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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Wurmser-Zhuber, Band 59
Seite - 225 -
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Seite - 225 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Wurmser-Zhuber, Band 59

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y, Emmerich Graf 225 Zay, Franz Freiherr dem Verbände derselben. Seit 1862 mit Emilie v. DuboväzKlj (geb. 2. September 1889) vrrmält. hat er aus dieser Ehe drei Söhne und drei Töchter, sämmtlich aus der Stamm« lafel ersichtlich. Der Graf lebt gewöhnlich auf seiner Herrschaft Zay'Ugrocz im Trrn cs^ner Comitate, Ungarns. ^Thürheim (Andreas Graf). Die Reiter«Regimenter der k. k. österr. Armee (Wien 1862. 8".) I : „Die Kürassiere" S. 95/j — 2. Emmerich Graf (geb. in Ungarn am 7. Jänner 1763, gest. 18. August 5831). Ein Sohn Peters Frei heirn von Zay aus dessen zweiter Ehe mit Anna geborenen Gräfin Auersp erg. trat er, nachdem er 4784—4787 in Leipzig studirt hatte, in drr damaligen kriegerischen Periode in das Regiment Wurmser»Huszaren. in welchem er 1787 —179U den Krieg gegen die Türken. 1792—1796 gegen Frankreich und l797 in Belgien mitmachte. 3chon im Türkenkriege 1788 zeichnete sich Lieutenant Emmerich aus, als er im Gefechte bei Deutsch« Bogschan am 3. Octoder mit seinem Zuge den Oberlieutenant, nachmaligen Maria Theresien»Ritter Buday auf das kräftigste unterstützte, so daß dieser Letztere ein eigenes Schreiben des Regimentsinhabers Grafen Wurmser erhieli, worin ihm derselbe in wärmsten Worten seinen Dank für diese Waffenthat ausspricht, inoem B u d a y 400 Spahis. die den ganzen Banat ver' heerend durchzogen, vollständig aufrieb und ihr^m Anführer, dem Pascha von Bosnien, im Zweikampfe den Kopf spaltete. Zay trat als Oberstlieutenant cus den Reihen der accioen Armee und wurde 1798 k. k. Kam» merer. Im Jahre 1830 bei Gelegenheit der Krönung des jungen Königs von Ungarn Ferdinand V. erhielt aber von Kaiser Franz I. Baron Emmerich Zay von Csömör, Erb» und Bannerherr von Zay» U g r <5 c z mit allen sein-n Nachkommen beiderlei Geschlechts, ebenso rücksichtlich seines uralien Stammes als seiner eigenen miliiä' rischen Verdienste den Grafenstand. Die Zay sind die ersten lutherischen Gra> fen Ungarns. Emmerich Zay war es auch. den die Protestanten Ungarns erwählten zur Uebergabe der Klageschrift über die Be» drückung ihrer Kirche durch den katholischen Clerus. Der damalige Freiherr Emmerich überreichte die «0 Bogen starke Klage und Bittschrift am 17. Juli 1799 dem Könige. Aber die Kriegsereignisse jener Zeit gestat» teten demselben nicht die Prüfung der Be« o. Wurzbach, biogr. Lerikon. I^IX. schwerden. und die Sache blieb unerledigt. Ob Emmerich Zay. Hofrichter zu Pasztora im Heveler Somitate. der 1821 eine Inva» lldenstiflunq von 5U0 fi. W. W. errichtet,,', identisch ist mit unserem Grafen, können wir nickt bestimmen. Graf Emmerich war mic Warie Elisußelh Helene Freiin von Calisch (Calisius) ^S. 227) vermalt, und stammt aus dieser Ehe der einzige Sohn Karl. Graf Emmerich war ein Ungar von echtem Schrot und Korn, im Denken groß. im Handeln energisch, streng gegen sich und gegen Andere mild. Im Volke erfreute er sich seiner Duldsamkeit und Herzensgüte wegen allgemein großer Beliebtheit. Lutherischen Glaubens, wirkte er durch eigenes Beispiel wohlthätig auf die Sitten des Landvolkes, wie er durch Vcrthellung der Bibel nicht wenig zur Verbreitung des wahren Gottes« Wortes beitrug. Bei der Nachricht seineü Todes hörte man nur die wenigen Worte: Er ist wie ein Weiser gestorben. ^Thür« heim (Andreas Graf). Die Reiter »Neai< menter der k. t. österreichischen Armee (Wien 1362, Geitler. gr. 8«.) Bd. I I : „Die Huszc». ren". S. 196 u. f. — Borbis (Johannes) Die evangelisch-lutherische Kirche Ungarns in ihrer geschichtlichen Entwicklung u. s. w. (Nördlingen 4861. Beck. gr. 8") S. 19^ u. f. — Mi l i t ä r» Schematismus des österreichischen Kaiserthums für 1863 (Wien. Staatsdruckerei. 8".) Seite 806, Stiftung. Nr 23l.^ — 3 Franz Freiherr oon (geb. 1498. gest. 10. Octolier 1370). Ein Sohn Peters von Zay und der Bar» bara Kamaräs, wurde er von Kaiser Ferdinand I. im April 1552 zugleicy mit Verant ius (Vranzy) zum Bot» schafter bei Sultan S u l e i m a n I I . er» nannt, um in Constüntinopel den Frieden zu verhandeln. Am 25. August gedachten Jahres trafen die zwei Gesandten daselbst ein und erhielten gegen alle Gewohnheit der übermüthigen Sultane schleunige Audienz, da Sultan Su leim an I I . eben im Bc» griffe stand, nach Haleb aufzubrechen. Die dann folgenden Verhandlungen mit dem Großwesir Rustem und den übrigen im Divan versammelten Wesiren waren für die Gesandten, denen die Türken stets mit Neber» mutb begegneten, nicht die erquicklichsten. Erst im Juni 1556 kehrten Verant ius und Zay zurück, ohne viel erreicht zu haben, denn während der Verhandlungen unter» nahmen die Türken immer Raubzüge nach 17. Juni 1890.) to
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Wurmser-Zhuber, Band 59
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Wurmser-Zhuber
Band
59
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1890
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
428
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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