesth 1861 Osterlamm. 8«) Bd. I I I , S. 85 l>ie Rede ist kurz. aber echt magyarisch). — ^lag^Hl HlaxnäLolc 61stikj22 L KrllkspeliHrQokK) d. i. Biogra« phien und Bildnisse der ungarischen Mag« naten (PeftH) Bd. I, 1860. — Ors-äF. 3?iil«2i smisn? (Pesth 1348) Bd. I, S. 32. — I ' r 0 t 6 L t K U 5 KsvS5 U»v- tär, d. i. Protestantischer Bilderkalender (Pesth. schm. 4".) 1837. S. 30: ,2»? ic^ol? (zrok)". — VksHi-napi uHsH^, o. i. Sonntagsblatt (Pefth. 4«.) 1853. Nr. 5U. Porträts. 1) Holzschnitt von Nicholls und Allanson, nach Zeichnung von der „Illustrirten Zeitung" 1844. Nr. 71. — 2) Ohne Angabe deS Zeichners und Xylo« grapben im «plotestHnz K6i>s5 uHp^r" 1837
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Wurmser-Zhuber, Band 59
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Wurmser-Zhuber
Band
59
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1890
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
428
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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