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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Wurmser-Zhuber, Band 59
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Zbraslawski 23l Zbraslawski »kieli, d. i. Verzeichniß der Krakauer Bi« schöfe, Prälaten und Domherren (Krakau !853. Universitätsdruckerei, gr. 8°.) Bd. IV, S. 308/1 — Ein 5pr. Zborowski . Zeit« genoß, lebt als Tanzcomponist in Krakau. und sind mir von ihm folgende im Druck erschienene Kompositionen bekannt: „l'Isurs lt'kiver. Oonti-eä^nssg" (Krakau l36U, Wildr); — «?oF».cla.illca.r»o!Ic»" (ebd.). — „k-^loua.I'olkk« (ebd ); — ^<3^drieI^.?oIIcÄ." (ebd. i868) — ^Louvsuio äs Or2.eovi«. NI»2urka" (ebd. 1870). Zbraslawski, Johann (Schauspie' ler und Schriftsteller, geb. zu Zbraslaw nächst Prag am 20. August 1810, gest. in Prag 23. Juni 1869). Sein eigentlicher Name ist Kaska, den er später mit dem seinem Geburtsorte Zbraslaw nachgebildeten Zbraslawski vertauschte. Anfanglich erlernte er das Schneiderhandwerk, das er in seinem Geburtsorte bis 1826 ausübte. Darauf ging er nach Prag, wo er neben der Schneiderei steißig Bücher las. aus denen er sich allmalig jene Bildung aneignete, die ihm durch Studiren zu erlangen ver« agt war. Da er etwas Musik verstand, bewog man ihn, eine Rolle in einem Singspiele zu übernehmen, die er mit solchem Geschick durchführte, daß er neben der Arbeit in der Schneiderwerkftatte auch der Bühne sich widmete, wenngleich der damalige Director des öechischen Theaters in Prag dem Talente des Schneidergesellen wenig zutraute. Besser verstand Cajetan Ty l das Talent des- selben zu würdigen, in welchem er ins» besondere die komische Ader erkann.te. Aber nicht nur als activer Bühnen- künstler wirkte nun Zbraslawski, son» dern er begann gleichzeitig Artikel für oechische Blätter, vornehmlich für das Prager illustrirte Blatt „kvst^".^ d. i. Blüten, zu schreiben, doch immer noch betrieb er, um seinen Lebensunterhalt zu erwerben, das Handwerk fort. Endlich gab er die Schneiderei ganz auf, und da sich sein darstellendes Talent immer mehr entwickelte, widmete er sich ausschließlich der Ausbildung desselben und wurde zuletzt Mitglied des Prager National- theaters, auf welchem er sich bald zu einem Liebling des Theaterpublicums emporschwang. Auch wirkte er, indem er mehrere Stücke von Angel i , Brezner, Kotzebue u. A. ins Üechische übersetzte und für die Bühne bearbeitete, schrift« ftellerisch für dieselbe. Außerdem schrieb er: „^ot^os s ^>a^i cio HsuMal'z, ?' 2 ^olo?-o?sm", d. i. Reise von Prag nacd Szumava und zurück (1843); — ^Die?a- cis5?!?' oe'Hoinl'ck", d. i. Der Theater» dilettant, ein Lehrbuch für Freunde des Privattheaters (Prag 1843); — „0 niimi<56", d. i. Von der Mimik, im 3. Hefte des „Ookotnilc äiva.66ini", d. i. Der Theaterfreund, eines von vor- genannter Schrift verschiedenen Fach- blaites (Prag 186l u. f.), abgedruckt; — ferner etliche Erzählungen für die öechi» schen Blätter „Kvetv^ ^ouwik" , „Koäinnä. krou-ikH^ u. a. Im Jahre 1868 redigirte er auch ein öechisches Modeblatt, betitelt „Alat^ äsu", d. i. Der goldene Tag. Als im Bewegungs- jahre 1848 Alles mit einem Male zu den Waffen griff und, als ob der Feind schon vor jedem Stadtthore läge und einzu- brechen die Absicht hätte> sich aller Orten Nationalgarden organisirten, glaubte auch Zbraslawski das Seinige und noch mehr thun zu sollen, indem er nicht nur Nationalgardist wurde, sondern sofort die Büchlein: „<üviö6ni vo^näkö pro l Fg<rc1li v I>ea.2s", eine Ueber« setzung aus dem Deutschen des Bohumil Uhlik, und „?0uönä. Kniökg. pro garäu", eine Uebersetzung aus
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Wurmser-Zhuber, Band 59
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Wurmser-Zhuber
Band
59
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1890
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
428
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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