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Zdekauer, Konrad 238 Zdenek
nannt und machte in dieser Eigenschaft
den Feldzug mit. Im Jahre 1879 erhielt
er den Titel und Charakter eines Hof<
und Ministerialconcipisten im Ministe-
rium des Aeußern, in welchem er zur Zeit
als Hof» und Ministerialsecretar thätig
ist. In die Jahre 1879 und 1888
fallen auch größere Reifen in den
Süden und Norden «bis zum Nordcap)
unseres Kontinentes. Zdekaue r ist
vielfach schriftstellerisch, vornehmlich als
Mitarbeiter schöngeistiger Blätter Oester-
reichs und Deutschlands thätig. Meh.
reres, und zwar auch auf dramatischem
Gebiete, hat er selbständig erscheinen
lassen. Wir nennen davon: „Nurtar 3a-
Hanna. Tnztspirl in I Anh." (1873); — „An
der Grenze. Aztzpiel in 3 Zlnh." (1873)', —
„Er kann nicht lachen. Nramat. Scherz in
t Ich.", in der von Rosner heraus»
gegebenen Sammlung „Neues Wiener
Theater« Nr. 48 ll876); — „Nie Meu-
tenrerin. Komödie in 3 Änkz.", in Versen,
von Emile Angler; autorisirte Ueber-
sehung, bildet Nr. 836 der Reclam'.
schen ,Universal'Bibliothek"'. — „Nrieg5-
unil FrirdenLkchrten", 2 Bände (1881); —
„Van der Äkria nnb uns den 5lhllllrzen Bergen.
E'iuhlungen" (1884), und 1887 erschien
von ihm eine Uebersetzung der „Philoso°
phischen Dialoge und Fragmente" von
Ernst Renan. Sein Lustspiel „Doctor
Johanna" wurde in den Stadttheatern
zu Troppau, Gratz und Prag gegeben,
die beiden Einacter in Brunn, Baden
und Oedenburg und ernteten lebhaf-
testen Beifall. Zdekauer ist von Seiner
Majestät dem Kaiser von Oesterreich mit
der Kriegsmedaille, dem Ritterkreuze des
Franz Joseph Ordens und auch sonst
noch vom Großherzog von Toscana, von
Brasilien, Italien, Persien, Serbien,
Spanien, der Türkei und anderen
Staaten mit Orden ausgezeichnet. Das geistige Wien. Mittheilungen über die
in Wien lebenden Architekten, Maler. Mu»
siker und Schriftsteller. Herausgegeben von
Ludwig Eisenberg und Richard Groner
(Wien 1889. Brockhausen. i>".) S. 246, —
Deutscher Litecaturkalender für das
Jahr 1884. Herausgegeben von Ios. Kü rsch»
ner (Verlin und Stuttgart. W. Spemann.
32<>.) X I . Jahrg.. S. 534.
Hdenek, Anton (k. k. Art i l ler ie-
Haupt mann, geb. zu Prag 9. Mai
1830, gest. in Wien 29. November
1872). Beamtensohn, trat er nach been»
deter Technik im September 1849 aus
eigenem Antrieb als Unterkanonier in
das t. Feldartillerie-Regiment. Abwech-
selnd im 1., 2., 3., 4. und 12. Artillerie-
Regimente, dann in der Artillerieaka»
demie und im technisch'administrativen
Artilleriecomitä dienend, wurde er 1834
Lieutenant, 1839 Oberlieutenant und
im Mai 1866 Hauptmann. Als Vor-
stand der Constructionsabtheilung im
technifch«administrativen Militärcomits
machte er 1867 eine mehrwöchentliche
Inftructionsreise im dienstlichen Auf«
trage nach Frankreich, Belgien und Eng/
land. Als tüchtiger Fachmann seiner
Waffe erhielt er 1862 als Mitglied der
Schie߻Versuchscommission zu Berona
die ah. Anerkennung, 1863 und 1864 für
seinen Eifer bei Ausfertigung der Con»
ftructionstafeln für das neue Feldartil»
leriematerial und bei Construotion der
eisenblechernen Lafetten von Seite des
Kriegsministeriums Belobungen; 187l)
in Anerkennung seiner hervorragenden
Verdienste um die Neubewaffnung des
Heeres, besonders für die dabei geleisteten
anstrengenden Dienste das Militär^Ver»
dienstkreuz und für seine an das fach«
fische Kriegsminifterium gelieferten Ar-
beiten zur Geschützumwandlung den
königlich sächsischen Albrechtsorden. Zde>
nek besaß gediegene Kenntnisse im Artil»
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Wurmser-Zhuber, Band 59
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Wurmser-Zhuber
- Band
- 59
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1890
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 428
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon